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Kinderarzneimittel

Eltern dosieren falsch

APOTHEKE ADHOC, 31. August 2010, 10:10 Uhr

  • Schwierige Entscheidung: Einer australischen Studie zufolge haben Eltern Schwierigkeiten bei der medikamentösen Behandlung ihrer Kinder.
Berlin -

Eltern greifen bei Kindern mit Erkältungssymptomen oder Fieber zu leichtfertig zu Arzneimitteln und dosieren häufig falsch. Das berichtet der Nachrichtensender BBC unter Bezug auf eine Studie australischer Wissenschaftler, die beim Kongress der Internationalen Pharmazeutischen Vereinigung (FIP) in Portugal vorgestellt wurde.

Die Forscher hatten in einer Tagesstätte für Kinder unter 5 Jahren knapp 100 Mütter, Väter sowie Betreuungspersonal interviewt. Den Personen wurden verschiedene Erkrankungsszenarien der Kinder vorgestellt, und sie sollten je nach Situation entscheiden, wie sie handeln würden. Den Probanden standen verschiedene OTC-Präparate sowie Dosierhilfen zur Auswahl.

Den Wissenschaftlern der Universität Sydney zufolge waren nur 14 Prozent der Teilnehmer in der Lage, die jeweilige Situation richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln. 7 Prozent hätten ihren Kindern fiebersenkende Mittel gegeben, ohne zuvor die Temperatur gemessen zu haben. Knapp die Hälfte hätte Antipyretika verabreicht, auch wenn die gemessene Temperatur unter 38 Grad Celsius lag.

Alle Szenarien zusammengefasst, hätten 61 Prozent der Studienteilnehmer das ausgewählte Medikament nicht korrekt dosiert. 17 Prozent hätten zu viel abgemessen, 44 Prozent zu wenig. Die Wissenschaftler waren eigenen Angaben zufolge überrascht, dass einige Eltern dächten, OTC-Medikamente seien sicher und könnten auch in höherer Dosierung verabreicht werden, weil sie nicht verschreibungspflichtig sind.

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