Storm will Heim-Beauftragten dpa, 22.06.2012 16:33 Uhr
Berlin - Die saarländische Landesregierung hat erste Konsequenzen aus dem mutmaßlichen Pflegeskandal in einem Seniorenheim gezogen. Sozial- und Gesundheitsminister Andreas Storm (CDU) kündigte an, man werde einen Pflegebeauftragten einsetzen. Dieser soll nach der Sommerpause vom Landtag gewählt werden und ein direkter Ansprechpartner für Bewohner von Pflegeheimen und deren Angehörige sein.
Zwei Pfleger sollen in dem Seniorenzentrum in Elversberg bei Saarbrücken hilflose Senioren misshandelt haben. Es soll auch zwei Todesfälle gegeben haben. Storm sprach vom „schwersten Pflegeskandal“ in der Geschichte des Landes.
Die Deutsche Hospiz Stiftung hatte zuvor ein schärferes Vorgehen gefordert. Es müssten Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften eingerichtet werden, um die Täter konsequent verfolgen zu können, erklärte Vorstand Eugen Brysch. Auch stelle sich die Frage nach dem Nutzen der regelmäßigen Kontrollen, die der Medizinische Dienst der Krankenkassen in Heimen mache.
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