ABDA/KBV-Modell

Spahn wartet auf Ärzte und Apotheker Benjamin Rohrer, 20.04.2012 11:15 Uhr

Berlin - Die Union will, dass das ABDA/KBV-Modell noch in diesem Jahr in einer Testregion umgesetzt wird. „Es wäre schön, wenn es innerhalb des Jahres erste Ergebnisse gibt“, sagte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn beim Euroforum-Kongress „Apotheke 2012“ in Berlin. Offensichtlich ist man in der Union unzufrieden mit dem derzeitigen Verhandlungsstand: Apotheker und Ärzte müssten sich mittlerweile die Frage gefallen lassen: „Wie weit seid ihr?“ Spahn jedenfalls kommt zu dem Schluss: „Das Gesetz ist seit Januar in Kraft, im Moment ist aber noch nicht besonders viel passiert.“

Aus Sicht des gesundheitspolitischen Sprechers der Unionsfraktion liegt die Verzögerung an der Abstimmung zwischen den Heilbruflern: „An den Kassen kann es ja nicht liegen, denn die können wir ja jetzt zwingen“, so Spahn mit Bezug auf die im Versorgungsstrukturgesetz (VStG) verankerte Schiedsstellenregelung.

Die Kritik der Kassen, zwangsweise an dem Konzept mitmachen zu müssen, lässt Spahn kalt: „Wir wollten Ärzten und Apothekern die Chance geben, die vorgerechneten Kosteneinsparungen zumindest in einer Modellregion zu zeigen.“ Deshalb habe man es möglich gemacht, die Kooperation der Kassen zur Not auch zu erzwingen. „Wir haben uns auch bewusst nicht eine Modellregion ausgesucht, das wäre nämlich eine politische Herausforderung gewesen“, so Spahn weiter.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 6 Kommentare
  • 21.April 2012, 15:23Uhr
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    #6an 1, Spahn und Konsortien

    haben einen ganzen Berufsstand mit ihrem Wahlprogramm belogen und betrogen. Solchen Halunken hätten sie vor langer Zeit auch schnell mal einen Kopf kürzer gemacht !!!

  • 20.April 2012, 17:09Uhr
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    #5Die Verzögerung....

    ... liegt zwar zum Teil auch in der Abstimmung zwischen den Heilberufen begründet. Ursache dafür sind aber mal wieder unpräzise und interpretationsbedürftige ( zu deutsch: schlampige ) Vorgaben des Gesetzgebers, der es mal eben versäumt hat, die finanziellen Rahmenbedingungen festzulegen. Was es aber bedeutet, die Vergütung solcher Leistungen ausschließlich in die Hand der Selbstverwaltungen zu legen, erleben wir seit Jahren beim Kassenrabatt. Eine "ausgequetschte Zitrone" wird wohl kaum noch in Vorleistung gehen können.

  • 20.April 2012, 12:22Uhr
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    #4Spahn, Spahn, Spahn

    Ich höre immer nur Spahn und CDU. Hat die FDP jetzt endgültig kapituliert. Bekleidet Herr Bahr überhaupt noch sein Amt. Mit dieser Regierung hat man das Gefühlt Mieter in einem vertragsfreien Zustand zu sein.

  • 20.April 2012, 12:08Uhr
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    #3wie die zeit vergeht

    ich warte seit jahren auf das pick up verbot.

  • 20.April 2012, 11:59Uhr
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    #2das verstehe einer

    gerade chroniker und patienten mit multimedikation sollen erfasst werden. wie wäre es mit pick up oder versand? die sind toll, billig, haben ein telefon und und und.......... warum die apotheke vorort?... die will doch so richtig keiner.

  • 20.April 2012, 11:51Uhr
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    #1dann haben wir ja ein Unentschieden

    denn wir warten auf Herrn Spahn. Das im Koalitionsvertrag verabredete Verbot von Pick-Up steht nunmehr 3 Jahre im Vertrag und bis heute ist rein GAR NICHTS passiert. Es ist immer leicht, Vorwürfe zu formulieren. Mehr Leistung ist aber eben immer eine Frage zwischen Daumen und Zeigefinger! Letztendlich ist doch die Existenzberechtigung der Vor-Ort-Apotheke im momentanen politischen Klima in Frage gestellt, das Arzt-Apotheker-Modell erscheint mir hier als Rolf-Benz-Möbel im IKEA-Haus. Ich frage mich auch geradeheraus, wie denn die Doktoren mit den vielen Versandapotheken und Pick-Uppern kommunizieren, die ja so unabdingbar für die mangelversorgte Bevölkerung 24/7 da sind..??

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