Pseudoephedrin/Ibuprofen für die Sichtwahl APOTHEKE ADHOC, 27.06.2012 13:56 Uhr
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Neu in die Sichtwahl: Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht empfiehlt mehrere OTC-Switches.Elke Hinkelbein
Berlin - Analgetika mit der Wirkstoffkombination Pseudoephedrin/Ibuprofen könnten künftig auch in Deutschland als OTC-Produkte auf den Markt kommen: Der Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht empfiehlt dem Bundesgesundheitsministerium, die Selbstmedikation bis zu einer Tagesdosierung von 1200 Milligramm Ibuprofen und 180 Milligramm Pseudoephedrin zu erlauben. Auch Imigran nasal und Tiorfan kommen womöglich in die Sichtwahl.
Erst im Mai 2011 war Pseudoephedrin ab einer Packungsgröße von mehr als 720 Milligramm der Verschreibungspflicht unterstellt worden. Hintergrund war die missbräuchliche Verwendung des Sympathomimetikums zur Herstellung der Modedroge Crystal (Metamfetamin). McNeil/Johnson & Johnson hatte daraufhin kleinere Packungen eingeführt.
Folgt das BMG der Empfehlung, könnte zunächst Pfizer das Produkt Spalt effekt auf den Markt bringen. Das Kombipräparat, für das der Konzern bereits die Zulassung in der Tasche hat, enthält 200 mg Ibuprofen und 30 mg Pseudoephedrin je Tablette. Erlaubt wären also Einheiten mit bis zu sechs Stück. Allerdings hat der Konzern nach Angaben eines Sprechers derzeit keine Pläne für eine Markteinführung.
In anderen Ländern gibt es die Kombination bereits: In Österreich etwa hat Pfizer Rhinadvil im Sortiment, in Großbritannien gibt es unter anderem „Nurofen cold and flu“ von Reckitt Benckiser. Beide Hersteller wollten sich bislang nicht zu ihren Plänen für den deutschen Markt äußern.
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