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Privatkassen boykottieren eGK

dpa/APOTHEKE ADHOC, 02. Juli 2009, 12:17 Uhr

Berlin -

Die private Krankenversicherung (PKV) boykottiert die weitere Verbreitung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Man werde in Testregionen keine Karten mehr ausgeben, teilte der PKV-Verband mit. Alle laufenden Tests sollen unterbrochen werden. An den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur für den geplanten Basis-Rollout werde sich die PKV vorerst nicht mehr beteiligen, sagte der Direktor des PKV-Verbands, Volker Leienbach.

Als Grund führte der Verband die Umgleichbehandlung gegenüber der GKV an: Anders als bei gesetzlich Versicherten seien Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Kliniken bei Privatpatienten bislang nicht verpflichtet, die Karte anzunehmen und zu verwenden. Damit hänge der Erfolg der Karte „einzig vom Guten Willen der Leistungserbringer ab, so Leienbach.

„Dieser Zustand ist nicht hinnehmbar“, sagte Leienbach. Ohne verpflichtende Anwendung der Karte seien die Ausgaben für den Aufbau der Infrastruktur von bis zu 360 Millionen Euro nicht zu verantworten. Bislang erhielten 3700 Privatversicherte in sieben Testregionen Karten.

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