Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Benjamin Rohrer, 30. Januar 2012, 16:15 Uhr
Singhammer hatte zuvor moniert, dass geringere Anforderungen an Filialapotheken bei Rezepturen und Notdienst die Arzneimittelversorgung im ländlichen Raum gefährden könnten. In der neuen Vorlage, die Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Mittwoch seinen Kabinettskollegen vorstellen will, sind solche Erleichterungen nicht mehr enthalten.
„Insbesondere bei der Rolle der Filialapotheken, der Ausstattung der Apotheken mit Fachliteratur und Prüfgeräten, aber auch bei den Auflagen zur Herstellung von Rezeptur- und Defekturarzneimitteln sind erhebliche Verbesserungen erzielt worden“, so Singhammer.
Ein Kritikpunkt ist aus Sicht des Unionspolitikers allerdings geblieben: „Im weiteren Verfahren werden wir prüfen, ob noch andere Präzisierungen – etwa bei der Definition von apothekenüblichen Dienstleistungen – erreicht werden können.“ Für solche Änderungen bleiben noch zwei Möglichkeiten: die Kabinettsrunde am Mittwoch und die voraussichtlich im März folgende Besprechung der Verordnung im Bundesrat.
„Es ist wichtig, dass wir Politik für und nicht gegen die Apotheker machen“, so Singhammer. „Denn wir wollen den Erhalt der gewachsenen Strukturen und der mittelständischen freiberuflichen Apotheken.“
apotheke adhoc Debatte 15 Kommentare
Mitdiskutieren#15 alles von der Stange
Um es mit den Worten eines Architekten zu sagen: "Man darf nur etwas Neues machen, wenn man etwas besser machen kann" Adolf Loos (1870-1933) Avantgardist. Gefunden auf dem Gehe-Tischkalender dieser Woche, sehr treffend, wie ich finde.
Ich frage mich, wohin der ganze bürokratische Irrsinn noch führen soll. Wahrscheinlich müssen wir unsere sauer erarbeiteten SOP's dann selber lesen, weil wir die Mitarbeiter nicht mehr bezahlen können, die das lesen sollen. Überhaupt haben Arbeitsanweisungen nur dann einen Sinn, wenn ein Profi unprofessionelle und unterbelichtete Arbeitskräfte anleitet. Unsere Leute wissen in der Regel, was sie zu tun haben. Und das hoffe ich auch für die Zukunft.
#14 .
Das ca. war mein Eindruck... Es fügt sich in die offensichtliche Strategie, mittels Sinnlosigkeit, Zeitraub und Kostentreiberei so viele Apotheker wie möglich zu deprimieren.
#13 An Jens Eggers
Die neue APO-Ordnung wird gebraucht, damit PKA auch in der Verblisterung mithelfen können, damit Filalverbünde Kosten einsparen können, damit es kleineren Zytoanbietern unmöglich wird etwas korrekt herzustellen ( gilt auch für Schmerzpumpen und die Defektur allgemein). Eventuell gibt es ja doch einen roten Faden in der Politik der letzten Jahre .....hin zu größeren "Strukturen" arbeiten ja billiger und besser oder?
#12 ?
Die ganze Debatte über die ApBetrO hat mir bislang eine Frage nicht beantwortet: Warum war eine neue ApBetrO erforderlich? Welche "Missstände" oder "Probleme" wurden ermittelt und sollten abgestellt werden?
#11
Dieser Kommentar wurde entfernt.
#10 Hauptsache mit sich zufrieden
das können alle Politiker: mit sich selbst zufrieden sein. Nichts gemacht (oder schlimmer noch: Blödsinn gemacht), Mist erzählt und sich anschließend auf die Schulter klopfen wie toll man ist. Darauf hin sich paar Gelder erhöhen....
#9 lieber herr janssen........
das wäre vielleicht eine lösung. der momentane parteienschwachsinn geht in jedem fall nicht. erschwert wird noch, dass man sich auch über den bundespräsidenten aufregen kann. leider haben wir hannoveraner den auch noch nach berlin geschickt. tut uns leid - aber diese fehlbesetzung hat man vielleicht geahnt aber das es so schlimm kommt...........wohl doch nur ein praktikant.
#8 Lieber Kollege Falke
Da bleibt Ihnen nur unser SSW (Südschleswiger Wählerbund). Deren Weitsicht reicht bis an den Deich.
#7 Ungenügend BLEIBT ungenügend !
Alles andere ist willfährige Koalitions-Lobhudelei - "Bahr" jeder Vernunft.
Es gibt Politiker, die müssen sich dafür rechtfertigen , was sie getan haben.
Andere Politiker müssen sich dafür rechtfertigen, was sie NICHT getan haben.
Die Politik hat wieder einmal nur gesprochen -
und nicht gehandelt.
DAS müssen WIR dann wohl tun ...................
Es gibt Dinge, für die es sich lohnt, auf die Straßen zu gehen. Meine Berufsauffassung gehört dazu............
#6 man kann dinge mit sich machen lassen...
..oder selber das zepter in die hand nehmen!!
nicht meckern - machen!!
www.apothekerprotest.de