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Kritik der Krankenkassen

Spahn: Wir können auch anders

Benjamin Rohrer, 03. Februar 2012, 16:42 Uhr

  • Kritik an Kassenposition: Jens Spahn (CDU) rechtfertigt die Ideen seiner Partei zum Kassenabschlag der Apotheker.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Jens Spahn (CDU) ist auf Krawall gebürstet: Die Kritik am Positionspapier der Unionsfraktion zur AMG-Novelle lässt er jedenfalls nicht auf sich sitzen. Weil einige Krankenkassen die Vorschläge zum Kassenabschlag als „Geschenk an die Apotheker“ bezeichnet hatten, schießt Spahn zurück: Man könne ja auch nochmal über die „Geschenke für die Kassen“ sprechen.

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Dass der Kassenabschlag nach der Festschreibung auf 2,05 Euro ab 2013 wieder verhandelt werden kann, hatte AOK-Vorstand Uwe Deh als „Geschenk für die Apotheker im Wahljahr 2013“ bezeichnet. Spahn attestiert Deh, sich in den Medien „eindrucksvoll“ zum Thema geäußert zu haben, und stellt klar: „Wenn das Spargesetz 2012 ausläuft, ist es für uns immer selbstverständlich gewesen, dass die Verhandlungen […] auf Basis des letzten verhandelten Ergebnisses, also 1,75 Euro, geführt werden.“

Spahn erinnert die Kassen zudem an Regelungen, die ihnen zu Gute kommen: Ähnlich wie der Kassenabschlag sind die Verwaltungskosten der Kassen für die Jahre 2011 und 2012 gedeckelt worden; auch diese Maßnahme entfällt 2013. Betrachten Deh und seine Kollegen dies als „Geschenk an die Kassen, [...] das eigentlich gar nicht nötig wäre, sind wir gerne bereit, dies gesetzgeberisch aufzugreifen“, schreibt der CDU-Gesundheitsexperte. „Das wäre ja dann nur folgerichtig“

Spahn hatte sich zuvor schon auf seinem Internetblog über die heftige Kritik der Medien und Krankenkassen an dem Positionspapier beschwert: „'Union hört auf Krankenkassenlobby' habe ich nirgends gelesen. Die sind nämlich qua Amt die Gutmenschen, egal wie dreist sie agieren“, hatte Spahn geschrieben.

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apotheke adhoc Debatte 5 Kommentare

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Community Mitglied 05. Februar 2012, 13:38 Uhr
#5 hört hört!

Schade, dass uns Apothekern nur von jemanden geholfen werden will, der sich auf unserem Rücken politisch profilieren will......Herr Spahn hat auch schon anders getönt. Ich glaube nur Tatsachen und meiner monatlichen Abrechnung! Ich bezeichne die Krankenkassen eigentlich nur noch als Schattenmacht bzw. Staat im Staate- wer hätte sonst so viel Vorteile für sich heraus schlagen können ohne Rechtfertigung oder transparenter Abrechnungen.Wo bleiben denn die Milliarden, die mit den auf dem Rücken der deutschen Apothekerschaft ausgetragenen Rabattverträgen erwirtschaftet wurden? Welche Tempel werden denn von den Krankenkassen damit gebaut? Warum kontrolliert die Politik nicht die Einnahmen und deren Verwendung der gesetzlichen Krankenkassen? Es ist wohl leichter, eine Berufsgruppe zu schröpfen. Herr Spahn möchte wohl politisch weiterkommen- Herr Bahr wird mit seiner fast drei Prozent Partei wohl nicht mehr lange Minister sein......

Community Mitglied 04. Februar 2012, 12:01 Uhr
#4 Aufgewacht ??

Endlich ein Politiker der sich nicht nur von den Kassen enlullen läßt.
Erkennt hier mal einer dass man erst vor seiner eigenen Tür kehren sollte , bevor man immer von Anderen fordert?
Verwaltungsausgaben der Kassen steigen ständig, nur wir als Leistungserbringer (von uns hat der Patient einen Nutzen) sollen mit immer weniger auskommen.
Der GKV-Umsatz ist mitleiweile ein Zusatz"geschäft" für uns. Siehe A Z 5.
Alle Welt, die von Betriebwirtschaft eine Ahnung haben bescheinigt uns, das wir bei der Belieferung von Rezepten Geld mitbringen.
Jetzt muss die Politik handeln.

Community Mitglied 03. Februar 2012, 21:13 Uhr
#3 Spahn versus Bahr

Da profiliert sich jemand mal ziemlich klar und will in einer großen Koalition will Staatssekretär werden. Trotzdem: Recht hat er ja....

Community Mitglied 03. Februar 2012, 18:24 Uhr
#2 alle Achtung, Herr Spahn

es geht tatsächlich nicht um Geschenke. Die Versorgung unserer Patienten
steht auf dem Spiel. Wir können doch stolz sein, daß es bei uns so eine
hervorragende Arzneimittelversorgung gibt. Qualität hat allerdings ihren Preis. Geschenke (zum Teil von der Industrie und anderen Beteiligten im Gesundheitssystem erpresste) sind die Kassen allerdings gewohnt.
Ich bedanke mich jedenfalls ganz herzlich für das professionelle Engagement.

Community Mitglied 03. Februar 2012, 17:15 Uhr
#1 mann herr spahn

wir apotheker wollen nichts geschenkt haben, lediglich fairness und wettbewerb auf augenhöhe. daher respekt, herr spahn, dass sie das nicht kommentarlos hinnehmen.

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