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Bayern

AOK weitet Arzneimittelchecks aus

Janina Rauers, 03. Mai 2011, 17:53 Uhr

  • Medikation überprüfen lassen: Dazu rufen AOK-Direktor Norbert Kettlitz, AOK-Apothekerin Dr. Sonja Wunder, Apotheker Dr. Christian Führling und Dr. Ralf Schabik, Mittelfränkischer Vorsitzender des bayerischen Apothekerverbandes, auf.Foto: AOK
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Berlin -

Seit gestern können Patienten in Mittelfranken schwerpunktmäßig ihre Medikation in der Apotheke überprüfen lassen. Nach den positiven Erfahrungen eines Pilotprojekts im vergangenen Jahr weitet die AOK das Programm „Arzneimittel sicher einnehmen: Machen Sie mit!“ aus. Aktuell beteiligen sich 251 der rund 470 Apotheken der Region an der Aktion, viele Nürnberger Apotheken sind auch in der zweiten Runde dabei.

Die Patienten können eine Liste ihrer Medikamente abgeben oder einfach die Packungen in die Apotheken mitbringen. Wie bereits 2010 werden die Arzneimittel kostenlos auf eventuelle Wechselwirkungen oder Überversorgung geprüft. Fragen zur richtigen Anwendung und zu Nebenwirkungen können ebenfalls besprochen werden.

Eine Vergütung für die Apotheker ist nicht vorgesehen: „Dafür übernehmen wir die gesamte Kommunikation und stellen den Apothekern Werbe- und Informationsmaterialien zur Verfügung“, sagte ein Sprecher der AOK Bayern. Die Krankenkasse hatte im Vorfeld ihre rund 600.000 Versicherten in Mittelfranken schriftlich über das Pilotprojekt informiert, das bis Ende Juni laufen soll.

Im Vergleich zum ersten Pilotprojekt wurden nur wenige Änderungen vorgenommen. Um eine detailliertere Auswertung zu ermöglichen, sollen die Apotheken nun auch das Geschlecht und das Alter der Teilnehmer dokumentieren. Gleichzeitig sollen nicht mehr alle, sondern nur noch schwerwiegende Wechselwirkungen erfasst werden.

2010 nahmen rund 600 Nürnberger Patienten an dem Pilotprojekt teil. Allein in der Niederbronner Apotheke des Projekt-Initiators Dr. Christian Führling wurden mehr als 130 Medikationschecks durchgeführt. „Die Überprüfung trägt stark zur Kundenbindung bei, weil die Patienten so noch persönlicher betreut werden“, sagte Führling. Gespräche, das Pilotprojekt auf ganz Bayern auszuweiten, liefen bereits. Und in dem Rahmen werde auch noch einmal über die Vergütungsfrage verhandelt, so Führling.

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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar

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Community Mitglied 04. Mai 2011, 08:23 Uhr
Eine Vergütung ist nicht vorgesehen

Das dürfte wohl für die AOK der zweitwichtigste Inhalt der Vereinbarung sein, gleich nach "die Apotheken helfen uns, einen Haufen Geld zu sparen".
Gleichzeitig kassiert das Sozialgericht nach der Klage der Kassen den Schiedsspruch, der zum ersten Mal seit vielen Jahren die Leistungen der Apotheken für die Kassen auch finanziell honoriert hat.
Und so nett das hier immer alles berichtet wird: Das richtige Bild bekommt man eben nur durch die Verknüpfung der Meldungen.
Ich kenne wirklich keinen anderen Berufsstand, der sich so konsequent unter Wert verkauft.

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