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Versandapotheker wollen 2,50 statt 8,10 Euro

APOTHEKE ADHOC, 17. Mai 2011, 10:43 Uhr

  • 3 Prozent plus 2,50 Euro: Der BVDVA will ein Modell für Rx-Höchstpreise vorlegen.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Deutschlands Versandapotheker haben es nicht leicht. Denn anders als ihre formal niederländischen Kollegen müssen sie sich an die hierzulande geltenden Preisvorschriften halten. Seit Jahren fordert der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) daher, dass in der Arzneimittelpreisverordnung Höchst- statt Festpreise für Rx-Medikamente eingeführt werden. Auf der Mitgliederversammlung in Berlin will der Verband Ende Mai einen konkreten Vorschlag ausarbeiten.

BVDVA-Chef Christian Buse hat nach Informationen von APOTHEKE ADHOC bereits ein Modell zur Dikussion gestellt. Wie bislang sollen die Apotheken eine Marge von 3 Prozent auf den Apothekeneinkaufspreis (AEK) sowie eine fixe Pauschale erhalten. Letztere soll aber künftig nicht mehr bei 8,10 Euro, sondern nur noch bei 2,50 Euro liegen. „Preis-Dumping-Blocker“ nennt Buse die Beratungspauschale, die alle Apotheken kassieren müssen.

Darüber hinaus soll es einen Beratungszuschlag von bis zu 4 Euro geben. Wie viel die Apotheken tatsächlich kassieren, können sie im Rahmen des Preiskorridors eigenständig festlegen. Das Rabattverbot für Rx-Arzneimittel soll dafür gekippt werden. Auch Kassenabschlag und Zuzahlung sollen laut Modellvorschlag entfallen. In Härtefällen sollen die Kassen den Beratungszuschlag für ihre Versicherten übernehmen.

apotheke adhoc Debatte 12 Kommentare

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Community Mitglied 19. Mai 2012, 09:17 Uhr
#12

Dieser Kommentar wurde entfernt.

Community Mitglied 09. Oktober 2011, 15:43 Uhr
WÜRG

Welche Großkonzerne tarnen sich hier mit einem Apothekerkostüm ? Nur schade, dass sich ehemalige Kollegen dafür hergeben.
Zum Kotzen das Ganze. Jeder, der täglich in seinem Pillenbüdchen steht, den Rabattbürokratiegau erduldet, Salben für lau rührt und sich nachts rausklingeln lassen muss kann sich vor diesen fadenscheinigen Argumenten nur noch angewidert abwenden !!
BVDVA : unkollegiale und zutiefst unanständige Argumentation. Nennt Eure Sponsoren.
Weiter wie unter (9)

Community Mitglied 19. Mai 2011, 17:33 Uhr
Präfinale Euphorie

Wie schlecht muß es einer Branche gehen, solche unaugegorenen Vorschläge zu machen.
Nur der Vorschlag, es geht auch billiger, bleibt hängen

Community Mitglied 18. Mai 2011, 17:12 Uhr
klare Agenda...

Eigentlich ist doch offensichtlich das seit Jahren einer klaren Agenda gefolgt wird. Der Mittelstand wird mit allen Mitteln bis zum Tode geschächtet..
das kommt davon wenn man leider in einer plutokratischen Ochlokratie lebt...
Großkonzerne stehen hinter den größten VAs und die machen eine hervorragende Lobby-Arbeit, was im Endeffekt nur mit einer durchgeknallten, korrupten, volksfeindlichen Berufs-Politiker-Kaste funktioniert.
Ohne das Geld und ohne ne vernünftige Lobby scheint es für uns nur der Kampf gegen Windmühlen zu sein...

Ehemaliges Community-Mitglied 18. Mai 2011, 12:13 Uhr
@ (7)

Lieber Herr Schabik, da bin ich ganz bei Ihnen. Das Problem ist, wenn die Nackenschläge gefühlt aus dem eigenen Lager kommen - und das genau so in der öffentlichen Wahrnehmung rüberkommt. Da muss man dran bleiben und weiter argumentieren, erklären etc. - auch wenn das zuweilen nicht gehört werden will.
Der Zeitgeist spielt bei der Betrachtung von solchen Themen immer eine Rolle, ob gerechtfertigt oder nicht. Viele von unseren Themen dringen zwar durch - aber oft trauen sich noch nicht einmal Entscheider, dem vermeintlichen Zeitgeist zu widersprechen. Damit darf und muss man sich in einer pluralen Gesellschaft nicht abfinden. Auch wenn man sich zuweilen fragt, warum so viele Fakten gnadenlos überlesen, übersehen, ignoriert werden.
VG

Community Mitglied 18. Mai 2011, 09:29 Uhr
@ (6)

Lieber Herr Bellartz, in Ihrem Beitrag setzen Sie aber viele Faktoren voraus, die absolut nicht zeitgemäß sind: Die Erkenntnis, dass der Versandhandel die Versorgung unter dem Strich (deutlich) schlechter macht, den wirklich umfassend informierten Verbraucher (abseits der geizistgeil-Denke), und vor allem die Bereitschaft, Nachhaltigkeit zu leben. Und ich denke, hier liegt ein Problem der apothekerlichen Kommunikationsarbeit: WIR (= SIE als ABDA-Ansprechpartner, aber auch die Pharmazeuten an der Basis) wissen um die Problematik. Aber wir konnten es bislang den Verbrauchern und den Entscheidungsträgern nicht wirksam vermitteln. Anders lassen sich die Entwicklungen nicht erklären, von Freigabe des Versandhandels bis hin zum Gezerre um Pick-Up (nun auch in der ApoBetrO). Und dann noch solche Nackenschläge wie dieser BVDVA-Vorschlag - gaaanz grosses Kino ...

Ehemaliges Community-Mitglied 18. Mai 2011, 08:37 Uhr
Der Wunsch nach versteckten Subventionen

ist besonders bei denjenigen immer ausgeprägt, die bereits - in diesem Fall politisch - "subventioniert" werden. Ein Geschäftsmodell, das keines ist, weiterhin fördern zu wollen, damit die Versorgung schlechter, keinesfalls besser wird, ist nicht gewollt. Weder von der Gesellschaft, noch von der Politik. Wenn Verbraucher alle Fakten kennen würden, beispielsweise den Mangel an Nachhaltigkeit des VH von Arzneimitteln erkennen könnten, dann würde die Entscheidung über die vom BVDVA vorgeschlagenen "Modelle" nur ein Ergebnis kennen: Ablehnung.

Community Mitglied 17. Mai 2011, 15:41 Uhr
Denkfehler ...

Wenn man die Meldung genau liest, offenbaren sich weitere Denkfehler: "Keine Zuzahlung" ... sorry, genau diese Zuzahlung ist politisch gewolltes Steuerungselement. Wenn sie sich ein Patient nicht leisten kann, muss ihn der Staat (hier: im Auftrag die Kasse) davon befreien. Aber ansonsten sind die Zuzahlungen unverzichtbar ! Und "kein Rabattverbot" - sorry, aber die Pharmazeutische Industrie stöhnt doch jetzt schon unter den gesetzlichen Vorgaben - glaubt da wirklich jemand, wir Apotheken könnten da noch viel holen, selbst wenn die Annahme von Vorteilen wieder erlaubt wäre ? Zumal unter dem Hintergrund von Rabattverträgen, die mit Sicherheit so schnell nicht abgeschafft werden. Genial übrigens die Formulierung von Gunnar Müller (4): Mehr sind sich die wohl nicht wert ...
Irre, irre, und so nutzlos und gleichzeitig kontraproduktiv !

Community Mitglied 17. Mai 2011, 13:08 Uhr
Deutschland : ein Zwei - Klassen - Apotheken - Land ...........

Anders ist der Vorschlag zur Existenz-Sicherung der Versand-"Apotheken" doch nicht zu verstehen.

Da bei denen eine ORDNUNGSGEMÄßE = unmittelbare persönliche (!) Beratung nicht machbar ist, versucht der Verband auf diese Weise, seine "Felle zu sichern" :

- Grundkosten für "Apotheken-handling" (3% + 2,50; für Versand-"Apotheken"; mehr sind die [sich] auch nicht wert)

- Beratungs-Aufschlag (+ maximal?? 4,00) für die "doofen" Präsenz-Apotheken, die immer noch nicht ausgestorben sind und beraten (sollen/müssen).

Wie schaut's aus Herr Minister Bahr:

Ist dieser Vorschlag mehrheitsfähig und "mit Ihnen zu machen"??

Oder:

Ist er (auch) bei Ihnen durchgefallen.........??

Ich hoffe - zum Wohle der Gesundheit der Bevölkerung und im Interesse der Patienten (mich eingeschlossen) - sehr.

Oder mögen SIE anonyme Auslieferungsunternehmen und Automaten zur Arzneimittelabgabe und Sprach-Computer zur Gesundheitsberatung ????

Community Mitglied 17. Mai 2011, 12:05 Uhr
Nur noch 30 Jahre

bis zu meiner Rente.
Ich bin gespannt, ob ich diese Zeit noch komplett in Deutschland verbingen kann/will/darf.

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