GKV-Finanzen

Spahn: Kassen verbrennen Geld dpa, 09.06.2012 10:46 Uhr

Berlin - Angesichts von Milliarden-Reserven in der gesetzlichen Krankenversicherung wirft der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn den Krankenkassen vor, nicht sorgfältig genug mit dem Geld der Versicherten umzugehen. „Die Kassen verbrennen Geld“, sagte der Bundestagsabgeordnete der Zeitung „Die Welt“. Gemeint ist die Inflation, die Erträge aus den Geldanlagen der Kassen laut Spahn aufzehren: „Es ist sinnvoller, Prämien an Versicherte auszuschütten, als es für 1 Prozent Zinsen mit Wertverlust anzulegen.“

Eine Prämienausschüttung lehnen die Krankenkassen bislang ab. Nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes verfügen sie derzeit über zehn Milliarden Euro Rücklagen. Sie dürfen sie laut Sozialgesetzbuch nur in bestimmte, sehr sichere Anlagen investieren. Der Durchschnitts-Zins für deutsche öffentliche Anleihen, die sogenannte Umlaufrendite, liegt aktuell bei 1,05 Prozent, schreibt „Die Welt“.

Die Chefin des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, will zwar die Reserven nicht „dauerhaft aufwachsen“ lassen, findet aber Rückstellungen notwendig – zumal man nicht wisse, wie sich die Konjunktur entwickele und welche Wahlgeschenke es geben werde. Außerdem müssten Prämien von den Beitragszahlern versteuert werden.

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Ältere Kommentare lesen 1 Kommentar
  • 11.Juni 2012, 17:30Uhr
    Community Mitglied

    #1Volkswirtschaftlich betrachtet...

    ....eine gigantische Geldverschiebung von den Leistungserbringern zu den Banken! Selbst unter der Voraussetzung, dass nur jeder zehnte Leistungserbringer infolge der "Sonderopfer" seinen Kontokorrent in Anspruch nehmen muss.

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