PHOENIX - Apotheken Management Center Regeneratio B12® APOTHEKE ADHOC Stellenmarkt
Wort & Bild Verlag
ACA Müller ADAG Pharma AG
APOTHEKE ADHOC - Quiz
Expertenrunde

Rebscher sieht Rabattverträge kritisch

Alexander Müller, 30. Januar 2008, 17:24 Uhr

  • Kein Grund zum Jubel: DAK-Chef Professor Dr. Herbert Rebscher kritisierte, dass der Markt überreguliert sei.Foto: Elke Hinkelbein
Anzeige Bewerben Sie sich jetzt!
Berlin -

Der Vorstandsvorsitzender der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK), Professor Dr. Herbert Rebscher, hat sich auf einer Veranstaltung des Branchenverbandes Pro Generika kritisch zu den Rabattverträgen geäußert: „Fakt ist, dass es mit den Rabattverträgen auf dem Generikamarkt erhebliche Umschichtungen gab. Ob das am Ende ökonomische Vorteile bringt, wird sich zeigen“, so Rebscher.

Die Rabattverträge seien jedoch nur ein kleines Segment, das Dynamik erzeugen könne. Es gebe „keinen Anlass zu naivem Jubel“, denn 90 Prozent des Marktes seien nach wie vor stark reguliert, kritisierte Rebscher. Das GKV-WSG bezeichnete er als „das größte Regulierungsgesetz der letzten 20 Jahre“.

Für die Hersteller haben die Rabattverträge unterschiedliche Auswirkungen: Wolfgang Späth, Hexal-Vorstandsmitglied und Vorsitzender bei Pro Generika, bemängelte die fehlende Planungssicherheit in der Generikaindustrie. Ganz anders sieht das Michael Ewers, Geschäftsführer von Teva Deutschland: „Die Kunden-Lieferanten-Beziehungen waren geschlossen und mussten mit den Rabattverträgen aufgebrochen werden. Diese Chance haben wir ergriffen.“ Der weltgrößte Generikahersteller Teva hatte erst über die wirkstoffbezogene Ausschreibung der AOK auf dem deutschen Markt Fuß fassen können. Hexal hat sich dagegen auf Portfolioverträge mit mehreren Kassen konzentriert.

„Eine Abschätzung der Gesetzesfolgen hat nicht stattgefunden“, kritisierte Pro Generika-Geschäftsführer Peter Schmidt. Die Konzeptlosigkeit des Gesetzgebers habe zu einem „Gestrüpp an Regulierungen“ geführt, durch das niemand mehr durchblicke, so Schmidt. Auch der Vorsitzender des Sachverständigenrates, Professor Dr. Eberhard Wille, bemängelte, dass „Interdependenzen zwischen den verschiedenen Regulierungen wie Richtgrößen, Rabattverträgen und Importquoten“ nicht erkannt worden seien.

Lesen Sie auch

Neuere Artikel zum Thema

Sie müssen sich zuerst anmelden um an der Diskussion teilnehmen zu können
Anzeige APO-Audit: Jetzt anmelden!

Newsletter

Newsletter kostenlos abonnieren

Anzeige
Jetzt verfügbar

Verkaufsstart von Regeneratio B12® Mehr

Kommentar

Der Wahn des Großkunden

Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr

Facebook - Fanblock

Porträt

Der Tag der Apotheke

Am 10. September 1998 fand der Tag der Apotheke zum ersten Mal statt, damals unter dem Motto „Ihre Apotheke macht's möglich“. Seitdem informieren Apotheker jedes Jahr über verschiedene Themen. Die... Mehr

Weiteres