Selbsttests

Hartmann: Testkits für Apothekenkunden APOTHEKE ADHOC, 18.10.2016 13:24 Uhr

Berlin - Eisenmangel, Gluten-Intoleranz, Harnwegsinfekt, Zeugungsfähigkeit: Patienten können im Selbsttest verschiedene Gesundheitsparameter untersuchen. Auch der Medizintechnikkonzern Paul Hartmann aus Heidenheim an der Brenz bietet seit Juli neben Pflastern, Inkontinenzprodukten und Desinfektionsmitteln verschiedene Testkits für Patienten an. Der Weg zum Arzt bleibt aber nicht erspart.

Die neun Selbsttests, die seit Juli unter dem Namen Veroval im Handel erhältlich sind, versprechen eine leichte Anwendung in kurzer Zeit. Das Ergebnis ist sofort sichtbar, die Tests müssen – anders als Produkte von Mitbewerbern – nicht eingeschickt werden. Ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe und zehn Minuten Zeit genügen um herauszufinden, ob etwa ein Eisenmangel Ursache für Müdigkeit, Blässe und Kopfschmerz ist. Gemessen wird der Ferritin-Wert, das Protein für den Eisenspeicher. Referenzwert sind 20 ng/ml. Das Ergebnis ist als blasser, schwacher rosa Strich sichtbar. Er ist neben dem roten Kontrollstrich nur schwer zu erkennen, fast

Niesen, laufende Nase und juckende Augen können Anzeichen für eine Allergie sein, auch hierfür hat Hartmann einen Test parat. Was viele Kunden nicht wissen: Der Test liefert kein verlässliches Ergebnis bei bereits therapierten Patienten. Denn eine Hyposensibilisierung verhindert ein aussagekräftiges Ergebnis. Über Blut aus der Fingerbeere wird in 30 Minuten ein erhöhter Spiegel an Immunglobulin E (IgE) gegen Katzenhaar, Gräserpollen und Hausstaubmilben gemessen. Was der Test nicht klärt, ist die Art der Gräserpollen. Was bleibt, ist der Gang zum Arzt.

Die neun Selbsttests der Firma Hartmann lassen das traute Heim zum Labor werden. Gesundheitsbewusste Verbraucher testen den Stuhl auf verborgenes Blut, den Urin auf weiße Blutkörperchen, Nitrit und Protein oder Schwangerschaftshormon. Allergie, Eisen, Cholesterin, Zöliakie und Helicobacter pylori sind über einen Tropfen Blut nachweisbar. Ein Schnelltest zum Nachweis der Spermienkonzentration in der Samenflüssigkeit soll Aufschluss über die Zeugungsfähigkeit.

APOTHEKE ADHOC Debatte