DAV-Wirtschaftsforum

Spahn: Apotheken bekommen nicht mehr als Kliniken Benjamin Rohrer, 26.04.2012 16:18 Uhr

Potsdam - Dass die Apotheker mehr Geld brauchen, hat man auch in der Politik erkannt. Doch wo und um wie viel die Vergütung erhöht wird, das ist noch unklar. Mehr als für die Krankenhäuser wird es jedenfalls nicht geben: „Die Kliniken bekommen als im Vergleich größerer Kostenblock 300 Millionen Euro Tarifausgleich“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), beim DAV-Wirtschaftsforum in Potsdam. „Wenn wir den Apotheken jetzt 600 Millionen Euro geben – wie soll das funktionieren?“ Diese Summe könnten die Apotheker definitv nicht erwarten.

Die ABDA hatte Ende März eine Erhöhung des Fixhonorars auf 9,14 Euro gefordert – in der Summe wären dies 624 Millionen Euro. Alternativ fordern die Apotheker eine Anhebung der Rezeptur- und BTM-Gebühren. Zudem müsse eine pauschale Vergütung des Nacht- und Notdienstes eingeführt werden.

Laut Spahn laufen die Apotheker Gefahr zu überziehen: „Sie müssen uns endlich genau sagen, was Sie wollen. Wenn Sie zu viele Bälle in der Luft haben, dann könnten am Ende alle herunterfallen“, so Spahn mit Blick auf den weit gefächerten Forderungskatalog der ABDA. „Wir werden nicht mehr als eine Maßnahme durchführen. Die Apotheken sind nicht die ganze Welt.“

„Sehr geärgert“ hat sich Spahn nach eigener Aussage über die Stellungnahme des Bundesinnenministeriums (BMI) zum Thema Pick-up: „Dieses Gutachten ist gar nicht akzeptabel. Ich möchte aber betonen, dass es von Beamtenebene kommt und nicht die Meinung der Koalition widerspiegelt.“ Hierzu werde es noch eine Klarstellung geben.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 16 Kommentare
  • 16.Mai 2012, 16:48Uhr
    Community Mitglied

    #16Markus Junker

    Die Anhebung der Vergütung zu fordern (ohne Anhebung des Abschlages!) ist das einzig Wahre. Pauschalen für Rezeptur verteuert auch die privat gekaufte Rezeptur, so dass kein Kunde das mehr bezahlt. Und Pauschalen für Nachtdienst, BTM etc. würde dann von der Politik so niedrig angesetzt, dass es nicht auskömmlich waere, und auch keine Alternative zur Anpassung der Vergütung. Ist oft schon so gelaufen, dass man den Apothekern "Glasperlen" gegeben hat wie früher den Eingeborenen. Dann kann sich die Politik beweihräuchern wie großzügig sie doch gewesen ist.

  • 9.Mai 2012, 17:56Uhr
    Community Mitglied

    #15

    Dieser Kommentar wurde entfernt.

  • 9.Mai 2012, 17:55Uhr
    Community Mitglied

    #14Der Spahn und an Nr. 5

    Ich habe keine Lust mehr auf sachliche Diskussionen ... Wenn die Dinge tatsächlich "sachlich" laufen würden, hätten wir alle keine Probleme... Das Gewäsch der "Gesunheitsexperten" der etablierten, gleichgeschalteten Parteien dient hauptsächlich wahltaktischem Kalkül....und Fresenius/Rhön usw. Und ich kann sehen, wohin uns die "Sachlichkeit" bisher gebracht hat... Das wissen wir wohl alle... Aber glauben Sie ruhig weiter an die Märchen und Beschwichtigungen.. Schlafen Sie weiter Ihren Mainstream-gebrieften Schlaf.. Wenn Politiker wieder anfangen tatsächlich diesem Volk zu dienen, wie Sie es einst schworen, dann wird wieder Platz sein, für Sachlichkeit...

  • 28.April 2012, 13:35Uhr
    Community Mitglied

    #13# 10

    Das Bedrückende an unseren Standervertreter ist, dass sie sogar selbst glauben, was sie als Durchhalteparolen und Worthülsen von sich geben. Hey, wie sieht denn Plan B aus?

  • 27.April 2012, 19:59Uhr
    Community Mitglied

    #12Beim Verhandlungsgeschick der ABDA

    und ihren "Alternativ-Vorschlägen" kann man nur hoffen, das die Apotheker nicht mit der Anhebung der Btm-Gebühr und des Rezepturzuschlages um wenige Cent abgespeist werden und die Absekung des Kassenabschlags bzw. richtigerweise die Anhebung der Fixpauschale den "Bach hinunter läuft". Da muß man Herrn Spahn ja dankbar sein, das er aufmerksam macht, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren! Man darf gespannt sein...

  • 27.April 2012, 08:47Uhr
    Community Mitglied

    #11Kann ja sein das

    die Politik (i.V. Herr Spahn) hier was zu erkennen gibt, ich kann aber beileibe noch keine Bewegung erkennen. Man hat auch schon sehr gehofft als die Politik (der Bundesrat) zu erkennen gab, mit dem Arzneimittelversand ist man nicht glücklich, na und, was ist passiert oder wird noch passieren; NICHTS Deshalb hält sich meine Euphorie auch hier wieder sehr in Grenzen.

  • 27.April 2012, 07:39Uhr
    Community Mitglied

    #10Fritz Becker den Rücken stärken!

    Nachdem die Politik nun eindeutig zu erkennen gibt, daß man die Notwendigkeit der Honorarverbesserung bei uns Apotheken sieht und man offensichtlich gewillt ist, in unserem Sinne tätig zu werden, sollte man Fritz Becker tatkräftig unterstützen. Beschimpfungen und Polemik sind völlig unangebracht. Und Herr Spahn macht seinen Job. Überlegt, schlau und aus Sicht der Politik. Am Ende wird man sich einigen. Den Kollegen Fischer und Flor ist vollumfänglich zuzustimmen. Lieber Fritz! Dranbleiben - wir drücken alle Daumen dieser Welt!

  • 27.April 2012, 07:13Uhr
    Community Mitglied

    #9trotzdem

    ist es doch so, dass wir diese Reden mit teilweisen Versprechungen an die Apothekerschaft und gleichzeitigen Beschwichtigungen schon kennen. Damals kamen diese Reden der Versprechungen von einer gelben Partei und die Beschwichtigungen und Begründungen warum es dann doch nicht geht von der gleichen PArtei nachdem diese ihr Wahlziel erreicht hatte. Ich denke auch das es Zeit ist gegenüber der Politik eine härtere Gangart einzuschlagen, wenn es sein muß auch erstmal gegen die Standesvertetungen der Apotheker. Ich kann immer noch nicht erkennen, dass sich hier politisch etwas bewegt genausowenig wie auf der Ebene der Standesvertretungen. Insofern verstehe ich auch Reaktionen, die heftig ausfallen. Ja Herr Spahn ist schlau, aber wem nutzt diese Schläue, den Apothekern bis jetzt nicht. Ich kann bis jetzt nur Eigennutz erkennen. Die Apotheker haben viele sachliche Argumente, aber die will keiner hören oder diese werden ignoriert, verdreht oder geleugnet. Das sind doch schon wieder versteckte oder offene Drohungen der Politik ( i.V. Herr Spahn) stillzuhalten weil sonst gar nichts passiert.

  • 26.April 2012, 21:21Uhr
    Community Mitglied

    #8Ich hoffe sehr

    dass auch Herr Becker in der Diskussion darauf hingewiesen hat, dass die Kliniken eben nicht seit 2004 leer ausgegangen sind. SO geht das Herr Spahn. Das ist argumentativ gar nicht so schwer..

  • 26.April 2012, 20:48Uhr
    Community Mitglied

    #7Ruhig Blut

    Spahn ist meiner Meinung nach gar nicht so dumm. Wir sind auch (oder zumindest ein Teil von uns) erfahrene Händler. Man stellt eine Forderung, die andere Seite bietet die Hälfte, man redet und versucht, einen Nenner zu finden und einigt sich nach schwierigen Verhandlungen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Spahn die Krankenkassen im Nacken sitzen, die uns gar nichts geben wollen. Da sind die 300 Mio. wenigstens eine VB. Wenn es am Ende noch 350 werden und eine pauschale Notdienstvergütung, können wir uns glücklich schätzen. Gesetzt den Fall, Spahn bleibt bei der Basis von 1,75€ Abschlag, sonst wäre das ein faules Ei. 180Mio + 350Mio sind schon 530 besser als jetzt. Da würde ich dann den besseren Notdienst gar nicht mehr fordern. Vor allem würde das auch die Urteilsfindung vor dem LSG BB günstig beeinflussen. Positiv denken und keine Chancen verschenken!

  • 26.April 2012, 20:11Uhr
    Community Mitglied

    #6Dann will/darf/kann..

    ..er dieses Ressort nicht besetzen. Wir sind doch hier nicht in der Muppet-Show! Es geht hier um echte Existenzen, um echte Arbeitsplätze, um echte Familienmütter, die Geld nach Hause bringen müssen!! Wir sind echte, qualifizierte Leistungserbringer--aber ohne Wert für diese Gesellschaft! Es wird der Tag kommen, da importiert die Politik Apotheker aus dem Ausland, denn ihren eigenen Nachwuchs vergrault sie durch Apotheken-Bashing oder sie bildet ihn gar nicht mehr aus (siehe Leipzig)! Da der allgemeine Politiker vielleicht nur in Legislaturperioden denkt, ist dieser Weitblick vielleicht nicht geübt..wie schade! Die Schweiz muss nun diesen Weg gehen und sucht jetzt für teuer Geld Fachpersonal - und nichts anderes sind wir..Fachpersonal!! Und eines Tages werdet ihr uns vermissen..dann sind wir in der Schweiz und müssen uns nicht mehr anätzen lassen!

  • 26.April 2012, 19:38Uhr
    Community Mitglied

    #5@ #4 Ist da Absicht?

    Sind Sie auch zu einer sachlichen Diskussion in der Lage? Bei allem (kollegialem?) Respekt, wenn Sie inhaltlich nichts beizutragen haben, dann behalten Sie doch bitte Ihre Beleidigungen für sich. Argumente haben die Apotheker mehr als genug, oder - um in Herrn Spahns Bildsprache zu bleiben - einen ganzen Tennisballeimer voll! Und glauben Sie es ruhig, er kennt Sie sogar und weiß um unserer Situation! Er will/darf/kann es halt nur nicht zugeben.

  • 26.April 2012, 18:19Uhr
    Community Mitglied

    #4Der Spahn..

    ist doch auch nur ein weiterer korrupter Schwätzer...

  • 26.April 2012, 17:40Uhr
    Community Mitglied

    #3verhältnismäßigkeit beachten....

    ...die kleinen zwischenfragen seien erlaubt: wie häufig und in welcher höhe haben eigentlich die krankenhäuser in den letzten jahren mehr geld bekommen? wie häufig wurden in den letzten jahren eigentlich die bezüge der politiker angepasst? und.....wie häufig ist das bei den apothekern passiert? herr spahn verliert die übersicht scheinbar schon bei 2 bällen.

  • 26.April 2012, 17:32Uhr
    Community Mitglied

    #2ad Spahn

    und nach den Wahlen heißt es wieder : Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Die ABDA sollte es einmal den Gewerkschaften nachmachen und sich mit so etwas wie eine Urabstimmung über Streikmasnahmen ins öffentliche Bewußtsein bringen.

  • 26.April 2012, 16:38Uhr
    Community Mitglied

    #12 Bälle zu viel für Herrn Spahn?

    Hallo Herr SPAHN wieviel Erhöhungen und welchje Beträge haben die Krankenhäuser in den letzten 8 Jaren bekommen.Bitte Nachrechnen. Wir nämlich nichts! Folglich könnten wir jetzt auch einen höheren Betrag erhalten um mit einer Null (bezogen auf die letzten Jahre) aus den Verhandlungen zu gehen. Übrigens wir reden zum Ersten von einer Honoraranpassung für Leistungen welche nicht mehr kostendeckend betrieben werden können Rezeptur/BTM/ Notdienst. Zum Zweiten brauchen wir Geld um die normale Teuerung der letzten Jahre aufzufangen. Das sind genau 2 Bälle welche sich in der Luft befinden! Und wir reden somit noch nicht über mehr Verdienst, sondern nur darüber nicht andauernd noch weniger zu verdienen...wir haben ja die Belastung durch AMNOG (Rabattverbot, Sonderopfer Kassenabschlag,Mehrbürokratie...) auch noch.

Mehr aus Ressort