Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 21. Februar 2012, 15:17 Uhr
Angesichts des drohenden Mangels an Pflegekräften will die Unionsfraktion von einem Pflichtabitur als Grundlage für die Ausbildung nichts wissen: „Wir werden erbitterten Widerstand leisten“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU). Notfalls lasse man es auch auf ein Vertragsverletzungsverfahren ankommen; allerdings gebe es derzeit Anzeichen, dass die EU-Kommission von ihrer Vorgabe abweichen könnte.
Laut Spahn ist derzeit in 25 EU-Mitgliedstaaten der Pflegeausbildung eine 12-jährige Schulzeit vorgeschaltet. Nur in Deutschland und Luxemburg reicht der Hauptschulabschluss. Die EU-Kommission will mit der Neufassung der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie die Pflichtschulzeit harmonisieren.
„Wir brauchen auch Indianer in der Pflege, nicht nur Häuptlinge“, so Spahn. Der Bundestag und auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatten sich bereits gegen ein Pflichtabitur ausgesprochen. Laut Spahn kann die Ausbildung in Deutschland so schlecht nicht sein: Schließlich würden in grenznahen Regionen immer wieder Pflegekräfte aus Deutschland abgeworben.