Arzneimittelanwendung

Geschüttelt, nicht gerührt! APOTHEKE ADHOC, 19.05.2017 14:02 Uhr

Berlin - Ob Granulate, Tabletten, Lösungen oder Zäpfchen – die Verwendung der verschiedenen Arzneiformen muss am HV-Tisch erklärt werden. Aber nicht nur der Applikationsweg, auch die Vorbereitung der Medikamente für eine sachgerechte Anwendung ist zu beachten. Suspensionen müssen vor Gebrauch aufgeschüttelt werden. Ein Überblick über die unterschiedlichen Präparate.

Eine Suspension ist eine Flüssigkeit, die nicht gelöste feste Bestandteile enthält. Es handelt sich um heterogene Stoffgemische, bei denen der Wirkstoff als Pulveranteil fein in der Flüssigkeit verteilt ist. Durch Sedimentation sinkt der Feststoffanteil zu Boden und es kommt zur Phasentrennung. Der Feststoffgehalt kann zwischen 0,5 und 40 Prozent liegen. Ursache für das Absetzen des Arzneistoffes ist die größere Dichte der Partikel im Vergleich zur Flüssigkeit.

Diese flüssige oder emulsionartige Arzneiform kann für Wirkstoffe genutzt werden, die innerlich oder äußerlich angewendet werden. In jedem Fall sind die Arzneimittel vor Gebrauch zu schütteln oder in einigen Fällen leicht zu schwenken. Dadurch werden die festen Bestandteile vom Boden aufgewirbelt und wieder gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilt. Wird nicht geschüttelt, können Dosierungsfehler auftreten – es kann zu viel oder auch zu wenig Wirkstoff appliziert werden.

Die wohl bekanntesten Suspensionen sind Antibiotikasäfte und Zinkoxidschüttelmixturen. Aber auch in anderen Bereichen wird die Arzneiform genutzt.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte