KBV/ABDA-Modell

Spahn: Chance für Ärzte und Apotheker Patrick Hollstein, 28.09.2011 15:37 Uhr

Berlin - Der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn (CDU), hat den von Ärzten und Apothekern geplanten Medikationskatalog verteidigt: Er sei dafür, den Vorschlag in einer Modellregion zu erproben, sagte er heute bei der Jahresversammlung des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH). „Apotheker und Ärzte haben eine Chance sich zu beweisen, danach kann man über eine Ausweitung nachdenken“, sagte Spahn.

Ziel sei es, in einer Testregion die Behauptung zu prüfen, dass ein Medikationskatalog für die Beteiligten besser zu handhaben sei und gleichzeitig Einsparungen und Verbesserungen für die Versorgung bringe, so Spahn. Deswegen sollte das Modell aus seiner Sicht nicht gleich in der gesamten Republik eingeführt werden.

Der CDU-Politiker stellte klar, dass die gesetzliche Grundlage für ein solches Modell schon heute gegeben sei, nur seien sich Krankenkassen, Apotheker und Ärzte nicht einig. „Ich bin offen für Vorschläge und Stellungnahmen, insbesondere was das Zusammenspiel mit den Rabattverträgen angeht“, so Spahn. Ohnehin habe die Koalition nicht das KBV/ABDA-Modell in Reinform übernommen, sondern arbeite an einer eigenen Fassung.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 3 Kommentare
  • 29.September 2011, 09:37Uhr
    Community Mitglied

    #3Vorschläge aus der Apothekerschaft einarbeiten...

    ... man könnte:..... 1. "Zeitraumverordnungen" zum Beispiel auch zur Wiederholung einführen.--- Rezeptkopien der Patienten abrechnen oder Kostenerstattung ( bei Offenlegeung der Rabatte). Dann würde auch die hohe Zahl der Arztbesuche inb Deutschland auf ein normales Maß zurückgeführt. ( Deutschland z.Zt 18, Schweden nur 4 pro Jahr). Für die Erstellung und Pflege des Medikationsplans bliebe dann noch genügend Geld für die Apotheken frei. Aber dafür müsste ins Versorgungsgesetz dann auch eine deutliche Erhöhung der 8.10 Euro Honorar für solche Fälle verankert werden. -- 2. Nicht nur eine Modellregion...., sondern Einführung flächendeckend, wobei Apotheken oder/und Ärzte Patienten für das Programm strukturiert einwerben. Als Anreiz ist eine Vergütung für den Patienten drin, wie bei den Hausarztverträgen wo zum Beispiel keine Praxisgebühr fällig wird. In den Apotheken könnten solche Patienten von der Zuzahlung befreit werden!!. .... Es gibt noch Vieles. ---- Wer hat noch mehr Vorschläge für Spahn??? ---Aber dann auch bitte umsetzen, liebe Politiker!!!!

  • 29.September 2011, 07:16Uhr
    Community Mitglied

    #2Mir schwebt dabei folgendes Modell vor:

    Der Arzt verordnet weiterhin irgendein Präparat von XY-Pharma. Der Apotheker bedient den weiterhin bestehenden Rabattvertrag und wird zur Steigerung der Compliance ohne Vergütung dazu verpflichtet, einen Medikationsplan zu erstellen und dem Patienten mitzugeben. So haben alle ihr Ziel erreicht, oder?

  • 28.September 2011, 15:59Uhr
    Community Mitglied

    #1Ach du Scheiße ....

    ... eine eigene Fassung. Das wird bestimmt ganz toll !! Mal eine bescheidene Frage: Warum wurden die Rabattverträge nicht auf Auswirkungen getestet ? Warum müssen die Kassen dazu nicht ihre Zahlen offen legen ? Irgendwie habe ich da schon wieder ein ganz schlechtes Gefühl.

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