Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 14. September 2010, 13:28 Uhr
Das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) nimmt immer weiter Gestalt an. Nachdem die Gesundheitsexperten der Regierungsfraktionen am ersten Septemberwochenende in Klausur gegangen waren, wird jetzt weiter an den Änderungsanträgen gefeilt. Bei den meisten Vorschlägen herrscht in der Koalition Konsens, andere Punkte sind noch offen. Zur Anpassung der Großhandelszuschlags etwa wird das Bundesgesundheitsministerium (BMG) noch einen Prüfbericht vorlegen.
Weitere Berichte werden demnach vom Ministerium zur Zytostatikaversorgung, zur Heimversorgung mit Blistern sowie zu einer Mehrkostenregelung für Arzneimittel ohne Festbetrag vorgelegt. Ebenfalls noch geprüft wird, inwiefern der Herstellerrabatt auf die PKV übertragen werden kann. Heiß diskutiert wird derzeit noch die Änderung der Packungsgrößenverordnung.
Vorerst zurückgestellt sind die offenen Änderungsanträge zu den Impfstoffpreisen. Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) und die ABDA reichen hierzu Stellungnahmen ein. Ebenfalls zurückgestellt ist ein Antrag zu Patientenberatungsstellen.
Beim Treffen am 5. September wurde bereits abgestimmt, dass auch für Reimporte ein Herstellerabschlag von 16 Prozent gelten soll. Der Preisabstand bleibt demnach bei 15 Euro beziehungsweise 15 Prozent. Die Koalition hatte sich zudem darauf verständigt, dass das BMG eine Rechtsverordnung für die Nutzenbewertung neuer Wirkstoffe erlässt.
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