Michels: Politisch kalkuliertes Apothekensterben Alexander Müller, 18.08.2012 12:16 Uhr
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Apothekensterben einkalkuliert: AVWL-Chef Dr. Klaus Michels beklagt sich bei den Politikern aus NRW über das geplante Apothekenhonorar.AVWL
Berlin - Der Vorsitzende des Apothekerverbands Westfalen-Lippe (AVWL), Dr. Klaus Michels, glaubt, dass es die Regierung bewusst auf ein Apothekensterben anlegt: „Man hat den Eindruck, es ist politisches Kalkül, dass die fortbestehenden Apotheken die fehlenden Beträge durch einen Mehrumsatz erwirtschaften sollen, der ihnen aus den zunehmenden Apothekenschließungen erwächst“, heißt es in einem Rundschreiben des Verbands an die Mitglieder.
Michels und sein Geschäftsführer Dr. Sebastian Schwintek haben die Gesundheitsministerin von Nordrhein-Westfalen, Barbara Steffens (Bündnis 90/Die Grünen) aufgefordert, sich für eine angemessene Honorarerhöhung der Apotheken einzusetzen. Eine Antwort des Ministeriums stehe allerdings noch aus.
Die AVWL-Spitze hat auch alle Bundestagsabgeordneten aus Westfalen-Lippe angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Dazu zählen auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) und der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn (CDU). Auch die Apotheker sollen sich jetzt an die Abgeordneten aus ihrem Wahlkreis wenden. Der AVWL hat hierzu ein Musterschreiben verfasst.
Michels kritisiert wie die ABDA die Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) zur Anpassung des Honorars. Das Ministerium hatte den gestiegenen Ausgaben der Apotheken die Zuwächse beim Rohgewinn gegenübergestellt und war so auf eine Erhöhung um 25 Cent gekommen. „Als ob mehr Packungen nicht auch mehr Beratung und mehr Personaleinsatz bedeuten würden“, protestiert Michels.
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#39Grundübel
@38 Diese Worte von Ihnen zeigen das Grundübel des Berufsstandes: "Denn was die Politik und die KK vergessen haben: wir haben 2012. Zu Ullalas und auch zu Seehofers Zeiten waren unsere Vorgänger ebenso wie die Ärzte doppelt so gut situiert wie heute. Dass die nicht den Mund aufgemacht haben ist auch klar, denn das Geld WAR ja schon verdient" Wenn mir an meinem Beruf etwas liegt, dann denke ich berufsorientiert und nicht nur für die eigene Tasche. Klar waren die Kollegen zu satt. Aber diese Sattheit hat jeder, v.a. Politik und Patient, mitbekommen. Das ist die Folge. Wie eben schon beschrieben: Wenn jeder Apotheker nur an sich denkt, kann das nicht gut gehen. Wie oft stoße ich mit meiner offenen Art an die Grenzen! Mehr Ehrlichkeit und Offenheit im Beruf - und unser Ansehen wäre größer und nicht nur das eines Fussabtreters und Handlangers!
#38@33
Und genau die von Ihnen genannten Tatsachen kennt im Normaldeutschland niemand. Darum wundert es mich extrem, dass die Presse nicht mehr aus diesen Tatsachen verwertet. Wie schon an anderer Stelle erwähnt, kann es nicht sein, dass wir Apotheken WENIGER mit mehr Angestellten kosten als die Verwaltung der Kassen? Liebe Presse, macht da mal was draus. Ich bin allerdings auch guter Hoffnung, da der Generationswechsel bei uns im vollen Gange ist und Politik und KK sich ja doch schon wundern warum es bei uns so kocht. Denn was die Politik und die KK vergessen haben: wir haben 2012. Zu Ullalas und auch zu Seehofers Zeiten waren unsere Vorgänger ebenso wie die Ärzte doppelt so gut situiert wie heute. Dass die nicht den Mund aufgemacht haben ist auch klar, denn das Geld WAR ja schon verdient. Heute aber geht es um unsere Zukunft, die durch immer mehr Zwänge, Verbote und Ignoranz der wirklichen wirtschaftlichen Lage aufs deutlichste gefährdet wird. Nehmt doch nur mal die Zahlen: Wenn der Staat weiterhin davon ausgeht, dass es Apotheker einfach nicht verdient haben einen Inflationsausgleich zu bekommen, dann hat die deutsche Durchschnittsapotheke 2040 einen Umsatz von 3,2 Mio und einen Überschuss von 70 600 von dem Kredite, Steuern, Gehalt und Vorsorge bezahlt werden sollen. Da diese Jahreszahl noch in mein Berufsleben fällt habe ich da sehr deutlich was dagegen, denn Wertschöpfung von 2% (wobei es heute auch eher 4-6% sind und nicht Röslers 8) steht nicht im Verhältnis zur Verantwortung von 3,2Mio Umsatz. Da macht jeder Fond eine bessere, risikolose Rendite (denn da ist bei null Schluss und nicht bei der Insolvenz) Der Überschuss kann meinetwegen auf dem Wert von 2004 stagnieren, aber bitte jedes Jahr um die Inflation bereinigt. Das ist dann nicht dem Staat in die Tasche greifen sondern nötig für Planungssicherheit zukünftiger Generationen und, was wir gerne immer unter den Tisch fallen lassen, auch unserer perönlich haftenden Geschäftsform, unserem sauschweren Studium und, dem wichtigsten Punkt, unserer Funktion als Arbeitgeber mit 150 000 Angestellten! Habt ihr euch eigentlich schonmal gefragt, was wäre wenn wir das Honorarmodell ad acta legen? Anhand der obigen Zahlen wäre das zumindest zu überdenken, denn wenn wir abhängig von dem Wohlwollen der Politik sind was die Inflation angeht, so wären wir mit dem Modell von vor 2004 wenigstens davon nicht mehr vom Normalmarkt abgekoppelt. Was natürlich dann für Stellschrauben benutzt würden steht natürlich in den Sternen, aber ein Reallohnverlust von 15% alle zehn Jahre kann ich mir nicht vorstellen (will ich mir nicht vorstellen).
#37@33 und @32
@33 Sie haben vollkommen Recht, Herr Kollege, Gerechtigkeit sieht anders aus. Andere dürfen Geld verdienen, nur der Apotheker darf nichts verdienen. Beispiel Leih-PTA: Die Agentur berechnet mit 19,80€ pro Std netto plus Fahrtzeit plus Fahrtkosten, berechnet der Leih-PTA aber nur 8,00 € brutto. Haben wir soviel Risikozuschlag? Dasselbe bei BMW Leipzig: Leih-Arbeiter bekommt 1200,-€ brutto pro Monat, die Leiharbeitsfirma 2200,-€ pro Kopf und Monat. Oder die Margen beim Verkauf von Produkten in der Drogerie: Nuxe - für uns teuer - ist dort nur Schüttenware und hat nur noch 50% Aufschlag (bei Einfuhr 2003 noch 100% in den Apotheken). Oder der Arzt, der mal eben (bei PKV-Patienten 2,3-3,5fachen Satz) auch Beratung abrechnet. Selbst der Totengräber und BEstatter darf beim Tod verdienen. @32 auch hier gebe ich Ihnen Recht. Wir Apotheken gelten als Goldgruben. Aber das Volk interessiert es nicht - es gibt ja Ersatz: Arzt oder Internet. Ausserdem ist es uns untersagt - wegen der Wahrnehmung - BMW 3er zu fahren. Dabei darf ein Reisebüro sogar 3er und 5er NEU fahren inkl Werbung für Reisebüro. Oder der Anwalt sollte, wenn er nen alten 3er fährt, doch besser auf den neuen 3er oder größer umsteigen, weil er sonst als erfolglos gilt. Ursache zu allem ist die besch#### Standespolitik und die fehlende Imagekampagne. Wieso denken alle, der Arzt hätte mehr Ahnung? Wieso werden wir nur als Schubladenzieher und Kondomverkäufer gesehen? Und wenn ein Michels - ich bin in seiner Stadt groß geworden - jetzt den Mund aufmacht: Warum macht er das nicht früher? Wenn heute ein Kollege aus Dynastien und mit Kapital den Mund aufmacht, halte ich das für Hohn. Solidaritär unter Kollegen hätte es früher geben MÜSSEN. Ein Michels hätte früher den Mund aufmachen MÜSSEN. Aber wie so oft ist den meisten Apothekern jeder sich selbst der nächste. Zu wenige denken: Wenn es allen Apotheken gut geht, geht es mir gut. Wie oft hab ich belegbare Stories, die über die Legalität hinausgehen. Wer ehrlich und konsequent Apotheker lebt wie ich es von meinem Vorbild gelernt habe, dann passiert sowas nicht. Und unser Berufsbild würde anders aussehen. So leider ich unter dem subjektivem Empfängerhorizont meines Gegenübers.
#36Unser Problem ist..
daß Politiker in Budgets denken, da sie ja ihr Leben lang nix anderes machen. Wenn ein Politiker liest, daß die Distribution von Arzneimitteln 4,2 Mrd Euro kostet, dann fängt er an zu rechnen. 21000 Apotheken, dann müssen die doch froh sein, für jeden, den es weniger gibt. Dann bleibt mehr vom Kuchen für die Überlebenden. Unsere Standesvertretung hat es bislang nicht geschafft, die Entscheidet von der Realität zu überzeugen. Die Frage ist : Wieso gelingt das nicht? Warum kommen die derzeit Agierenden nicht (nach eigenen Aussagen nicht mehr, wobei ich mich frage seit wann nicht mehr?) an die Politiker heran? Warum läßt sich unsere Standesvertretung immer durch hohle Versprechungen blenden? Ein Schelm, der Böses denkt. Wer Paranoid ist, kann trotzdem verfolgt werden.
#35@#33..Hervorragend...
...argumentiert ! Dem ist nichts hinzuzufügen ! Und ... so lange müsste man man kämpfen, bis diese Ungerechtigkeiten beseitigt sind. Wieso prüft eigentlich keiner eine Verfassungsklage ? Damit sind schon ganz Andere durchgekommen. Das ist doch das Einzige, wovor die Herrschaften kuschen !!!
#34HONORAR RECHNUNG TOTAL FALSCH
mal abgesehen von der Tatsache, dass die Forderung nach einem höheren Aufschlag die RX Preise verteuert und damit politisch falsch ist, ist die Berechung eines MEHRS total falsch. 2001 kostete die KFZ Werkstattstunde runde 100 DM. 2002 nach der Einführung des Euros 50 Euro. Heute kostet die KFZ Werkstattstunde wieder 100 EURO .. und so ist es mit fast ALLEN PREISEN. Faktisch haben wir eine Inflationsrate von 10 % pro Jahr. Das ist die Verhandlungsgrundlage ...
#33Welche Gerechtigkeit ist das denn?
Kleines Apotheken1x1 für den Markt der verschreibungspflichtigen Arzneimittel: Bei einer Marge von 15,6% beim Apothekenhonorar (pro Packung 6,05 Euro) und Kosten von knapp 20% heißt das: die Apotheken sind im Arzneimittelmarkt der Gesetzlichen Krankenversicherung die Finanziers der Krankenkassen - und maßgeblich am derzeitigen Überschuß von 20 MILLIARDEN(!!!) beteiligt. Ausserdem treiben die Apotheken die Rezeptgebühren KOSTENLOS bei den Versicherten für die Krankenkassen ein, müssen für die Umsetzung der Rabattverträge, die nun in immer kürzerer Zeit verändert werden, ständig das Warenlager anpassen, damit man nicht immer den Patienten die Mittel nach Hause fahren muss. Leider nimmt kein Großhandel die dann zu LADENHÜTER degradierten Arzneimittel zurück d.h. , auch das müssen die Apotheken finanzieren. Nach 6(!) Wochen sind die von den Apotheken vorfinanzierten Arzneimittel von den Krankenkassen bezahlt. Ausser die Krankenkassen stellen Formfehler bei den Rezepten fest, die z.B. ein Arzt verursacht hat. Dann gibts für die Rezepte kein Geld. Jede einzelne Apotheke haftet für den sog. Herstellerrabatt. Zahlt ein Hersteller nicht den Rabatt an die Krankenkasse, haftet die Apotheke vor Ort. Welche Gerechtigkeit ist das denn? Thema Internetapotheken: die in- und vor allen Dingen ausländischen Internetapotheken beteiligen sich am Markt der Gesetzlichen Krankenversicherung. Sie müssen aber keinen Notdienst ableisten, fertigen keine Rezepturen an, müssen sich an viele deutsche Gesetze nicht halten, müssen nicht sofort liefern (z.B. bei Antibiotika), zahlen keine Lohnsteuer und keine andere Abgaben in Deutschland, sorgen also hier nicht für Arbeitsplätze oder dass Straßen repariert werden, dass Kitas finanziert werden. Die Krankenkassen empfehlen ihren Versicherten sogar ausländische Internetapotheken. Nicht Frankreich, nicht Spanien, nicht Holland, nicht Italien, nicht Tschechien, nicht Slowenien: KEIN Staat in Europa lässt sich Arzneimittel ins Land schicken - nur Deutschland! Welche Gerechtigkeit ist das denn? Es kann alles billiger werden - nicht nur Arzneimittel. Dann müssen wir aber auch mit einer tschechischen, bulgarischen oder rumänischen Rente zufrieden sein. Da sitzen nämlich die Drahtzieher der Arzneimittelversender. Weniger Apotheken heißt auch nicht zwangsläufig BILLIGER. Oder ist durch die Schließung der Hälfte der Tankstellen das Benzin billiger geworden? Konzerne haben eine Macht, da sind Herr Rösler, Herr Bahr oder Herr Schäuble kleine Statisten. Apotheken in Deutschland sorgen für eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln und dürfen als Leistungserbringer in dieser Solidargemeinschaft keine Gewinne machen? Apotheken müssen den Krankenkassen 25% Rabatt auf das Apothekenhonorar gewähren, dürfen aber selber bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln keinen Rabatt beim Großhandel oder Hersteller erwirtschaften? Welche Gerechtigkeit ist das denn? Ich hoffe, dass die Polemiker und die, die hier und in anderen Medien den Sozialneid so vortrefflich schüren, eine Speichererweiterung erfahren haben. Oder sind Sie nur für Gerechtigkeit, wenn Sie selber betroffen sind?
#32Bevölkerung...
Ich fürchte über die Bevölkerung wird es nicht gehen. Apotheken gelten immer noch als Goldgruben und die Internetpreise signalisieren doch, dass es noch mehr als genug da ist. Dass im Versandhandel ein Verdrängungswettbewerb läuft und von der Kapitalgeberseite jedes Jahr Millionen hinterhergeschoben werden müssen, weiß die Bevölkerung nicht. Unsere bisherigen Plakataktionen waren ja auch nicht sonderlich erfolgreich. Was aber die Politiker und sonstigen Möchtegernexperten fürchten wie der Teufel das Weihwasser ist die negative Presse. Wenn sie sich durch schwachsinnige Aussagen, gefälschte Zahlen und sonstigen haarsträubenden Aussagen disqualifizieren, sollte es zur entsprechenden Blamage in der Öffentlichkeit führen.
#31Genau :D
Zitat aus Wikipedia: Edikt von Salerno: Ärzte dürfen keine Apotheke besitzen oder daran beteiligt sein; Arzneimittelpreise wurden, ------------>gesetzlich festgeschrieben um Preistreiberei zu verhindern;<-------------------- der Apotheker musste einen Eid leisten. Es ist davon auszugehen, dass es Arzneibereiter/Apotheker (dort confectionariis genannt) in diesem Gebiet bereits gab, denn einer gesetzlichen Regelung bedarf nur etwas, für das es auch Regelungsnotwendigkeit, beispielsweise durch Überschneidung von Berufsbildern, gibt. Auch wenn das Datum 1241 als „Gründungsdatum“ des Apothekerstandes gilt: Der Liber Augustalis hatte ausschließlich im Königreich Sizilien Gültigkeit. Er beeinflusste aber eine Reihe von Rechtsverordnungen auch nördlich der Alpen und wurde letztlich zum Vorbild der Apothekengesetzgebung in ganz Europa. Apotheker zählen wie Ärzte, Architekten und Rechtsanwälte zu den klassischen „freien Berufen“ <---- heute eher ja woh zählte zu den freien Berufen :(, denn wo sind wir denn bitte noch frei in unserem Handeln???
#30@27
"..wie bekommen wir die Bevölkerung auf unsere Seite..? Eigentlich ganz einfach: sie muss betroffen sein! Das ist sie nur,wenn wir eine erlebbare Hilfe sind. Zum Vermeiden oder Bewältigen von Schwierigkeiten.Dazu muss sie das verstehen. Wie kontert man die Frage: warum brauchen wir eigentlich Apotheken- ich bekomme alles geliefert oder alle 100 m ist eine ? Apotheken wurden mal geschaffen,um Missbrauch der Arzneimittelherstellung/Verteilung durch Ärzte,Bader etc zu verhindern.Heute sind Krankenkassen,der Staat,Kapitalgesellschaften hinzugekommen.(Sind wir wirklich nur noch deren Erfüllungsgehilfen?) Der Bürger muss sein gegebenes oder zu erwartendes Betroffensein erkennen können.Wir helfen ihm nicht,wenn wir unsere Nöte darstellen. Das verstehen nur die im Augenblick Betroffenen.Die haben aber andere Probleme als uns zu unterstützen. Wie ist es denn,wenn wir Bezüge herstellen,die nachvollziehbar sind: --Bei der Produktion von Fernsehern gelten höhere Sicherheitsanforderungen als bei der Einnahme von Medikamenten . (drop out Rate:0,5 versus 1%) --Medikamente mit hohem Todesfallrisiko dürfen ohne gesicherte Kontrolle zwangsweise verwendet werden.(Glibenclamid) --Früherkennung auf Brustkrebs/Prostatakrebs schafft drastische Probleme .(eine "Rettung" versus 10 +Übertherapien oder Angsttraumen) Kurzgesagt: Öffentliche Bewertung von Risiken,die jeder nachempfindet. und wir Transparenz liefern können,da wir daran nicht verdienen Bei Kapitalinteressen ist solches eben nicht möglich. Bitte richtig verstehen,das ist kein Ersatz für Streik,Transparentmachen unserer Dienstleistungen,die staatlicherseits infrage gestellt werden. Ich versuche einfach eine Akzentverschiebung anzuregen.
#29Der Leserbrief
Recht hat er. Welcher Ausbildungsberuf ausser den Schlüsseldiensten nimmt schon solch horrende Gebühren? Vielleicht sollten wir unseren Anspruch ja mit einem Studium untermauern, aber das ist Sache der Politik ein solches zu fordern mit Examen und so. Solange wir ein Ausbildungsberuf mit einer, das wisst ihr alle, relativ leichten zweieinhalbjährigen Ausbildung sind, sollten wir zufrieden sein mit dem was wir bekommen. Also haltet euch zurück mit Forderungen denn jeder bekommt das was er verdient! Und wenn wir sonntags im Notdienst ein Nasenspray verkaufen dürfen (der Kunde kommt ja extra zu UNS), dann muss man da keine Extragebühr für erheben, denn der Kunde um 03: 30 ist Honorar genug!
#28Es ist nix Neues.
2009 wurde für eine mögliche Lösung der Allmende-Problematik der Nobelpreis verliehen. Das Problem existiert sehr lange und findet sich in vielen Kulturen, Wirtschaftsbereichen und eigentlich so gut wie allen Gruppen, die mit knappen Ressourcen oder Geld umgehen. Könnt ja mal Eure Offline Bibliotheken und Eure sehr unterschiedlich aufgewachsenen Eltern zu dem Thema Allmende-Problem befragen. Im Netz findet sich fast nur Datenmüll zu dem Thema... Die Lösung liegt nicht unbedingt darin, dass wir selbstständigen Apotheker andere Aussenstehende involvieren oder so. Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis ihr es durchschaut, kommuniziert und umgesetzt habt, so dass ich es in meiner Apotheke wahrnehmen kann. Die Lösung dafür sind nur wir Apotheker selbst. Ich freu mich drauf :-)
#27Wir sind uns doch einig,
doch wie bekommen wir die Bevölkerung auf unsere Seite? Ich zitiere einen Leserbrief aus der heutigen Ausgabe der Lübecker Nachrichten: "Für die Bevölkerung in den ländlichen Gebieten ist das "Apothekensterben" sicher ein Problem. Ich selbst kann in einem Umkreis von 1500 Meter auf neun Apotheken zurückgreifen. Leider höre ich immer häufiger beim Einreichen von Rezepten: "Das Medikament habe ich nicht vorrätig, aber ich kann es bestellen und ins Haus schicken." Sehr großzügig! Ich darf dann am Nachmittag auf den Boten warten. Wenn ich etwas zugeschickt haben möchte, bestelle ich beim einer Internet-Apotheke. Außerdem sind die 2,50 Euro für Nacht und Sonn- und Feiertagszuschläge nicht gerechtfertigt. An verkaufsoffenen Sonntagen kosten die Klamotten auch nicht mehr als an einem Wochentag, und das Glas Bier in der Gaststätte ist am Abend auch nicht teurer als am Tag." Solange wir mit Klamottenshops und Bierkneipen von der Bevölkerung verglichen werden, sage ich Euch allen, solange haben wir keine Chance. Der Artikel auf den sich der Leserbrief bezog, war übrigens recht neutral geschrieben.
#26Reise ins Nirgendwo
Ein möglicher Ansatz, den politischen Willen der Akteure zu entschlüsseln, ist die von Ulla Schmidt, also der SPD, vorangetriebene Schaffung/ Unterstützung der MVZ, aber auch die Zusammenlegung defizitärer Kleinstkrankenkassen. Auch Ärzte scheuen das Risiko der Selbstständigkeit. Sicherlich nicht in dem Maße, wie wir Apotheker mit einigen Hunderttausend Euro Schulden, falls es schief geht, aber eventuell schwingt da auch ungenügendes Selbstvertauen und fehlende Bereitschaft, eine Lebensentscheidung zu fällen, mit. Die FDP scheint nicht erst seit den Äußerungen Lindemanns auf diesen Zug aufgesprungen zu sein. In den Verhandlungen zur Neufassung der Apothekenbetriebsordnung kam vom Bahr-Ministerium der Hinweis, dass ein einziges verbleibendes Labor im Filialverbund durch Spezialisierung der Verantwortlichen eine qualitativ bessere Versorgung biete und Kosten sparen würde. Die Gegenargumentation kennen wir. Erstaunlich ist nur die Parallelität zu den "spezialisierten Ärzten" eines MVZ und (für den Osten) ein gewisser déjà-vu-Effekt. Das kommt uns nur allzu bekannt vor! Wurden doch um das Jahr 1970 viele (kleine) Apotheken geschlossen und große "Pharmazeutische Zentren" gegründet, wodurch eine Spezialisierung und Bündelung mit dem Ziel der Effizienzsteigerung angestrebt wurde. So gab es eine eigene Abteilung Buchhaltung, Herstellung, Qualitätssicherung, Rezeptur, Offizin und Sterilabteilung für die Krankenhausversorgung. Im Schnitt waren es wohl 20-30 Mitarbeiter, davon 6-7 Approbierte. Eine kleine Kreisstadt hatte nur ein solches "PZ", die Strukturen der Großstädte waren hingegen weniger betroffen. Aber auch Berlin kannte die typischen Würfelbauten der DDR-Großapotheken. Man kann nicht sagen, dass es nicht funktioniert hätte. Kleine Landapotheken in Orten mit Ärzten verblieben natürlich, aber wie vermutet, ohne eigenes Labor! Es waren oftmals von Pharmazieingenieuren betriebene, reine "Ausgabestellen". Zwischenstufen waren Apotheken mit einer Rezeptur und einem Apotheker. Wo geht die Reise hin? Auf Grund der Niederlassungsfreiheit lt. Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1953 ist eine generelle Umkehr unmöglich. Das ist gut so. Die Schaffung des begrenzten Mehrbesitzes an Apotheken durch politischen Konsenz von Rot/Grün und CDU im Jahr 2004 erhöhte die Gesamtzahl der Apotheken bis zum Jahr 2009 um ganze 300 Einheiten. Danach sank der Wert unter den Ausgangswert. Trotz ungebrochenen Trendes zur Filialisierung. Die FDP, anfangs Gegner der Filialisierung, ist nun deren stärkster Förderer, es herrscht also politischer Konsenz über fast alle Parteien. Sieht man den Filialverbund als Eisbrecher der Apothekenkette an, so sind den Protagonisten der Letzteren bereits große und wichtige Brocken aus dem Weg geräumte worden. Über 3800 Inhaber haben seit 2004 bereits aufgegeben. Das sind fast 18% !!!! Das spricht Bände. Geht man davon aus, dass mindestens die Hälfte der 3661 Filialapotheken am Tropf der Hauptapotheke hängen, quasi unveräußerbar sind, hätte sich auch die Gesamtzahl der Apotheken bei einer (sehr unwahrscheinlichen) Revision der gesetzlichen Zulassung des begrenzten Mehrbesitzes und "Abwickelung" aller Filialapotheken, um ca. 2000, also mehr als 9% verringert. Das ist noch etwas entfernt vom Drittel, das angeblich "wegfallen" könnte. Doch das Viertel vom Drittel wäre dann schon überschritten! Die Politik allein (denn wir bekommen nicht den Funken einer Beteiligung am politischen Willensbildungsprozess) und damit meine ich auch den Ausgang der Wahl 2013, wird entscheiden, ob der Status Quo festgezurrt wird (sehr wahrscheinlich), die Fehlentwicklung der letzten 9 Jahre revidiert werden (unwahrscheinlich) oder sogar gewisse Kreise der SPD, der Grünen und der FDP nach einem Wahlsieg ab 2013 die Apothekenketten einführen (durchaus möglich). Da Ketten aufgrund des harten Verdrängungswettbewerbes einen hohen Kapitalbedarf haben, sind sie vorerst nur an (sehr) gut gehenden Einzelapotheken (und Verbünden) interessiert. Den meisten FVB droht das Aus durch Verdrängung bzw. Aufkauf unter Wert. Es heißt nicht umsonst: Die Revolution frisst ihre Kinder. Wer sich also bereits auf die Ampelkoalition in einem Jahr freut, dem sei der 50/50-Joker empfohlen ;-) p.s. Ein paar freie Stellen für Apotheker gibt es dann bestimmt auch als Kettenmanager, entsprechende BWL-Kenntnisse vorausgesetzt.
#25Zur Not
tut`s doch wohl auch ein Approbierter als Regionalleiter, der die Filialen regelmäßig kontrolliert!
#24@#23
genug überschuss an personal ist doch da nach schließung von 6-7 000 apotheken. und dann gibt es auch personal zu " sonderpreisen". oder aus dem befreundeten ausland, die anforderungen an die ketten werden bestimmt nicht so streng sein wie jetzt an die inhabergeführte apotheke. die kliniken machen es ja vor mit (günstigerem ) pflegepersonal aus tschechien und polen, das kaum deutsch kann .
#23@ 22 Ketten?
Klingt alles schlüssig und nachvollziehbar! Von was wollen aber die Ketten ihre Filialleiter bezahlen? Unrentabeler GKV- Umsatz, Preiskampf im OTC-Bereich, Filialleiter 20 - 30 % über Tarif, womöglich noch Öffnungszeiten von über 70 Std. / Woche. Klingt nicht sonderlich lukrativ. Oder gibt es dann von der Politik die Verdoppelung des Honorars als Gegenleistung für die Spenden (Stichwort: Hoteliers)?
#22Wer profitiert davon...
Die Politik wird hier wiederholt als blöde und unfähig dargestellt. Das glaube ich gar nicht. Gierig, korrupt, skrupellos, ja. Aber doch nicht blöde. Die wissen genau, was sie tun. Die Diskussion "zuviele Apotheken in D." wurde ja schon mehrfach geführt, und immer wieder ist das Resultat - je nach politischer Couleur mehr oder weniger deutlich: "Wir haben zuviel Apotheken, 15.000 reichen". Warum ? Wer profitierte denn von dieser Situation? Andere Frage: was wäre, wenn morgen die Ketten erlaubt würden? Nun, sicher würden sich die Ketten auf den Markt stürzen, aber leicht hätten sie es nicht. Der Markt ist gesättigt, Standorte vergeben, die Margen klein, Personal kaum zu bekommen, alles eher unrentabel. Aber wenn vorher der Markt auf 15.000 Apotheken eingedampt wurde ? Und diese dann noch finanziell auf Reserve fahren und keinen großen Preiskrieg mithalten können? Personal wäre dann ja auch frei. Passt alles. Haben Sie schon mal Ihren Abgeordneten bestochen ? So mal schnell ein paar Tausender rübergereicht? Vielleicht nicht bar, aber als "Honorar" für einen "Vortrag". Oder eingeladen zu einer "Informationsreise" zu einem möglichst exotischen Urlaubsort? Nein? Konzerne tun so etwas. Dazu noch Spenden für die Parteikasse satt. Wie zB der Großhotelier Mövenpick an die FDP Anfang dieser Legislaturperiode 1,1 Mio Euro spendete - und wenige Wochen später sank die Mehrwertsteuer für Hoteliers. (Übrigens immer noch folgenlos für diese korrupten Schweine). Schaden für den Fiskus: 1 Milliarde Euro. Offizielle Begründung damals (Festhalten bitte!) : in 21 von 27 EU Staaten sind die MwSt Sätze ja auch reduziert. Ich halte dieses politisch gewollte Apothekensterben als Teil eines Plans zur großflächigen Einführung der Kette in einigen Jahren. Man läßt die freien Apotheken bewußt verelenden, damit dann die Ketten als heilbringende RobinHoods auf dem Markt gefeiert werden. Längerfristig betrachtet arbeiten Maßnahmen wie Filialisierung, Preisfreigabe, Versand, Verbot von Einkaufsrabatten usw schon seit einigen Jahren darauf hin. Denn nichts geschieht ohne Grund. Und billiger wird es nicht mit weniger Apotheken, alle hier wissen das.
#21Ist doch ein Witz
Der und sich für die Kollegen einsetzen? Michels macht den Kollegen vor Ort das Leben schwer, um seine eigenen Profite zu erhöhen. Der tut nichts für den Berufsstand, sondern nur für sich selbst! http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/markt/der-verbandschef-und-die-container-apotheke
#20@17 Selektivverträge...
... mit wieviel Apotheken denn? 15.000, 10.000? Kann ich mir eigentlich nicht so richtig vorstellen. ...vereinbarte Honorarzahlungen? Weniger als jetzt? Wir erinnern uns: der GKV Umsatz ist seit Jahren nicht mehr kostendeckend (negativer Deckungsbeitrag pro Packung!). Mehr Packungen = mehr Personalkosten. Kann mir nicht vorstellen, dass ein "Selektivvertragsapotheker" künftig noch weniger verdienen möchte als jetzt. ...erheblich billiger für die Kassen? Wenn es denn wirklich so käme, wieviel denn? Statt 2,3 % (Kosten zur Zeit die Apotheken der GKV) vielleicht 2,1%, oder sogar 2,0%. Wow! Wird die Probleme der demografischen Entwicklung nicht wirklich nachhaltig lsösen. Richtig: Apotheken helfen Geld sparen (je mehr Apotheken, desto mehr Ersparnis!) Je mehr Patienten in der Apotheke um Rat fragen (Selbstmedikation!), desto mehr sparen die Krankenkassen an Arzt- und Krankenhausausgaben. Steht natürlich im Widerspruch zu den Interessen der Berufskollegen des Hr Dr Rösler!
#19@#15
lieber herr hofheinz, wenn ich lese "in der broschüre "..." SEITE 21 !!! ", dann sei die frage erlaubt: glauben sie wirklich, ein kunde (ich nenne ihn mal laien) quält sich bis seite 21 ? der ist doch vorher geistig schon abgebogen wieviele seiten hat denn das heft, das ich zugegebenermaßen nicht kenne ? nix für ungut, aber um den laien "mitzunehmen" muß das auf den berühmten bierdeckel zusammengefaßt werden und nicht den umfang der gebrauchsanweisung für das schnurlostelefon mit ab und faxfunktion haben !
#18politisch kalkuliertes Apothekensterben
den Verdacht habe ich schon lange. Wie kommt es sonst, dass sich die Parteien, wenn sie in der Regierung sind, darin zu überbieten suchen, mit neuen Sparmaßnahmen die Apotheken zu quälen. Ich bin überzeugt, selbst bei Abgabe von Arzneimitteln zum EK würden sie uns noch Rabatte abknöpfen und sich loben, dass sie das Gesundheitswesen sanieren. Bleibt nur noch die Frage, was macht man bei der nächsten Wahl?
#17Zu vereinfacht dargestellt
Liebe Kolleginnen und Kollegen, "Weniger Apotheker bedeuten nicht weniger Kosten für die Kassen"- diese Aussage, die hier im Forum aber auch von Kammern und Verbänden immer wieder vorgebracht wird, ist nicht ganz richtig. Richtig ist, dass die Kosten bei der gegenwärtigen Honorierung nicht geringer werden, wenn es weniger Apotheken geben würde. Aber da denken wir leider zu einfach. Immer weniger Apotheken = Konzentration der Apotheken = Selektivverträge mit vereinbarten Honorarzahlungen. Das kann tatsächlich erheblich billiger für die Kassen werden, analog den Rabattverträgen. Nur: ist es das, was wir wollen? Oder wollen vielleicht einige Apotheker das doch?
#16Langsames Sterben
Apotheken sterben langsam. Hierfür gibt es Gründe wie -laufender Mietvertrag - die persönliche Haftung (keine GmbH, die man insolvent gehen lassen lann), und damit die Verpflichtung die Apotheken ordentlich geplant zumachen - das Durchhalten bis zum Ruhestand. Was wir jetzt sehen sind die Folgen der Politik der letzten 2 Jahre. Die Folgen dieses Jahres werden erst noch kommen.
#15Weniger Apotheken kosten nicht weniger Geld
In der Broschüre :Die beste Medizin gegen Vorurteile sind ehrliche Argumente kann man auf Seite 21 lesen: -WENIGER APOTHEKEN KOSTEN NICHT WENIGER GELD. Die Kosten für die Krankenkassen werden nicht von den Apotheken, sondern von den zu behandelnden Krankheiten und den eingelösten Rezepten verursacht. -RICHTIG IST : APOTHEKEN HELFEN GELD ZU SPAREN. Je mehr Patienten in der Apotheke um Rat fragen, desto mehr sparen die Krankenkassen an Arzt- und Krankenhausausgaben. -ERSTE GRUNDREGEL DER WIRTSCHAFT: Je geringer das Angebot, desto höher der Preis. Warum sollen dann weniger Apotheken weniger Kosten verursachen. www.apotheken-informieren.de - Eine Aufklärungskampagne der LAK-Baden-Württemberg
#14Maximilian de Robespierre!!!
Wie schade das wir heute nicht so jemanden haben wie der obegenannte. Er wuerde mit Merkel,FDP jungs und die gesammten deutschen politiker ganz kuerze prozess gemacht haben.!!!!!!!!!!!!!!! Wie die politiker ins gesammt mit diese berufsstand umgehen ist nichts anderes als MORD!!!!!!!!
#13Politisch kalkuliertes Apothekensterben
das hat der SPD-"Sozialexperte" bereits in den 90er-Jahren deutlich ausgesprochen:...die Politik müsse so lange an der Schraube drehen, bis es ein Drittel weniger Apotheken gibt (aus der Erinnerung zitiert). Fazit: wöchentlich müssen 100 Apotheken schließen, die Zahl sechs kann in der Politik niemanden erschrecken!
#12Die Tragik der Allmende
...eine vereinfachte Darstellung unwesentlicher Punkte: www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2008/07/spieltheorie.php Vielleicht klappt es damit ;-)
#11@herrn la roche
oh...sollte ich mich da irgendwie verrechnet haben ?
#10Junge, gesunde, mobile Wähler
haben absolut kein Problem mit einem politisch gewolltem Apothekensterben. Im Gegenteil: Politik und Kassen tun doch alles dafür dieser Beitragszahlergruppe zu suggerieren, es könnte mit weniger Apotheken billiger werden. Diejenigen, die wirklich betroffen sind, Alte, Gebrechliche, Kranke,Immobile haben in diesem Land genauso wenig eine Lobby, wie wir. Das ist unser Hauptproblem: Opa Hinkefuß wird nicht für uns demonstrieren gehen können und der Rest der Bevölkerung denkt IMMER noch, wir verdienen uns mit reinem Schubladenziehen eine goldene Nase. Die jahrelang nicht vorhandene Imagewerbung für unseren Berufsstand und die schlechte "Aussenwerbung" mancher Kollegen (billig, billig, billig...) fällt uns jetzt 1:1 vor die Füsse. ...und, Herr Michels, den Tod der Apotheke in PANTOFFELNÄHE zu beweinen halte ich für absolut kontraproduktiv!
#9Kampf der Parteien gegen die Apotheker
Es ist nicht nur die Frage: Wer profitiert? sondern auch Wer ist Herr des Handelns? Wir haben seit Jahren keinen Zugang zur Politik. Unsere traditionellen Werte: Qualität, Genauigkeit, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, persönliche Haftung, auch korrekte, serioese Kommunikation.... zählen bei der Politik und in unserer Gesellschaft nicht mehr. Politiker und Apotheker kommen aus unterschiedlichen Welten. Für einen Apotheker sind 100mg = 100mg, in der Politik sind fast regelmäßig 2Mrd = 4 Mrd .... oder eine letzte "rote Linie" wird 3 - 4 mal verschoben und überschritten. Heute werden flexibele, haftungsfreie, mitunter skrupellose Manager benötigt und anerkannt. Diese haben Zugang zur Politik und können sie beinflussen, da man sich in ähnlichen Welten bewegt. Ihnen wird von Politik und Gesellschaft geglaubt. ( Bsp. Fritz Oesterle / Anton Schlecker / Ackermann .....) Später stellt sich dann heraus, dass z.B. Schlecker eben doch nur ein Fleischer war oder Oesterle praktisch nichts zukunftsträchtiges angeleiert hat. Die Politik verändert unsere Berufswelt, indem sie über die eigentlich wichtigen Dinge (Patient, AM Sicherheit, AM Versorgung...), von denen sie keine Kenntnisse hat, einen Überbau draufsattelt ( Rabattverträge,QMS, Präqualifizierung, Packungsgrößenverordnung.....). In diesem Bereich ist die Politik Herr des Handels und wir stehen wie Trottel und Bittsteller da. Prof. Max Otte hat darüber vor einiger Zeit einen Aufsatz in der DAZ veröffentlicht. "Der Kampf der Politik gegen die Freien Berufe". Auch einige sehr erfolgreiche Kollegen sind ja eher "Gesundheitsmanager" als Apotheker. Sie haben die Zeichen der Zeit richtig gedeutet - für einen Großteil der traditionell orientierten Kollegen bleibt das Szenario das #2 beschrieben hat. Wenn man sich überlegt um welche geringe Summe es bei uns geht: 600 Mio - auf der anderen Seite soll die Praxisgebühr ( 2 Mrd )nicht mehr erhoben werden, weil so viel Geld in der Kasse ist. Ich höhre jetzt mal lieber auf; sonst folgt wieder ein Ordnungsruf von Herrn Hannsmann.
#8@ 6
Hr Kollege Kersting, ich denke und ich vermute dass die Presse inzwischen was wittert. Es stimmt, seit Jahren hat man nur Märchen, Lügen und sonstigen Schwachsinn in der Presse über die Apotheker lesen können. Interessiert aber keinen mehr, abgedroschen. Auf einmal schreibt die Presse keine Märchen, sondern berichtet erstaunlich sachlich (PZ Nr.33, Seite 10). Vielleicht wittern die Journalisten Schlagzeilen. Denn was motiviert einen Journalisten effektiv? "Sponsoring" und/oder Schlagzeilen. Die Antiapothekenmaffia sponsort vielleicht. Wir liefern die Schlagzeilen. Wochen lang täglich, so groß ist doch inzwischen die Sauerei, was mit den Apotheken passiert. Sehe ich auch so: Wenn 6000 Apotheken schließen, haben die retslichen mehr Arbeit und mehr Personalkosten (versuchen wir gerade den Herren in Berlin zu erklären); und durch mehr Packungen wird der GKV Umsatz auch nicht rentabel! Schönes Wochenende!
#7Mhh
Ja irgendwas ist faul im Staate Deutschland
#6@1
Herr Eperjessy, die Presse wittert einen Skandal? Wieso tut Sie das nicht seit Jahren schon, wo doch die Apotheker seit 1993 die Senkung der Mwst. auf Arzneien fordern, die Kassen jedoch nicht mitziehen? Die Presse kriegen wir damit nicht ins Boot. Die ist doch selbst daran interessiert, Vorurteile statt Wahrheiten zu verbreiten, um Auflagen zu steigern. Kollege Michels hat ja Recht, wenn 6000 Apotheken schliessen, haben die anderen Apotheken MEHR Arbeit. Da ja einige Rentner anfallen, bleiben evtl 3000 Apotheker plus jede Menge PTA. Auch wir sind von Nachwuchsmangel betroffen. Aber die durch Approbationsordnung erforderlichen mind. 2 Apotheker pro Apotheke - ohne geht dieser Bürokratenmist doch nicht - sind damit gesichert. Und wenn Ketten kommen, haben wir also genug Arbeitnehmer zur Verfügung. ;)
#5Ein demokratisches Deutschland!!!!!!!
Ich habe mich heute frueh ubergeben wie ich gehoert habe das mein liebling Merkel mehr demokratie in russland fordert.Die hat wohl eine Macke diese ost deutsche weibsbild.Sie sieht zu wie mehrere tausend apotheken schliessen werden und spricht ueber demokratie.Manchmal wuenscht mann sich im geheimen das eine rakete denn bundestag trifft bei vollverammelung.Dieses land ist und war nie wirklich demokratisch.Die Merkel sollte auspassen,hochmut kommt vor dem fall und naechstes jahr werde ich und vielen anderen dazu drauf hin arbeiten das sie wieder verbannt wird in der provinz.Sie ist und wird nie ein weltklassige politikerin. Ihre jungs sind auch blamable und kriegen nichts auf der reihe.E10 ein typisches beispiel,energiewende das naechste,zusatzrenten von die blondgefaerbte von der leyn das naechte eine unendliche geschichte von unerfuellte plaene.Sie sucht sich die schwaechsten aus !!!!!!!!!!! wie die apotheker und vernichte sie nach mass!!!!!!So sieht es aus.ABDA UND DAV immer noch im urlaub auf der Bahamas keine zeichen vom engagement. Die Bananen baume waechsen ins himmel!!!!!
#4Wie steht Herr Dr. Michels mit seinem AVWL zum Streik........???
Eine Antwort auf DIESE Frage bleibt er uns bislang schuldig. www.apothekerprotest.de
#3Aber Frau Aures...
...so wie Sie das beschreiben, kostet das die Gesellschaft ja viel mehr??!!!!
#2mensch leute, nicht jammern
die entlassenen mitarbeiterinnen können dann zusammen mit den schlecker frauen einen wickel-kinderbetreuungs-altenpflege-schnellkurs machen und werden sozialverträglich als 1€-kräfte in der alten- und kinderbetreuung eingesetzt. wird vom arbeitsamt gefördert und die herren lernen maurer und bauen derweilen die fehlenden kitas. bezahlt alles von den wahnsinnseinsparungen der kassenfür weniger apotheken und von den arbeitsämtern und damit ..den bürgern ? was haben wir uns eigentlich so ? hätte doch noch schlinmmer kommen können !
#1Wer profitiert davon?
Es gibt weder aus (gesundheits-)politischer Sicht (Apothekensterben kommt beim Wähler nicht sonderlich gut an) noch aus Gründen der GKV-Kostensenkung (2,35 % der Gesamtkosten; weniger Apotheken bedeuten nicht weniger Rezepte, etc.) einen halbwegs nachvollziebaren Grund für diese offensichtliche systematische wirtschaftliche Demontage seit ca. 10 Jahren. Im Gegenteil: Die Selbstmedikation bei geringen Beschwerden führt oft zuerst in die Apotheke, was der GKV nichts kostet. Also, wenn weder Politik noch GKV davon eigentlich profitieren, wenn die Apotheken platt gemacht werden, wer oder was profitiert vom Apothekensterben? Wer steckt dahinter? Wo ist die Zentrale dieser Antiapothekenmafia? Fließen da womöglich irgendwelche "Spendengelder" ? Ich denke die Presse wittert inzwischen einen Riesenskandal!