Kassen sparen mit Zwangsrabatten APOTHEKE ADHOC, 08.08.2012 11:56 Uhr
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2 Milliarden durch Zwangsrabatte: Laut IMS Health steigen die Einsparungen der Kassen durch die Zwangsabschläge der Apotheken und Pharmaunternehmen.Elke Hinkelbein
Berlin - Die Einsparungen der Krankenkassen durch Zwangsabschläge haben sich in der ersten Jahreshälfte 2012 auf fast 2 Milliarden Euro belaufen. Dies geht aus einer Statistik des Marktforschungsunternehmens IMS Health hervor. Demnach lag der Sparbeitrag der Apotheken durch den Zwangsrabatt bei 600 Millionen Euro. Weitere 1,2 Milliarden Euro sparten die Kassen durch den 16-prozentigen Herstellerabschlag. Die Arzneimittelausgaben der Kassen sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um knapp 3 Prozent gestiegen.
Insgesamt wurden zu Lasten der Kassen Medikamente im Wert von 14,6 Milliarden Euro abgerechnet. Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr des Vorjahres ergibt sich somit ein Ausgabenanstieg um 388 Millionen Euro. Der Absatz nach Packungen erhöht sich geringfügig um 0,6 Prozent.
Laut IMS Health hängt der Umsatzanstieg mit der gesteigerten Verordnung größerer Packungen Medikamente zusammen. Einerseits würden nach Abschluss neuer Rabattverträge eher größere Packungen verordnet, erklärt IMS Health. Zudem sei der Trend durch die Packungsgrößenverordnung (PackungsV) verstärkt worden.
Mit dem AMNOG wurde auch die Großhandelsvergütung umgestellt: Nach einer degressiven Marge erhalten die Großhändler seit Beginn des Jahres eine prozentualen Marge von 3,15 Prozent plus einen Fixzuschlag (70 Cent). Im ersten Quartal hätten die Kassen rund 50 Millionen Euro durch diese Regelung eingespart, heißt in der IMS Health-Untersuchung.
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#8Transparenz fehlt
@Herr Hsieh Zur Ergänzung.IMS Health berücksichtigt die Rabatte der Krankenkassen und die Patientenzahlungen nicht.Also stöhnen die Kassen über Gelder, die sie gar nicht zahlen müssen. Interessant ist noch,dass das BMWi bei stagnierenden Absatzzahlen in 2011 und 1-6/2012 von einem Absatzboom von 10% ausgeht. Das wäre doch mal eine Erklärung wert. Mfg
#7don't feed the troll
so einen oder mehrere oder den selben hatten wir schon öfters. Tut genau das was er von anderen fordert zu unterlassen. Villeicht hält er einfach sein Versprechen "Deshalb nehme ich nicht mehr Teil."
#6@a a
Mit Verlaub - Fälle wie die von Ihnen geschildert erleben wir tagtäglich, da die Kunden in uns einen Gesprächspartner (leider oft auch -Ventil) suchen. Aber da das und Ihr Vergleich (egal wer mit wem) Off-Topic sind, beenden wir das Thema jetzt...
#5Kenne mich einwenig aus
ich würde gerne noch was dazu schreiben, weil ich mich wirklich etwas aukenne bei privaten und gesetzlich Kassen. Aber ich habe unheimlich schlechte Erfahrungen mit diesem Forum bei einem anderen Thema gemacht (neu dabei). Deshalb nehme ich nicht mehr Teil. Ich hatte nicht die Apotheke mit Kasse verglichen, sondern private Kasse mit gesetzlicher Kasse. Habe miterlebt wie alte Menschen von ihrer privaten Kasse in die sie ein Leben lang ein Vermögen eingezahlt haben (übrigens viele selbständige Kollegen sind privat versichert) sowohl vom Gesetzgeber als auch von der Versicherung im Stich gelassen werden. Hat aber jetzt mit Verwaltungskosten nichts zu tun.
#4@a a
Schreiben Sie verdammt noch mal nicht mit Pseudonym. Und: Das ist uns echt mal so was von egal. Im Vergleich zu jeder Apotheke arbeitet selbst die effizienteste Krankenkasse völlig ineffektiv. Wetten?
#3Aufklärung !
Bei einem Haushalt von 15 Mrd (TK) wird natürlich die Reduktion des Gehaltes der Kassechefs, die Verwaltungskosten um 0,00001 Promille senken. Toll ! Ist Ihnen bekannt das die Krankenkassen (alle) effektiver arbeiten, was die Verwaltungskosten anbelangt als jede private Kasse !
#21 Milliarde im Jahr-
so wird uns das Blut ausgesaugt. Mein Reden: Zwangsrabatt halbieren und gut. Tut keinem weh und wir sind vorerst aus dem Schneider. Die Krankenkassen werden zu einer Nullrunde bei ihren Verwaltungskosten verpflichtet. Sie haben sich ihre Saläre, wie die Politiker ihre Diäten, ständig selbst erhöht. Das ist ausgeufert. Ein Kassenchef verdient heute mehr als ein Bundesminister. Dieser Selbstbedienungs-Mentalität sollte von Seiten des Bundesversicherungsamtes dringend ein Riegel vorgeschoben werden. Zum Beispiel eine prozentuale Anbindung an Löhne/Gehälter und Renten.
#1Da haben wir's schwarz auf weiß!
Würde unser Zwangsabschlag auf Null reduziert werden, dann würde dies für die Krankenkassen eine Mindermehreinnahme (etwas anderes ist es für die nämlich nicht) von 600 Mio Euro pro Halbjahr ausmachen. Witzigerweise genau der Betrag, den uns (+GH) das AMNOG genommen hat. Runtergerechnet auf die Durchschnitts-Apotheke bedeutet dies ein Betrag von rund 4800 Euro pro Monat. Werte JOURNALISTEN (die dies hoffentlich lesen): Ich bitte darum, dies auch im richtigen Kontext zu sehen: JEDE APOTHEKE in Deutschland zahlt zur Zeit GESETZLICH GEZWUNGEN einen MONATLICHEN Betrag in Höhe von durchschnittlich 4800 EURO an die KRANKENKASSEN, damit diese nur so in Geld (20 MILLIARDEN EURO!!!) schwimmen können. Diese 4800 Euro pro Monat STEHEN UNS ZU. Und weil die Politik uns als GESCHENK verpackt mit schöner Schleife und hässlicher Karte dazu eine Lohnerhöhung von rund 400 Euro im Monat (so viel machen die 25 €ent bei mir im Monat aus) zugesteht, sehen wir ROT (damit ist nicht die politische Farbe gemeint). Ist das - mit gesundem Menschenverstand beurteilt - GERECHT? Ist das etwa ein GESCHENK der Politik? Sind 400 Euro monatlich mehr, und das nach 9 Jahren, denn VIEL? Noch eine kleine Hintergrundinfo: diese 4800 Euro stellen durchschnittlich 80%-120% des monatlichen VORSTEUER-Ergebnisses einer typschen Apotheke dar. Verdienen wir wirklich zu viel? Können wir mit 400 Euro mehr im Monat überleben? Würden Sie sich nicht auch verarscht [sorry] fühlen, wenn Sie nach 9 Jahren immer weiter sinkenden Gehaltes und immer mehr und immer komplizierter werdender Arbeit (und Sie sind ein sowas von guter Journalist, schieben extra Schichten, Ihre wöchentliche Arbeitszeit beträgt selten weniger als 70h und Sie arbeiten sich förmlich den Arsch [sorry #2] wund) von Ihrem Arbeitgeber das SUPER GESCHENK in Form einer Lohnerhöhung von 3% (und das stellen die 25 €ent dar) erhalten würden?