Universität Leipzig

SPD: „Schwarz-Gelb kürzt sich Apothekermangel herbei“ APOTHEKE ADHOC, 23.04.2012 17:52 Uhr

Berlin - In Sachsen kämpft die SPD weiter für den Erhalt des Pharmazieinstituts an der Universität Leipzig. Die Sozialdemokraten fühlen sich von der heutigen öffentlichen Anhörung vor dem Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule des Landtags bestätigt. Die SPD hatte zuvor einen Antrag eingebracht, um die Schließung des Instituts abzuwenden.

„Die angehörten Experten waren sich einig: Sachsen organisiert sich das nächste Fachkräfte-Problem, wenn das Pharmazeutische Institut der Universität Leipzig geschlossen wird“, sagte Holger Mann, Sprecher für Hochschule und Wissenschaft der SPD-Fraktion. Denn eine hohe Übereinstimmung zwischen Studienstandort, Studienwahl und späterer Berufstätigkeit sei klar erkennbar. „Werden in Sachsen keine Pharmazeuten und Apotheker ausgebildet, werden sie uns schon bald fehlen“, warnt Mann.

„Schwarzgelb sollte daher das Pharmazeutische Institut erhalten, um die Apothekerausbildung in Sachsen abzusichern“, fordert Mann. Die dafür erforderlichen zwei Millionen Euro pro Jahr seien gut angelegtes Geld. „Bleibt die Staatsregierung jedoch bei ihren Kürzungsplänen, kürzt sie sich den Apothekermangel herbei.“

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Ältere Kommentare lesen 4 Kommentare
  • 24.April 2012, 10:15Uhr
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    #4 Mehr gesunde Apotheken auf dem flachen Land !

    Wenn es wegen der Alterung der Bevölkerung Ziel der Politik und der Ärzteorganisationen ist, das pro Hausarzt nur noch 1500 Patienten zu behandeln sind anstatt 1700 wie zur Zeit, dann muss auch die Zahl der Apotheken steigen, vor allem auf dem flachen Land. Es wäre schlimm, wenn die Versandapotheken dadurch ihre Daseinsberechtigung immer stärker propagieren könnten. Das wäre ein Downtrading der gesamten Pharmazie!! Wollen wir, will die Politik,---will die Gesellschaft wirklich einen Heilberuf Apotheker, oder will sie einen etwas besser ausgebildeten Pharmakaufmann? Die Versender stehen auf keinen Fall für den HEILBERUF APOTHEKER. Dafür arbeiten in solchen Läden viel zu wenige ApothekerInnen. In der neuen Apothekenbetriebsordnung hat man es verpasst, den Versendern ein gesundes Verhältnis von ApothekerInnen, PTAs, PKAs und sonstigem Personal vorzuschreiben!!! DARUM: Wenn wir bessere MEDIZIN wollen, brauchen wir auch bessere PHARMAZIE.--- DENN: Die Ärzte können Pharmazie nicht, und Versender machen keine Pharmazie im wirklichen Sinn!!

  • 24.April 2012, 10:10Uhr
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    #3Halle vor der Tür

    Die sächsischen Pharmaziestudenten kommen dann halt nach Halle rüber. Die, die es in Leipzig ins Studiumgeschafft haben, haben in der Regel so gute Vorleistungen im Abi, dass sie locker die Studenten mit 2.5 bis 3.0 Abi in Halle verdrängen können. Und dafür bekommen sie ein Studium ohne große Wege, wo fast alle Lehrveranstaltungen in 2 Gebäuden mit 10 min Abstand sind. Kein schlechter Deal. Abgesehen davon sind in Halle schon jetzt ca. die gleiche Menge an sächsischen Studenten in der Pharmazie wie in Leipzig insgesamt in dem Bereich. Und die werden wohl kaum in Halle bleiben. Die Sachsen, die Pharmazie machen wollen, machen das auch weiter. @1: Kein Tarifvertrag geht wirklich nicht. Wobei das eher weniger die Apotheker trifft. Mehr das Personal in schlechterer Verhandlungsposition.

  • 24.April 2012, 09:22Uhr
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    #2Macht doch nichts....

    ...wenn demnächst jede dritte Apotheke schließt, werden auch nicht mehr so viele Apotheker gebraucht. Da passt doch alles zusammen. Warum soll man junge Leute einen Beruf lernen lassen, mit dem sie dann nichts anfangen können. Ich finde da ist unsere Regierung wenigstens konsequent.

  • 24.April 2012, 08:28Uhr
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    #1Tarifvertrag

    Wir wärs mal mit einem Tarifvertrag für die Angestellten ? Wär doch ein Anfang gegen den Personalmangel. Die SPD sollte sich auch mal über die Situation genau erkundigen.

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