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Antihypertonika

Betablocker gegen Krebs

dpa/ APOTHEKE ADHOC, 26. März 2010, 19:20 Uhr

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Barcelona/Witten -

Betablocker können möglicherweise die Bildung von Metastasen bei Brustkrebs vermindern. Hinweise auf diesen Effekt und auf bessere Überlebenschancen von Brustkrebspatientinnen durch Betablocker liefert eine Studie an knapp 500 Patientinnen, die auf der siebten Europäischen Brustkrebskonferenz (EBCC7) vorgestellt wurde.

Die Forscher analysierten die Krankheitsdaten von Patientinnen mit verschiedenen Arten von Brustkrebs. Von 466 Patientinnen erhielten 43 Betablocker gegen Bluthochdruck. Die anderen Frauen nahmen entweder andere Medikamente gegen Bluthochdruck oder litten nicht daran und nahmen daher auch keine Antihypertensiva ein.

Die Frauen, die Betablocker erhielten, hatten der Studie zufolge im Vergleich mit den anderen Patientinnen ein um 71 Prozent reduziertes Risiko, an Brustkrebs zu sterben. Es seien deutlich weniger Metastasen aufgetreten und der Krebs sei nach der Behandlung nicht so häufig wieder gekommen.

Aus Laboruntersuchungen ist bekannt, dass Betablocker auf verschiedene Krebsarten Einfluss haben. Die Medikamente verhindern demnach, dass Stresshormone an den Krebszellen andocken. Diese begünstigen unter anderem das Wachstum und die Wanderung von Krebszellen im Körper. Diese Erkenntnisse aus dem Labor sind nun in dieser relativ kleinen Studie überprüft worden.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Betablocker und nicht der Bluthochdruck selbst für die Ergebnisse zuständig sind. „Wenn das der Fall wäre, würden Patientinnen, die andere Medikamente gegen den Bluthochdruck bekamen, einen ähnlichen Effekt zeigen“, sagte Dr. Desmond Powe von der Universität Nottingham. „Das war aber nicht der Fall.“

Im nächsten Schritt sei nun zu prüfen, ob auch Brustkrebs-Patientinnen ohne Bluthochdruck von Betablockern profitieren könnten. Dabei seien insbesondere die Dosierung und die Nebenwirkungen zu überprüfen.

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