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AMG-Novelle

Union: Positionen zu Apotheken

APOTHEKE ADHOC, 24. Januar 2012, 11:52 Uhr

  • Positionen zu Apotheken: Die Union will mit der AMG-Novelle eine Reihe von Problemen lösen.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Pick-up, Kassenabschlag, Formretax: Bislang konnte sich Schwarz-Gelb nicht dazu durchringen, die dringendsten Probleme der Apotheker zu lösen. Wegen des „Reformstaus“ wird der Wunschzettel immer länger. Die Union will jetzt im Rahmen der AMG-Novelle eine ganze Reihe von Themen angehen: Sofort nach der Prüfung durch die Verfassungsressorts soll der ABDA-Vorschlag in Sachen Pick-up „schnellstmöglich mit diesem Gesetz“ umgesetzt werden: „Bereits im Koalitionsvertrag haben wir ein Verbot von Pick-up-Stellen vereinbart. An diesem Ziel halten wir fest“, heißt es in einem Positionspapier der Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion.

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Überprüfen will die Union, ob gesetzliche Anpassungen notwendig sind, um „die zur Zeit von einigen Betriebskrankenkassen durchgeführten Nullretaxationen bei Betäubungsmitteln wegen leichter formaler Unzulänglichkeiten bei der Rezeptausstellung in sachgerechtere Bahnen zu lenken“. Dazu heißt es in dem Papier: „Das derzeitige Vorgehen jedenfalls ist inakzeptabel. Hier ist jedoch zunächst der Erfolg der bereits ergriffenen aufsichtsrechtlichen Maßnahmen abzuwarten.“ Bereits kurz vor Weihnachten hatte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, angekündigt, Sanktionen gegen unberechtigte Retaxationen zu prüfen.

Außerdem soll der Kassenabschlag ab 2013 „auf Basis präzisierter Daten“ wieder verhandelt werden – als Grundlage soll der Abschlag von 2009 in Höhe von 1,75 Euro gelten. „Dies ist sachgerecht und bildet eine faire Ausgangsbasis für die folgenden Verhandlungen zwischen Kassen und Apothekern.“ Die ABDA hatte in ihrer Stellungnahme zum Versorgungsstrukturgesetz (VStG) gefordert, dass die Basis für die Verhandlungen 1,75 Euro betragen soll; dagegen hatte der GKV-Spitzenverband in seiner Stellungnahme zur AMG-Novelle eine Rückkehr zu dem alten Wert von 2,30 Euro gefordert.

Nicht mehr sachgerecht ist laut Union die Betäubungsmittelgebühr von derzeit 26 Cent. Deren Höhe soll daher überprüft werden. Die ABDA hatte im Vorfeld des Apothekertags eine Anpassung für „dringend geboten“ erklärt, zumal die Apotheken bei der BTM-Abgabe wegen der Gebühren des Großhandels insgesamt 19 Millionen Euro draufzahlten.

Ebenfalls überprüft werden soll die Ausschreibungspflicht für Zytorezepturen: Die bisherigen Erfahrungen ließen viele Fragen offen. „Es besteht vielmehr die Gefahr, dass sie zu einem Oligopol in der Versorgung der Krebspatienten führen. Zudem drohen Qualitätseinbußen und Probleme in der Flächendeckung, wenn die Krankenkassen mit einzelnen Apothekern Selektivverträge über die Zytostatikaversorgung abschließen.“ Bereits seit Jahren machen sich die Gesundheitsexperten der Union gegen Zytoausschreibungen stark.

apotheke adhoc Debatte 5 Kommentare

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Community Mitglied 25. Januar 2012, 11:18 Uhr
#5 Reformstau

Wahrscheinlich haben wir Apotheker auch diesen noch zu verantworten ?!

Und wer glaubt schon, dass irgendein Politker, egal welcher Farbe, heutzutage noch gewillt ist, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Unser Bundespräsident macht es vor, Politik ist zur Eigenversorgung und Selbstdarstellung da.

Community Mitglied 24. Januar 2012, 15:37 Uhr
#4

Dieser Kommentar wurde entfernt.

Community Mitglied 24. Januar 2012, 15:37 Uhr
#3 Abgesang

Wir haben nur noch die Union, allen anderen Parteien ist völlig egal, ob es morgen noch selbständige Apotheken gibt. Gut, die Linken vielleicht noch, aber die mögen uns auch nicht, die mögen nur Konzerne noch viel weniger. Von einem Vertrauensverhältnis zur CDU kann aber seit der Seehofer-Zeit schon keine Rede mehr sein...Was haben wir uns über den aufgeregt! Und Ulla Schmidt müsste man ja postum noch 'nen Orden verleihen, dass sie uns nicht gleich den wilden Horden zum Fraß vorgeworfen hat, bevor das Urteil in Luxemburg ergangen ist, das ihre Haltung bestätigte. Mit der Zulassung des AM-Versandhandels und der Freigabe der OTC-Preise war sie weniger zögerlich. Vielleicht wollte die Sonderschulpädagogin nicht die Totengräberin der deutschen Apotheke werden. Scheinbar hat Herr Bahr damit kein Problem...

Community Mitglied 24. Januar 2012, 12:55 Uhr
#2 Leeres Gerede

Wieso soll ich glauben daß man in den letzten 1 1/2 Jahren der Legislaturperiode das macht was man vor 2 1/2 Jahren im Koalitionsvertrag hatte? Das ist doch von vorn bis hinten erlogen, vor allem vor dem Hintergrund daß der Gesundheitspolitische Amokläufer Bahr und sein unseliger Vorgänger seit Jahren ohne Einspruch der CDU sein Ziel verfolgen darf, die bisherige Apothekenstruktur zugunsten von Konzernen zu zerschlagen? Da wäre doch reichlich Gelegenheit gewesen um die eigene Position zu vertreten! Glaube keinem Gesundheitspolitiker auch nur ein Wort! Und wählen werd ich von diesen Parteien in absehbarer zeit auch niemand mehr.

Community Mitglied 24. Januar 2012, 12:19 Uhr
#1 Spiel auf Zeit

Wetten, dass die Union ihre "Vorschläge" so langsam abarbeitet, dass erst Wahlkampf und dann Regierungswechsel dazwischenkommen ?
Und selbst wenn die nächste Regierung, nicht rot-grün, sondern eine "Grosse Koalition" sein sollte, dann sind die Worte von heute längst verjährt, weil man SPD-Forderungen wird erfüllen müssen.
FAZIT: Die Meldung ist eigentlich gar nicht wert, publiziert zu werden.
Ich glaube Politikern gar nix mehr !

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