Versandapotheken

Linke: Rx-Versandverbot ist nicht vom Tisch Benjamin Rohrer, 27.06.2012 17:20 Uhr

Berlin - Die Linke will weiter dafür kämpfen, dass verschreibungspflichtige Arzneimittel nicht mehr versendet werden dürfen: „Das Thema Versandhandel ist noch lange nicht vom Tisch. Das Votum des Bundesrates hat uns ermutigt, erneut den Antrag auf größtmögliche Begrenzung des Versandhandels zu stellen“, so die Gesundheitsexpertin der Oppositionspartei, Martina Bunge. Die Linke hofft nun auf Unterstützung der SPD und Grünen.

Bei der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses im Bundestag hatten alle Fraktionen gegen den Antrag der Linken gestimmt, den Rx-Versandhandel zu verbieten. Auch nach der Abstimmung ist die Partei allerdings von den negativen Auswirkungen des Versandhandels überzeugt: „Sichere Versorgung und gute Beratung sind die Maßstäbe, die wir an den Arzneimittelhandel legen. Beides ist mit dem Online-Handel nicht vereinbar“ , so Bunge.

Erneut weist die Partei darauf hin, dass die Beschlüsse der Bundesregierung in der Arzneimittelpolitik widersprüchlich sind: „Es ist absurd, heute einerseits teure Maßnahmen gegen Fälschungen zu beschließen und andererseits den Versandhandel als Haupteinfallstor unangetastet zu lassen“, sagte Bunge mit Bezug auf die AMG-Novelle.

Eine erneute Offensive will die Linke offenbar nicht ausschließen – dann aber nur nach Abstimmung mit den anderen Fraktionen: „Wir hoffen, dass auch SPD und Grüne die Einführung des Versandhandels irgendwann als Fehler erkennen werden.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 4 Kommentare
  • 28.Juni 2012, 08:00Uhr
    Community Mitglied

    #4Orden für Ehre und Anstand?

    An der Brust von Bahr? Das wär mir neu.. Aber nur zur Sicherheit: Daniel Bahr ist der beste Gesundheitsminister, den wir je hatten!

  • 27.Juni 2012, 21:06Uhr
    Community Mitglied

    #3Warum nicht?

    Lieber rot als tot ;-) CDU und FDP haben uns fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Die SPD jubelt Lauterbach und Nahles zu, wenn sie Gülle über uns schütten. Für die Grünen gehören wir ins Museum, taugen allenfalls noch als Angestellte in "großen Strukturen", sprich Monopolen oder oligopolen Großkonzernen. Haben wir denn noch eine Wahl? Eigentlich nicht, bis auf diese eine. Es wird unser Schade nicht sein, die Linken stark zu machen. Klar sind sie ein zerstrittener Haufen und man kann sich auf sie keinesfalls verlassen. Aber als Protestpartei taugen sie eher als die Piraten, die mit ziemlicher Sicherheit dem rot-grünen Lager nahe stehen. NPD sehe ich nicht als Protest-Alternative. Wenn ich einen Orden für Ehre und Anstand zu vergeben hätte, würde ich ihn Daniel Bahr von der Brust reißen und Frau Dr. Bunge anheften.

  • 27.Juni 2012, 19:25Uhr
    Community Mitglied

    #2@ Hr. Falke

    Warum sollen wir NICHT links wählen? Weil wir das noch nie gemacht haben? Ich wähle schon lange nicht mehr nach Farbe, sondern nach Inhalten. Wenn die LINKE das vernünftigste und nachhaltigste Konzept in der Gesundheitspolitik präsentieren, werde ich die auch wählen. Welche Farbe die haben, oder wie die heißen, interessiert mich nicht. Mehr als erneut verraten werden kann ich auch bei denen nicht.

  • 27.Juni 2012, 18:08Uhr
    Community Mitglied

    #1und nun?

    muss ich jetzt links wählen? ausgerechnet genosse gisy soll meine existenz retten?

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