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Kassenabschlag

Spahn gibt Journalisten Nachhilfe

Benjamin Rohrer, 01. Februar 2012, 14:45 Uhr

  • Angriff auf Medien und Krankenkassen: Jens Spahn (CDU) verteidigt seine Positionen zum Apothekenmarkt.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Heftige Kritik musste die Union für ihr Positionspapier zur AMG-Novelle einstecken: Krankenkassen sowie mehrere Medien sprachen von „Geschenken an die Apotheker- und Pharmalobby“. Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), weist die Vorwürfe zurück: In seinem Internetblog verteidigt er beispielsweise die Ideen zum Kassenabschlag für Apotheker. Die Kritik nennt Spahn „maßlos“, „dreist“ und „problematisch“.

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Weil er in vielen Medien keine Bereitschaft sieht, komplexe Sachverhalte vernünftig zu recherchieren, wird Spahn bildlich: „Stellen wir uns mal vor, ein Zeitungsverlag müsste sparen und legte für seine Journalisten einen Sparbeitrag in Form einer Gehaltskürzung von 3 Prozent für zwei Jahre fest. Wenn dann im dritten Jahr nach der Krise das Gehalt wieder auf die alte Höhe steigt, gäbe es wahrscheinlich höhnisches Gelächter in den Redaktionen, wenn es in Berichten hieße, das wäre jetzt ein Gehalts-Geschenk?“

Genauso verhält es sich aus Spahns Sicht mit dem Kassenabschlag. Da der Zwangsrabatt für 2011 und 2012 auf 2,05 Euro festgelegt wurde, müsse für die neuen Verhandlungen die davor gültige Basis herangezogen werden: „Da aber dieses Offensichtliche anscheinend seitens der Kassen schon wieder in Frage gestellt wird, weil das Gesetz hier angeblich nicht eindeutig sei, ist dies aus unserer Sicht klarzustellen“, erklärt der Unionspolitiker.

Spahn erinnert zudem an die von den Apothekern erbrachten Einsparungen und an die zusätzlichen Belastungen, die sich aus den gekürzten Großhandelskonditionen ergeben: „Das ist zugegebenermaßen kompliziert nachzuvollziehen, macht aber für den einzelnen Apotheker viel Geld aus – und wurde bis heute nie wirklich medial gewürdigt“, schreibt der CDU-Gesundheitsexperte.

Der AOK-Bundesverband hatte die Unions-Positionen zuvor als „Wünsch-dir-was-Liste der Apotheker und Pharmalobby“ betitelt. Spahn gibt zu, einen gewissen Gegenwind erwartet zu haben. „Aber dass es so krass werden würde (übrigens auch in den maßlosen Reaktionen der „Wünsch-Dir-Was“-Kasse AOK), ist bemerkenswert und langsam problematisch.“ Ohnehin seien in dem Papier auch einige Forderungen der Krankenkassen enthalten: „'Union hört auf Krankenkassenlobby' habe ich allerdings nirgends gelesen. Die sind nämlich qua Amt die Gutmenschen, egal wie dreist sie agieren“, wütet der CDU-Politiker.

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apotheke adhoc Debatte 5 Kommentare

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Community Mitglied 01. Februar 2012, 18:37 Uhr
#5 Sehr schön

Was ist denn dabei, sich für einen Minister Bahr in Stellung zu bringen.
Wenn angela schlau ist, bekommt die SPD in der Großen Koalition das Ministerium. Die sind sicher keine APO-Freunde.

Dann schon lieger einen Spahn, der sich aus dem Fenster hängt.

http://www.spahnblog.de/?p=49

Community Mitglied 01. Februar 2012, 15:50 Uhr
#4 alle achtung....

ja ist den schon weihnachten?...äh wahl?
wie wäre es denn, herr spahn, wenn sie den medialen part der würdigung mal anschieben.

Community Mitglied 01. Februar 2012, 15:27 Uhr
#3 bgm im blick

klingt gut, was der herr spahn da sagt - es fehlen noch die taten (vgl. "retaxationsirrsinn"). es scheint, als brächte er sich in position für das wahljahr 2013. herr bahr's stuhl wackelt ... ob das gut oder schlecht ist, wird sich zeigen...

Community Mitglied 01. Februar 2012, 15:14 Uhr
#2 Ich..

..musste mir gerade mal die Augen reiben.. kann ja kaum glauben, was ich da lese..mediale Würdigung unseres Beitrages zur Kostensenkung..hä.?
Wie geil ist der denn drauf?? APPLAUS!! FEUERWERK!! HIER MERKT EINER WAS!! SPAHNII,lass' dich umarmen und komm' mit mir zu
www.apothekerprotest.de HAHA!!

Community Mitglied 01. Februar 2012, 15:07 Uhr
#1 qua Amt die Gutmenschen, egal wie dreist sie agieren

Gefällt mir, was Herr Spahn da sagt. Ich hoffe, es folgen auch Taten.

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