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Versandapotheken drohen mit Austritt

APOTHEKE ADHOC, 21. Oktober 2009, 11:53 Uhr

  • Denkt über Austritt nach: BVDVA-Chef Christian Buse beklagt, dass die ABDA Versandapotheken diffamiere.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

In einem offenen Brief hat sich der Chef des Bundesverbands der Versandapotheken (BVDVA), Christian Buse, an ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf gewandt. Die Versender fühlen sich von der Standesvertretung im Stich gelassen und monieren eine Diffamierungskampagne gegen ihr Geschäftsmodell. Als Konsequenz drohen die Versandapotheken mit Austritt aus den Landesapothekerkammern.

Die Freigabe des Arzenimittelversands in Deutschland sei eine Erfolgsgeschichte, schreibt Buse in seinem Brief, der auch an das Bundesgesundheitsministerium und die Gesundheitsministerien der Länder gegangen ist. Beinahe jede zehnte Apotheke hierzulande verfüge über eine Versandhandelserlaubnis, Probleme hinsichtlich der Arzneimittelsicherheit seien nicht bekannt.

Buse findet daher den „Kurs der Diffamierung der deutschen Versandapotheken durch bewusste Desinformation der Öffentlichkeit“ seitens der ABDA befremdlich. Der Verbandschef stützt seine Kritik beispielhaft auf eine Pressemitteilung des Hessischen Apothekerverbandes sowie einen Beitrag beim Internetportal Computerwoche.de über den Versandhandel.

„Sollten sich diese Kampagnen fortsetzen, müssten wir unseren Mitgliedern und sämtlichen deutschen Versandapotheken dazu raten, zu überprüfen, ob sie künftig noch Mitgliedsbeiträge an die Landesapothekerkammern entrichten werden“, droht Buse. Die Versandapotheken gehörten angesichts der nach Umsatz gestaffelten Beiträge zu den größten Beitragszahlern der Apothekerkammern.

Die Zwangsmitgliedschaft hinterfragt der Verband, da es „offenkundig zu den vornehmsten Zielen der Landesapothekerkammern und der ABDA gehört, die Versandapotheken - und damit rund 10 Prozent ihrer Mitglieder - zur Wahrung überkommener Besitzstände bei jeder erdenklichen Gelegenheit wider besseres Wissen zu diffamieren und kriminalisieren“, so Buse.

Die Zwangsmitgliedschaft sei immerhin dadurch zu rechtfertigen, dass die Kammern die Belange aller Apotheker vertreten. Sie seien außerdem gesetzlich verpflichtet, „für ein gedeihliches Verhältnis der Kammerangehörigen untereinander zu sorgen“, mahnt Buse. „Dass sich die ABDA und die Landesapothekerkammern offenkundig allein als Interessenvertreter der reinen Präsenzapotheken verstehen und kontinuierlich Stimmung gegen 2.000 ihrer eigenen Mitglieder machen, stellt eine Beitragspflicht und die Zwangsmitgliedschaft der Versandapotheken in den Apothekerkammern überhaupt in Frage“, so der Verbandschef.

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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar

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Community Mitglied 03. April 2012, 15:51 Uhr
#1

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