Nordrhein-Westfalen

PTA-Schulen im Wahlkampf Alexander Müller, 27.04.2012 15:27 Uhr

Berlin - Das Überleben von fünf PTA-Schulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) steht weiter auf der Kippe. Zwar hat das Gesundheitsministerium des Landes die Fördergelder für das erste Halbjahr kurzfristig freigegeben. Doch ab dem kommenden Herbst sollen die Landesmittel komplett gestrichen werden. Der Trägerverein der fünf Schulen in Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen, Minden, Paderborn und Siegen hat am vergangenen Samstag alle Parteien angeschrieben und um ein klares Bekenntnis gebeten.

Derzeit fördert das Land die PTA-Schulen mit jährlich knapp 1,4 Millionen Euro. Der Betrag von 73 Euro pro Ausbildungsplatz und Monat sei jedoch seit drei Jahrzehnten nicht verändert worden, moniert der Trägerverein in dem Brief an die Parteien. Der Verein ist beim Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL) angesiedelt. Der Verband steuert selbst rund 10 Prozent zur Finanzierung der Schulen bei, die Fördergelder des Landes decken ein Viertel der Kosten, der Großteil wird über das Schulgeld finanziert.

Der Trägerverein befürchtet nun einen starken Anstieg der Schulgelder, wenn sich das Land wie vom Ministerium angekündigt zurückzieht. Derzeit würden für den Herbst keine neuen Ausbildungsverträge unterschrieben, schon abgeschlossene wieder gekündigt, warnt der Verein. Damit sei die Auslastung der Schulen im nächsten Jahrgang massiv gefährdet – mit weiteren Folgen für die Finanzierung.

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