Liquiditätsmanagement

Immer flüssig bleiben APOTHEKE ADHOC, 10.07.2017 15:13 Uhr

Berlin - In jeder Apotheke werden Monat für Monat große Geldbeträge bewegt – entweder als Bargeld aus den Tageseinnahmen oder bargeldlos. Daher ist es für jeden Apotheker wichtig, seine aktuelle Liquidität zu kennen. Denn nur wenn eine Apotheke ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit, also fristgerecht und uneingeschränkt, nachkommen kann, kann sie dauerhaft am Markt bestehen.

Die Liquidität ist ein deutlicher Indikator dafür, ob die Apotheke wirtschaftlich erfolgreich ist. So mancher Pharmazeut kapituliert bei Hochpreisern, weil er die Finanzierung sonst zu knapp wird. Was also ist zu tun, wenn es zu Liquiditätsengpässen kommt? Viele Faktoren beeinflussen die Liquidität. Neben betrieblichen Kosten und Einnahmen schlagen auch private Ausgaben und andere Einkunftsarten zu Buche.

Ein Blick auf den Kontostand – die „gefühlte Liquidität“ – reicht zur Beurteilung der tatsächlichen Liquidität nicht immer aus. Besser ist es, sich alle Komponenten der Liquidität bewusst zu machen: Vom Apothekenumsatz muss der Wareneinsatz abgezogen werden. Nach Abzug der Betriebsausgaben ergibt sich das Betriebsergebnis. Berücksichtigt werden müssen dann noch Abschreibungen, Tilgungen, Vorsorgezahlungen und Steuern. Daraus ermittelt sich das verfügbare Einkommen. Nach Abzug der Lebenshaltungskosten steht unter dem Strich die frei verfügbare Liquidität des Apothekers.

Können fällige Verbindlichkeiten nicht mehr fristgerecht und uneingeschränkt beglichen werden, kommt es zu Liquiditätsengpässen oder gar zur Illiquidität. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. „Häufig werden unregelmäßig anfallende Belastungen nicht ausreichend berücksichtigt oder es kommt zu kurzfristigen Zahlungsspitzen“, erklärt Bernhard Koelmer, der die Filiale der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in Erfurt leitet.

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