Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Janina Rauers, 04. Februar 2012, 18:13 Uhr
Grundsätzlich könne etwa überdacht werden, ob die Vergütung an die Rezeptabgabe gekoppelt sein soll, so Spahn. Schließlich umfasse die Leistung der Apotheker mit Beratung und Unterstützung der Patienten weit mehr als das Bedienen von Verordnungen. Berücksichtigt werden könnten unter anderem Leistungen in den Bereichen HIV und Onkologie.
Auch die Vergütung bei der Abgabe von Betäubungsmitteln (BTM) könne angepasst werden, zuletzt sei dies Ende der 1970er Jahre erfolgt. Spahn forderte die Apotheker auf, einen Vorschlag einzureichen: Es sei nicht Aufgabe der Politik, ein System zu entwickeln, das anschließend von der ABDA kritisiert werde.
Ulrike Flach, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG), warnte vor überzogenen Honorarforderungen: Zunächst würden stabile, überzeugende Daten zur Situation der Apotheken benötigt. So werde sichergestellt, dass man sich „nicht nur in demselben Sumpf“ bewege.
apotheke adhoc Debatte 9 Kommentare
Mitdiskutieren#9 Genaue Zahlen der Apotheken?
Von den Kranken Kassen will doch auch keiner genaue Zahlen, da langt die Vermutung, dass man in ein bis zwei Jahren rote Zahlen schreibt, um den Apotheken die Luft ab zu drehen.
Was ist ? Die Kassen machen Milliarden Überschüsse auf unsere Kosten.
Aber wir müssen mit sog. Modell-Apotheken beweisen, dass wir RX- mäsig pleite sind.
So nicht Fr Flach,( der Name ist Programm)
#8
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#7 #5
Politiker verdienen Schelte! Lieber Kollege, denken Sie doch bitte an die wortreichen Erklärungen des Herrn Bahr bevor er Minister wurde. Wir Apotheker sind doch bitte nicht die Steigbügelhalter für ehrgeizige Politiker, die doch unter chronischer Wahlversprechenamnesie leiden!!! Herr Spahn muss vorherbeweisen, ob er mein Vertrauen -Wahlstimme- verdient.Schluß mit den Vorschusslorbeeren.
#6 Falsch Herr Spahn
Die Btm Gebühr wurde nicht zuletzt in den `70igern angepasst.
Sondern durch die MW-Erhöhung von 16% auf 19% sogar abgesenkt.
#5 Nicht Jammern, mitmachen
Wir sind doch schon dabei was zu machen. Jetzt anmelden unter
www.apothekerprotest.de
Schelten wir den Spahn nicht bevor das Jahr rum ist, er ist im Moment unser einziger Freund in der Politik, aber wir dürfen uns nicht mit Peanuts abspeisen lassen. Der Zwangsabschlag muss weg, Dynamisierung muss her, das ist nicht verhandelbar !!
Alles extra machen wir gerne gegen extra Geld.
#4 Flachspahrbahn
@ 3 :
aus Politikersicht : .....besser spät als nie .....
mir will es einfach nicht mehr gelingen, ohne Zynismus zu posten
#3 2013
könnte es für nicht wenige schon zu spät sein.....
#2 Mir auch....
Ich kann mich meiner Vorkommentatorin nur 100 % anschließen. ZU oft sind wir schon um unser vertraglich Vereinbartes betrogen worden. Dass es jemand mal ernst damit ist, uns zu helfen, glaube ich schon lang nicht mehr.
Wahltaktik.
"Die Vergütung bei BTM aus den 70 Jahren könne angepasst werden"...... Könne ?? WOW !!!
Danke , auf eine 200 oder300 %ige Erhöhung auf 26 Cent kann ich dann auch noch verzichten.....
ad Frau Flach : wir haben ja noch nicht mal das Maul aufgemacht, was wird dann schon vor überzogenen Forderungen gewarnt ? Ist das Winseln um Kostendeckung im RX- Bereich schon unbotmäßig ? Oder gar der Ruf nach Kostendeckung plus X ? Wie frech !!
Sagt es doch einfach, dass Ihr die Agenda 15000 anstrebt, wie seinerzeit von Dressler (1993) prophezeit. Dann ist Euer Handeln und Euer Sagen endlich deckungsgleich.
#1 allein fehlt mir der Glaube
So schön, wie sich die Ausführungen des Herrn Spahn auch anhören mögen, fehlt mir die Überzeugung. dass diesmal auch an die wirklichen Bedürfnisse der Apotheker gedacht werden soll. Ich befürchte, dass hier nur Wiedergutmachung oder Besänftigung des Stimmviehs betrieben wird. Oder liebäugelt da jemand mit dem Posten des Gesundheitsministers????
Wenn die Politik und besonders die Mittelstandsnahen Parteien Interesse am Bestand der inhabergeführten Apotheken und den damit verbundenen hauptsächlich Frauenarbeitsplätzen vor Ort hätte, wären die gesetzlichen Veränderungen der letzten Monate nicht so getroffen worden. Die Änderung der ApoBetriebsVO ist auch so ein Signal. Mehrbelastung ohne Ende so dass man sich am Ende wie eine ausgepresste Zitrone fühlt. Als ich vor fast dreißig Jahren Pharmazie studierte, habe ich das aus voller Überzeugung und Berufung getan. Mehrarbeit im Sinne der Patienten kein Thema. Nun aber komme ich mir wie eine ferngesteuerte Marionette vor, an deren Stränge die Politik,die Kammer, der Großhandel und natürlich unsere besonderen Freunde die Krankenkassen..ziehen. Daher bezweifele ich die Wahrhaftigkeit der Aussagen des Herrn Spahn-man wurde halt zu oft belogen und veräppelt!