Niedersachsen: 25 Cent gefährden die Arzneimittelversorgung Benjamin Rohrer, 11.08.2012 08:45 Uhr
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Strukturen erhalten: Um die Arzneimittelversorgung auf dem Land zu sichern, fordert Niedersachsen eine höhere Apothekervergütung.Elke Hinkelbein
Berlin - Fachverbände abgehakt, die Länder folgen. Wenn die Bundesländer in der kommenden Woche ihre Stellungnahmen zur Anpassung des Apothekenhonorars einreichen, könnte insbesondere Niedersachsen für eine Überraschung sorgen: „Die sich anspannende wirtschaftliche Situation der niedersächsischen Apotheken lässt befürchten, dass der Versorgungsauftrag in der gewohnten Weise nicht mehr lange zu erfüllen ist, auch nicht mit der im Referenten-Entwurf vorgelegten Honoraranpassung“, so eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Das Land macht daher einen ganzen Katalog an Forderungen geltend.
In der Stellungnahme will das CDU-geführte Ministerium die Erarbeitung eines „Gesamtkonzeptes“ zur Apothekervergütung fordern: „Die angemessene Erhöhung des Apothekenhonorars mit transparenter Berechnung, die leistungsgerechte Vergütung für Not- und Nachdienstbereitschaft unter besonderer Berücksichtigung der Apotheken, die im ländlichen Raum häufiger betroffen sind als Kollegen in Ballungsräumen sowie die Anpassung der Bearbeitungsgebühr bei der Betäubungsmittelabgabe“, so die Forderung aus Niedersachsen.
Sollte sich die wirtschaftliche Situation nicht verbessern, sieht man in Niedersachsen für die Zukunft schwarz: „Gerade im Flächenland Niedersachsen wäre in dünner besiedelten Gebieten mit einer minder guten Versorgung [...] zu rechnen und die Interessen der Arzneimittelverbraucher wären damit direkt negativ betroffen. Es ist sinnvoller, bewährte Versorgungsstrukturen zu erhalten, als verlorene Strukturen aufwändig wieder aufzubauen.“
Mit der derzeit zur Diskussion stehenden Verordnung des BMWi kann allerdings nur das Fixhonorar angepasst werden – ohne Zustimmung des Bundesrates. Alle anderen Forderungen aus Niedersachsen müssten über zustimmungspflichtige Gesetze in der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) verankert werden. Doch in Niedersachsen ist man zu allem bereit: „Unter Betrachtung des Gesamtkonzeptes können die Positionen einzeln abgearbeitet werden, ja nach Rechtslage mit oder ohne Zustimmung des Bundesrats.“
Zuvor hatten schon Bayern und Hessen die geplante Erhöhung des Fixhonorars um 25 Cent kritisiert. Bayern hatte zudem eine höhere Vergütung der Nacht- und Notdienste gefordert. Aus beiden Ländern hieß es, dass eine Stellungnahme gegenüber dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geplant sei. Jetzt kommt mit Niedersachsen ausgerechnet das Heimatland von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) dazu.
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#9Notdienst
Die Notdienstvergütung gerecht für Stadt- und Landapotheken ist ganz einfach, einen Betrag pro Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienst. Je ländlicher, desto häufiger der Dienst, also höhere Vergütung. Auch in einer Kleinstadt lohn der Notdienst nicht und trägt bei weitem nicht die Kosten.
#8Gabriele GKVs und aerzte einkommen
Hallo wir wissen alle das die kassen voellig daneben sind und in ihre eigene wahrheitswelt schweben ,das koenen sie weil der steuerzahler die massiv bezuschuesst.Sie haben 20,000,000,000 auf der hohe kannte nur durch umwegen. Sie zahlen alle aerzte,apotheker,hebammen,krankenschwester etcetcetc ad infinitum zu wenig. Wenn jeder sein wahre wert erhalten wuerde koennten sie nicht mehr existieren.Diese system ist voellig marode und bankrott.Merkel und Co luegen um die bevoelkerung ruhig zu halten deswegen manipulieren sie ziemlich alle zahlen.Obs arbeitslosigkeit ist armut,auslaender,nazis,kranken versicherungen,rente,es ist eine luege nach den anderen.Wir sitzen mitten drin.Mann kann die politiker nur noch hassen!!!
#7Vielen Dank!
Ich danke den Niedersachsen für ihre klaren Worte. Ich wünsche mir, dass meine Landesregierung ebenfalls hinter uns steht. Grüße aus BaWü.
#6und hier besinnt sichdie fdp wieder auf "alte kundschaft":
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article108574061/FDP-wirf-Kassen-Attacke-gegen-Aerzte-vor.html vor allem die äußerungen von herrn lindemann im letzten abschnitt muß sich mal" vor dem geistigen auge auf der zunge zergehen lassen" (zitat malmsheimer). unfassbar !
#5........kann es aber seihen das berlin ein apo sterben moechte?
Zentalistisches Denken ist doch kein fremde sache fuer Angela,sie ist damit aufgewachsen. Nie vergessen politiker denken nicht wie normale buerger.Sie sind meistens CONTROL FREAKS!!! Dieses ist vorraussetzung politiker zu werden. Zusaetzlich sind sie auch oft realitaets fremd. Auch alle positive kommentare muss mann hinterfragen zur zeit. Nothing is as it seems,und oft ganz anderes. Wenn koalitions politiker ein koaltions politiker hinterfragen. WARUM??? Erst abwarten was aus dieses situation sich ergibt.Da sind so viele baustellen fuer apotheken das es unmoeglich seihen wird ein gesammt positives bild zu bekommen.Dafuer hat ABDA und DAV viel viel zulange geschlafe. Wir brauchen wechsel ob wir es wollen oder nicht neue moderne strukturen und nicht veraltete,versteinerte denkensweise die in eine moderne welt kein zukunft haben
#4keine atempause...
geschichte wird gemacht es geht voran ! fehlfarben 80er jahre
#3Niedersachsen hat es verstanden, danke !
Es geht aber noch weiter. Wie lange wird sich ein Arzt auf dem Land wohl halten könne, wenn man für die Apotheke sowieso in die Stadt fahren muss ? Anders herum wird ein Schuh draus, erhalten wir die Apotheken auf dem Land und erweitern die Kompetenzen des Apothekers, gerade da, wo es oft schon keinen Arzt mehr gibt.
#2Na geht doch!
Man kann also "das berechtigte Interesse der Arzneimittelverbraucher" nach AMG § 78 auch mal logisch und sinnvoll interpretieren! Respekt! Noch eine kleine Denkaufgabe an die Politik in Berlin: Was ist für das Gesundheitsystem kostengünstiger? Wenn ein Patient wegen geringer Beschwerden (Hustensaft, Schupfenspray, Fieberzäpfchen) gleich in die Apotheke geht und es selber zahlt, oder weil die nächste Apotheke inzwischen 30 km weit weg ist den Arzt am Ort aufsucht oder womöglich nachts aus dem Bett holt. Wenn man diese Frage richtig beantworten kann, so ist die zweite Frage ein Kinderspiel: Haben wir zu viele Apotheken? Übrigens: Die "Normalbürger" können diese Fragen sehr schnell und richtig beantworten! Sie wollen doch wiedergewählt werden, oder?
#1Danke Niedersachsen !!
Sehr gut!!!