Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
dpa/APOTHEKE ADHOC, 18. Dezember 2009, 12:56 Uhr
In Deutschland sind erstmals bei Schweinegrippe-Patienten Resistenzen gegen das Grippemedikament Tamiflu (Oseltamivir) nachgewiesen worden. Bei einem Mann und einem Kind, die mit dem H1N1-Virus infiziert seien, habe das Mittel keine Wirkung gezeigt, teilte das Universitätsklinikum Münster mit. Beide Patienten seien im Klinikum in Behandlung.
Fälle von Tamiflu-Resistenz sind bereits in anderen Ländern wie Norwegen, Israel, Großbritannien und den USA nachgewiesen worden. Die WHO teilte Anfang Dezember mit, dass das H1N1-Virus nach ersten Erkenntnissen vor allem bei Menschen mit einem abgeschwächten Immunsystem leichter mutieren und Resistenzen gegen den Neuraminidasehemmer entwickeln kann als bei Personen mit einer intakten Abwehr.
Unempfindlichkeiten gegen Tamiflu sind auch von der saisonalen Grippe bekannt. Experten zufolge ist es deshalb nicht überraschend, dass es auch bei der Schweinegrippe zu Resistenzbildungen kommt.