Spezial-Staatsanwälte für Pflegeheime dpa, 22.06.2012 14:11 Uhr
Berlin - Die Deutsche Hospiz Stiftung hat angesichts der Vorwürfe von schweren Misshandlungen auf einer Pflegestation im Saarland ein schärferes Vorgehen gefordert. Es müssten Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften eingerichtet werden, um die Täter konsequent verfolgen zu können, erklärte Vorstand Eugen Brysch. Auch stelle sich die Frage nach dem Nutzen der regelmäßigen Kontrollen, die der Medizinische Dienst der Krankenkassen in Heimen mache.
Im saarländischen Fall waren monatelange Misshandlungen bei einer Überprüfung eines Seniorenzentrums nicht aufgefallen. „Es müssen schon viele Menschen wegschauen, wenn so lange unbemerkt bleibt, dass Pflegekräfte über einen längeren Zeitraum Patienten auf grausame Weise quälen“, sagte Brysch.
Zwei Pflegern wird vorgeworfen, in dem Zentrum rund ein Dutzend hilflose Patienten massiv misshandelt zu haben. Dabei soll es zu zwei Todesfällen gekommen sein.
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#1letzlich geht es nur ums Geld
Es ist erschreckend, dass man für ein solches Thema (die Pflege alter Menschen) schon eine Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft benötigt. Da ist es scheinbar doch nicht soweit her mit unseren tollen christlichen Traditionen, die von konservativer Seite immer so sehr beschworen werden. Die jetzt eingeführte "Förderung" der privaten Pflegeversicherung ist ja auch nur ein Feigenblatt, um möglichst viele Menschen in die Arme der Versicherungskonzerne zu treiben. Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat bereits davor gewarnt, dass man erstmal mit Billigetarifen (plus Förderung) werben möchte und dann massiv die Preise erhöhen wird (Quelle: http://pflegeversicherung-test.net/kar-lauterbach-pflegeversicherung-abzocke-durch-billig-tarife/ ). Es ist wie immer in unserer Gesellschaft, es geht nur ums Geld.