Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 10. März 2011, 12:25 Uhr
Frühzeitig geborene Babys oder solche, die jünger als 14 Tage sind, sollten nicht mit der oralen Lösung des HIV-Präparats Kaletra (Lopinavir/Ritonavir) behandlet werden. Das Medikament enthalte Alkohol sowie Propylenglycol, und bei der Anwendung könne es zu schweren Nebenwirkungen kommen, erklärt die US-Arzneimittelbehörde FDA. Weil es in der Vergangenheit zu mehreren Zwischenfällen bei der Einnahme gekommen war, fordert die Behörde nun eine Änderung der Fachinformationen.
Bei gleichzeitiger Einnahme hemmt Alkohol den Metabolismus von Propylenglycol. Das führt zu erhöhten Konzentrationen der Substanz, weil diese nicht ausreichend abgebaut wird. Bei den Babys können zum Teil lebensbedrohliche Probleme am Herzen, an den Nieren oder bei der Atmung auftreten.
Die FDA empfiehlt, Kaletra bei Frühgeborenen erst 14 Tage nach dem eigentlichen Geburtstermin, bei allen anderen 14 Tage nach Geburt einzusetzen. Das antiretrovirale Arzneimittel wird vom US-Pharmakonzern Abbott hergestellt.