Arzneimittelbewertung

IQWiG: Eliquis hat geringen Zusatznutzen APOTHEKE ADHOC, 15.03.2012 15:10 Uhr

Berlin - Das Thrombosemittel Eliquis (Apixaban) von Bristol-Myers Squibb und Pfizer hat einen Zusatznutzen: Der Dossierbewertung des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zufolge hat das Medikament einen Mehrwert gegenüber dem Gerinnungshemmer Lovenox (Enoxaparin), der allerdings mit dem Ausmaß „gering“ bewertet wurde.

Im Mai war der selektive Faktor-Xa-Hemmer von der EU-Kommission zugelassen worden. Eiliquis verhindert die Aggregation von Thrombozyten und soll zur Prophylaxe venöser thromboembolischer Ereignisse nach Operationen an der Hüfte oder an den Knien dienen.

Pfizer hatte zwei Studien vorgelegt, in denen Apixaban mit Lovenox von Sanofi Aventis verglichen wird. In ihrer Bewertung konnten die Prüfer nur für eine der beiden Patientengruppen einen Mehrwert feststellen: Hinsichtlich tiefer Beinvenenthrombosen können Patienten nach einer Hüftgelenksersatzoperation von Apixaban profitieren. Patienten, die ein neues Knie bekommen haben, profitieren hingegen nicht.

In den Verhandlungen mit den Krankenkassen hat Pfizer aufgrund des geringen Ausmaßes des Zusatznutzens allerdings keine gute Ausgangsbasis. Pfizer hat bis Anfang April Zeit, eine Stellungnahme beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) einzureichen. Im Juni will der G-BA seinen endgültigen Beschluss fassen.

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