Krankenkassen

Union lehnt Kartellrecht für Kassen ab APOTHEKE ADHOC, 21.05.2012 11:10 Uhr

Berlin - Die FDP will die Krankenkassen stärker dem Wettbewerbsrecht unterstellen, das Kartellverbot soll künftig auch für das Verhältnis der Kassen untereinander und zu den Versicherten gelten. Die Union lehnt eine Ausweitung des Kartellrechts ab. Der Vize-Fraktionschef der Union, Johannes Singhammer (CSU), fordert nun, das Vorhaben zu stoppen und sich zunächst gründlich zu beraten.

Der „Berliner Zeitung“ zufolge hat sich Singhammer in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gewandt und die Neuregelung kritisiert: „Die beabsichtigten Regelungen schaffen deutlich mehr Probleme als sie lösen“, zitiert die Zeitung aus dem Brief. Singhammer befürchte, die Ausweitung des Kartellrechts führe zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit.

Damit unterstützt Singhammer ein Argument der Kassen, die sich ebenfalls gegen die Aufsicht wehren: Da sie in vielen Bereichen gesetzlich zur Zusammenarbeit verpflichtet sind, befürchten die Krankenkassen Konflikte durch das Kartellrecht.

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Ältere Kommentare lesen 1 Kommentar
  • 21.Mai 2012, 17:46Uhr
    Community Mitglied

    #1Es ist gerade diese "Rechtsunsicherheit" für wenige

    -die Oligopolisten davon abhält, sich noch dreister und offener untereinander abzustimmen. -uns (hoffentlich) vor vertikalen Konzernen ( a la Fresenius ) schützt. Sie ist gewollt, weil sie die Rechte vieler (Verbraucher) schützt. Aber warum sollte das, was sonst als richtig erachtet wird, für die GKV gelten? Wäre ja mal ganz was neues.

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