Kammer: 5 Euro pro Boten-Lieferung Friederike Heinze und Benjamin Rohrer, 19.07.2012 16:40 Uhr
-
5 Euro bei Abgabe: Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein will, dass Apotheken für Botendienste künftig bezahlt werden.Elke Hinkelbein
Berlin - Der Botendienst war zuletzt Gegenstand vieler politischer Diskussionen: Mit der Novellierung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) wollte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Einzelfallregelung aufheben und die Zustellungen erleichtern. Über die Bezahlung der Dienstleistungen wird aber selten diskutiert. Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein ändert dies: Mittelfristig sei es denkbar, dass die Apotheken dem Kunden 5 Euro pro Lieferung in Rechnung stellen, so Kammergeschäftsführer Frank Jaschkowski.
So gut wie keine Apotheke liefert Medikamente heutzutage gegen Bezahlung über einen Boten aus. Auch in der ApBetrO fehlt der finanzielle Aspekt: Dort sind lediglich die getrennte Verpackung, die zuverlässige Auslieferung sowie die Ausweitung der Beratungspflicht auf die Zustellungen erwähnt – und natürlich, dass Arzneimittel nur im Einzelfall über einen Boten zugestellt werden dürfen.
Aus Sicht der Kammer erfüllt der Botendienst aber bereits heute einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgung auf dem Land: „In vielen Arztpraxen fehlen Nachfolger, viele Mediziner konzentrieren sich in den Kreisstädten. Auf dem Land müssen dann Apotheken zunehmend die Betreuung von chronisch kranken und immobilen Patienten übernehmen“, so Jaschkowski.
Dienstleistungen wie der Botendienst und die Betreuung chronisch Kranker müssten aber angemessen vergütet werden. „Für solche Dienstleistungen sind die 8,10 Euro auf lange Sicht nicht mehr ausreichend“, so Jaschkowski. Die Botendienst-Gebühr solle ähnlich wie die Praxisgebühr umgesetzt werden: Bei Abgabe des Medikamentes erhalten die Patienten eine Quittung und müssen vor Ort die aus Sicht der Kammer „vertretbaren“ 5 Euro entrichten. „Es sollte die Erstattungsfähigkeit der Kosten durch die GKV geprüft werden“, fügt Jaschkowski hinzu.
Bis es zu einem entsprechenden Gesetz oder zur Kostenübernahme der Kassen kommt, ist es für den Vorschlag aber noch ein weiter Weg. Im September will die Kammer die Botendienst-Gebühr vorerst der Landespolitik präsentieren. An die ABDA sei man bislang nicht heran getreten.
Lesen Sie auch
-
Apothekenbetriebsordnung
Die Streichliste der ApBetrO»
-
Kooperationen
Vivesco: Lieferdienst für Apotheken»
-
Österreich
Kammer bezahlt Botendienste»
-
Apothekenbetriebsordnung
Botendienst auch ohne PTA»
-
Apothekenbetriebsordnung
Länder wollen andere ApBetrO»
APOTHEKE ADHOC Debatte
Neuere Artikel zum Thema
Lieferdienste
Botenfahrrad für Apotheken»
Mehr aus Ressort
- Krankenkassen Knieps wird BKK-Chef»
- Lucentis Patienten können Rezepturen verweigern»
- APOTHEKE ADHOC Umfrage Beitragsdynamisierung spaltet Apotheker»
#30UNfrage
Wo kann ich ankreuzen: + Diese UNfrage ist Quatsch Vorschlag für die naechste Umfrage: Sollte die Apothekenumschau demnaechst 50 Cent kosten? (-das waere dann übrigens auch unter EK----o´, oh)
#29Kommentar des Jahres!
zu # 28. Sehr gut Gunnar Müller! Klar herausgestellt, wo die Differenz zwischen beiden Anbieterkohorten liegt: im "Gemeinwohl!" Der Hebel heisst: Gemeinwohl! Damit kann man einem Herrn Spahn und einem Herrn Bahr und den Krankenkässlern jederzeit begegnen, ohne gleich wieder ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Darauf wissen die selber nix! Warum wir dies standespolitisch nicht verwenden, ist mir ein Rätsel. Wie immer machen es andere vor und haben dabei keine Hemmungen. Karstadt z.B.. "Karstadt, wir kümmern uns" . Und wir, der Kümmererberuf, uns fällt zu Gemeinwohl ausser zynischer Mutter Teresa nix ein?! Wie schreibt der Kollege Dr. Thullen im Leserbrief der jüngsten PZ?: "Haben wir aus Profitgier der 1970er Jahre gänzlich versäumt, an unserer Reputation und Unersetzlichkeit zu polieren?" Der Hebel heisst: " Gemeinwohl!"
#28Fassen wir doch einmal zusammen ................
1. Das Entgelt für die dienstleistende wohnortnahe Apotheke muß erhöht werden ! 2. Die Ungerechtigkeiten, die sich aus § 11a Apothekengesetz für Versandapotheken ergeben müssen beseitigt werden, d.h. 2a. entweder beraten die wie eine Apotheke, oder: das "Geschäft" ist futsch und der Versandhandel wird beendet! und zusätzlich: 2b. ausländische Versandapotheken OHNE Anteil am Gemeinwohl (und darunter verstehe ich nicht nur Notdienst und Rezepturherstellung) erhalten deswegen UND aufgrund ihrer BESSEREN Einkaufsbedingungen und ihrer in aller Regel NIEDRIGEREN MWSt. KEINE ZULASSUNG zu den Arzneimittel- lieferverträgen der GKV und PKV (unlauterer Wettbewerb !) 2c. Inländische Versandapotheken erhalten wegen ihres GERINGEREN Anteils für das Gemeinwohl einen GERINGEREN Aufschlag nach § 78 AMG. Die Differenz zu dem der wohnortnahen Apotheken wird zur Finanzierung des Apothekennotdienstes verwendet. 3. Die Lieferverträge für die GKV müssen dem gesetztlichen Versorgungsauftrag der Apotheken hinsichtlich deren Vergütung und bürokratischem Aufwand endlich gerecht werden. Wenn sich diese Punkte im Hirn der Kammer- und Verbandsfunktionäre eingegraben haben, von diesen endlich einmal lautstark und auf breiter Front eingefordert werden UND Regierung und Parlament diesen berechtigten Forderungen nachgekommen sind - DANN können wir uns gerne über die Notwendigkeit einer Bringe-Dienst-Kostenbeteiligung und deren Höhe die Mäuler zerreißen ! Bis dahin: www.apothekerprotest.de
#27Prioritäten setzen! Mit wieviel Bällen wollen wir jonglieren?
Wer keine Konkurrenz hat - auch nicht den Versandhandel- der soll doch verlangen was er will! Aber ist es sinnvoll, flächendeckend ein für den Kunden so spürbares Instrument einzuführen? Der Ärger beim Kunden wird groß sein- bitte einfach mal an das mit vielen Emotionen besetzte Thema Praxisgebühr denken! Die langen Erklärungen für so eine Gebühr sind aufwendiger als der Ertrag. Soll dann der (schwer) kranke Patient mit dem Quittungszettelchen zur KK gehen oder was? Wer es nicht kann, ist halt wieder der Dumme. Ich habe keine Kunden, die unseren Lieferservice missbrauchen, das ist auch eine Frage der Kommunikation. Gleiches gilt für Probenschnorrer und Umschauleser-abernichtskaufen. Wieso ein Instrument fordern, was uns nur Ärger und Diskussionen bringt und sowieso keine Aussicht auf Erfolg hat? Ist es ein sinnvolles Instrument, wenn man mit einer geringen Lieferfähigkeit "Geld verdienen" kann? Eine veränderte Notdienstgebühr, OK! Eine veränderte Rezepturtaxation (ohne 90%, aber deutlich höheres Fixum) - OK! Eine BTM-Gebühr, die mindestens 2,-€ betragen muss, damit man gegenüber RX nicht mehr als 3-4€ weniger Ertrag hat - OK! Eine Vergütungsanpassung, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist - klares Muss! Aber eine Lieferpauschale ist nun wirklich nicht zu vermitteln.
#26@Kommentar 25
Sehr geehrter Herr Becker, das ist jetzt schon so. Wenn ich sehe, wie seit 2004 die OTC-Preise reduziert wurden, v.a. auch von Rx-starken Apotheken, dann haben alle vergessen, dass man davon leben muss. Für 6,16€ pro Packung muss man schon 34 Packungen Krügerol oder 3-4 Packungen Aspirin verkaufen. Wer hat also den höheren Kosten- und Arbeitsaufwand. ;) Und dann wurden die großen OTC-Packungen verramscht, die für die Mischkalkulation wichtig waren und nun in den Versand abgewandert sind. BTT: Die Lieferung kostet Geld, ganz einfach. WIe oft vernimmt man Kunden, die sagen, dass sie aus Kostengründen nicht nochmal kommen wollen. Wer also soll die Kosten tragen? Wir, die eh schon gemolken werden und selbst zu dumm sind, mal etwas für den Berufsstand durchzusetzen? Eine kleine Kostenpauschale von zwei Euro kann man doch wohl nehmen. Wieso wird das eigentlich beim Pizzadienst stillschweigend akzeptiert? Und die liefern auch fleissig, zumindest sehe ich die in meiner Stadt sehr aktiv - egal welche Pizza-Firma. Unser Berufsstand sollte dort sozial denken, wo es hingehört. Und nicht sich selbst zerfleischen, weil es zuviele Berufsegoisten gibt. Meinen Spruch über Politiker kann ich auch auf unseren Berufsstand übertragen: WIe sollen Apotheker anders sein als das Volk, aus dem sie kommen?
#25Lieber Herr Kollege..
..Zitat: "Aber da immer noch zuviel am Rezept verdient wird" Da würde es mich natürlich jetzt schon brennend interessieren, wo das ist.. Das was Sie "Dem Patienten in den Allerwertesten kriechen" nennen heißt anderswo auch Service. Wenn Sie den bei sich nicht nötig haben, dann freut mich das ehrlich für Sie. Ich glaube aber, dass es den allermeisten von uns anders geht. Man kann trefflich darüber streiten, ob wir zu viel umsonst leisten. Das wird jeder Kollege bejahen. Den Botendienst mit Gebühren zu belegen, halte ich in Zeiten des Versandhandels und der regelmäßigen Medienschelte für eine Schnapsidee. Zumal man damit der unqualifizierten Leistung des Lieferns so auch noch ein Mehrgewicht gegenüber der Beratung gibt, für die wir ja eigentlich das Mehrhonorar (zurecht) haben wollen.
#24Idee und Folgen
Wenn ich mir hier die Diskussion so anschaue, ist mir klar, warum es so schlecht um unseren Berufsstand steht. Der Vorschlag ist definitiv zu besprechen und auch v.a. für Landapotheken sinnvoll. Allerdings sieht man hier auch, dass unser Berufsstand es selbst ist, der sich in die Sch#### reitet. In §17(3) der alten Betriebsordnung stand drin, dass man nur in Ausnahmefällen liefern sollte. Aber was machen die werten Kollegen - sie kriechen den Patienten in den Allerwertesten und bringen alles. Das bleibt hängen. Und jetzt ist es schwer, den Teufel loszuwerden, den man rief. Der Versand ist auch nur eine Folge von jahrelangem schlechten Arbeiten und sich einfach bequem machen beim Arzt. Wieso gab es damals soviele Schmierversuche, einen Arzt oder Heim zu bekommen. Auch heute gibt es genug Graugeschäfte, wo sich Kollegen diese Dinge sichern. Der Spruch, der größte Feind des Apothekers ist er selbst, stimmt auf jeden Fall. Die Kollegenschaft denkt egoistisch wie die Gesellschaft. Aber statt mal zu denken - wenn es allen Apotheken gut geht, geht es auch mir gut - wird immer nur an die eigene Apotheke gedacht. Mit dieser Art bleiben natürlich die Apotheken auf der Strecke, die so arbeiten, wie man arbeiten sollte. Unsereins musste schon immer auf Kosten achten, da er eine von 500-600 konsumabhängigen Apotheken Deutschlands ist. Aber da immer noch zuviel am Rezept verdient wird, mussten viele Kollegen eben nicht rechnen. Ich hab aus Ethik, Ehrlichkeits- und Kostengründen schon vieles gemacht, bevor meine Kolllegen es gemacht haben, aber ich war immer der erste Soldat, der sich aus dem Schützengraben gewagt hat. Wenn die meisten Kollegen eben anders ticken, brauchen wir uns nicht über das Bild wundern. Eine Lieferpauschale wäre sicher angebracht, evtl. auch i.H. von 2,-€ Es kommt ja auch oft genug vor, dass man das den Patienten bringt, sie aber 1-2Std später vorbei in den Markt laufen. Viel wichtiger wäre statt der Lieferpauschale eine Erhöhung der Notdienstgebühr auf mind. 5,-€ (nur bei Kinderrezepten muss die Kasse zahlen), damit nicht nachts um eins jemand kommt, der nur einen Labello benötigt. Bitte einfach mal ruhiger analysieren und dann schauen, was FÜR UNSEREN Berufsstand das beste ist - nicht für die eigene Apotheke.
#23
Dieser Kommentar wurde entfernt.
#22Ich finde diese Diskussion
sowas von daneben... Die Apothekenbetriebsordnung schränkt den Lieferservice auf den Einzelfall ein und fordert Maßnahmen zur umfassenden Beratung vor bzw. während der Auslieferung des Medikamentes. Wir müssen also froh sein, überhaupt noch mittels diese Servicedienstes gegenüber den Versendern punkten zu können. Einzelfall bedeutet bereits eine Quasi-Abschaffung!!! Eine Gebührenforderung ist absolut kontraproduktiv. Selbst eine "Schutzgebühr" von max. 2,00€ ist unnötig, da dieser Service auch für den Empfänger Nachteile bietet: Er muss auf den Boten warten und große Packungen passen nicht in den Briefkasten....
#21Wenn alle mitmachen
müssen ist das doch eine gute Idee.Alle! Das läuft zB in Wien so-also es geht prinzipiell.Nur,wenn man sich einig ist. Dagegen spricht,dass wieder Antiemotionen geschürt werden.Was haben die Patienten mit zu geringer Bezahlung durch den Gesetzgeber bzw den Krankenkassen zu tun ?Nichts! Dagegen spricht,dass die Kostendebatte verzerrt wird. Bemerkenswert ist,dass eine Kammer zur Existenzsicherung der Dienstleistung Apotheke etwas sagt und nicht wie andere den Schulter- schluss mit den Krankenkassen sucht.(N-S).Nur durchdachter sollte dies sein
#20Zwiegespalten
Natürlich ist es ein schwieriges Thema. Wir gehen da auch eher den Weg, den Botendienst zu verringern, nicht dadurch, dass wir ihn nicht mehr anbieten, sondern vielmehr durch Lageranalyse und Lagerpflege. Schließlich sind das meine Kosten, für die ich als Inhaber verantwortlich bin und dann kann man ja schauen, wie man die Kosten senkt, ohne dabei einen schlechteren Service anzubieten.
#19@ #14 Bin interessiert
finde aber die Ergebnisse nicht. Bitte mal einen Link.
#18aus meiner Sicht trotzdem
der falsche Weg. Es spielt den Konkurrenten der Vor-Ort-Apotheke in die Hände. Reden Sie mal mit einem botendienstleistenden Apotheker in der Stadt, dessen Botendienst ist möglicherweise inklusive Parkplatzsuche uneffektiver wie auf dem Lande.
#17Falsch verstanden
Ich glaube, ich muss meine Kammer mal ein wenig in Schutz nehmen, auch wenn ich nicht mit allem zufrieden bin, was von da kommt. Das mit den 5 Eur Liefergebühr war hier in einem Zeitungsartikel erschienen im Zusammenhang mit der Dezemierung der Apotheken auf dem Land. Und ich finde es durchaus realistisch, wenn dann eine Kammer sagt, "wenn die Apotheken auf dem Land wegfallen, ist mittelfristig eine Liefergebühr möglich". Ich arbeite heir auf dem platten Land und es ist hier durchaus schon Realität, dass eine Gebühr für das Schicken erhoben wird. Teilweise wird hier aber auch 10 km einfache Fahrt zurückgelegt. Das die Kollegen aus der Stadt dies natürlich schwer verstehen ist klar, aber es ging hier um die Versorgung auf dem Land und da kann einfach nicht jede Ecke abgefahren werden, ohne mittelfristig eine Gebühr zu erheben. Ich denke von der Kammer war das auch nicht als genereller Vorschlag gedacht, sndern eher als individuelle Lösung gedacht. Und wie gesagt, so realitätsfremd ist das ger nicht, denn es wird hier schon gemacht, zwar keine 5 Eur, aber immerhin.
#16Falsch verstanden
Ich glaube, ich muss meine Kammer mal ein wenig in Schutz nehmen, auch wenn ich nicht mit allem zufrieden bin, was von da kommt. Das mit den 5 Eur Liefergebühr war hier in einem Zeitungsartikel erschienen im Zusammenhang mit der Dezemierung der Apotheken auf dem Land. Und ich finde es durchaus realistisch, wenn dann eine Kammer sagt, "wenn die Apotheken auf dem Land wegfallen, ist mittelfristig eine Liefergebühr möglich". Ich arbeite heir auf dem platten Land und es ist hier durchaus schon Realität, dass eine Gebühr für das Schicken erhoben wird. Teilweise wird hier aber auch 10 km einfache Fahrt zurückgelegt. Das die Kollegen aus der Stadt dies natürlich schwer verstehen ist klar, aber es ging hier um die Versorgung auf dem Land und da kann einfach nicht jede Ecke abgefahren werden, ohne mittelfristig eine Gebühr zu erheben. Ich denke von der Kammer war das auch nicht als genereller Vorschlag gedacht, sndern eher als individuelle Lösung gedacht. Und wie gesagt, so realitätsfremd ist das ger nicht, denn es wird hier schon gemacht, zwar keine 5 Eur, aber immerhin.
#15
Dieser Kommentar wurde entfernt.
#14Zahlen ersetzen alle Argumente!
Ich empfehle ,einen Blick in die aktuellen Ergebnisse der Adhocumfrage zu diesem Aufregerthema zu werfen. Man sieht dann, wie es um die Auffassungen der Mehrheit der Kollegen steht!
#13@ #12 ich glaube
schon. Siehe #11!
#12@7
das meinen sie doch nicht im ernst?
#11@ #7 Vorschlag
Sie machen da mal die Testapotheke und ich vor Ihrer Apotheke eine Kundenbefragung. Dann schaun wir mal wie es läuft. Ach so, vergessen Sie nicht bei dem Hinweis auf Ihre Botendienstleistungen, die dann fällige Servicegebühr zu erwähnen. Passt das zur viel gepriesenen Kundennähe von Lxyz- Apotheken? Das ist doch so etwas von realitätsfern, kontraproduktiv und gleicht einem Versuch der Selbstzerfleischung. Was sagen da eigentlich die restlichen 29 Mitglieder der KV der AKSH dazu und der Vorstand? Was ich nicht verstehe oder lese ich es mit falscher Betonung? Zitatanfang "In Deutschland gibt es über 20.000 Apotheken, die durch das bekannte »Apotheken-A« gekennzeichnet sind. Jeder weiß sofort, dass man hier seine Arzneimittel erhalten kann. Die Zeiten ändern sich. Um Ihnen auch in Zukunft umfassenden und zeitgemäßen Service anbieten zu können, haben sich schon rund 1.300 Apotheken der Dachmarke »LINDA Apotheken« angeschlossen. " Zitatende Wollen Sie weg vom Apotheken-A? Ist das schon Ihr Aufbruch? Bringen das normale Apotheken-A - Apotheken nicht? Arbeiten Sie gegen ABDA und DAV? Keine Vorteile** mehr? .... Das sind ja "schöne Aussicht"-en.
#10Himmel hilf!
Das ist doch ein gaaaanz schlechter Scherz. Wie kann man den Ruf unseres Berufsstandes noch weiter ruinieren?! Ich warte nur darauf, bis ein Medium außerhalb des Berufsstandes das mitbekommt. Eine Honoraranpassung kann man in der Öffentlichkeit noch mit einfachen Argumenten verkaufen - schwer, aber es geht. Aber ich sehe jetzt schon das Bild der lieben Oma Erna, die seit 30 Jahren in ein und dieselbe Apotheke geht, nun aber nicht mehr so gut zu Fuß ist. Im Gegenzug zur Medikamentenlieferung muss sie 5 Euro von ihrer Rente abdrücken. Und dann wird noch mehr bedauert: Oma Erna kennt sich nicht mit dem Internet aus, und ist dem geldgeilen Apotheker hoffnungslos ausgeliefert. "Wohl dem, der online und versandkostenfrei bestellen kann" - könnte der Schlusssatz in den Medien lauten. Und nicht nur bei Panorama, Monitor und Frontal 21, sondern auf bei "Hier ab Vier", Volle Kanne und dem ZDF Fernsehgarten. Welch' ein Bärendienst - diese Aussage!
#9tja
der größte Feind des Apothekers ist wieder einmal der Apotheker...
#8
Dieser Kommentar wurde entfernt.
#7War überfällig!
Als Mitglied der KV SH der AKSH unterstütze ich die Vorstellungen unseres Geschäftsführers! Endlich mal einer,der die Wunde der deutschen Offizinapotheke freilegt, nicht Rücksicht auf seine berufliche Position nimmt und mediale Zivilcourage zeigt! Die aktuelle Wunde der deutschen Offizinapotheke offenbart sich im schrumpfenden Deckungsbeitrag! Endlich mal einer,der diese Schweigespirale durchbricht!
#6Klar doch.....
die Versandkonkurrenz liefert kostenfrei ins Haus und wir verlangen 5 euro. Besser noch wir lehnen gleich ab, soll ja nur der "Einzelfall" sein. Am Besten noch in der Arzneimittelpreisverordnung festschreiben, an die sich kein Ausländer hält und für kostenlose Botenlieferungen dann drastische Strafen gegen die deutschen Apotheken verhängen.
#5Da braucht man keine Kammer
Für diese Dienstleistung kann man Geld nehmen, wenn man sie im Wettbewerb am Markt duchsetzen kann, aber wer wird das erfolgreich können? Menschen sind bereit für Transport zu bezahlen aber eher den Taxifahrer als uns. Und so lange wir die überteuerten Kundenzeitschriften verschenken, anstatt sie zu verkaufen, wird das am Markt nicht zu realisieren sein.
#4Upps, nicht dass Herr Bahr doch noch recht hat....
...denn wir fangen an mit zu vielen Bällen zu jonglieren. Wie kann es sein, dass so ein Vorschlag öffentlich wird? Ich kenne keinen Kollegen, der ernsthaft dieser Idee irgend etwas abgewinnen kann. Es gibt so viele Argumente dagegen, dass man die kaum aufzählen kann. Gibt es auch Argumente dafür? Außer mehr Geld?
#3An sich begrüssenswert aber praxisfremd, leider
Sehr geehrter Herr Jaschkowski, Sie hätten zwar prinzipiell Recht, aber der Markt wird den Botendienst so regeln, dass die Kunden nicht nur den Botendienst gratis bekommen, sondern dazu selbstverständlich noch kostenlos Bonuspunkte für das kostenlose Nutzen des Botendiensts und Umschau, je nachdem mit oder ohne Fernsehprogramm. So sieht doch die Apothekenwirklichkeit aus.
#2wie aus dem leben gegriffen....
halten wir herrn Frank Jaschkowski mal zugute, dass er von der praxis keine ahnung hat. insofern, danke für den beitrag, war gut gemeint. setzen. der nächste vorschlag bitte.............
#1auch wenn man mich gleich wieder steinigt,
ich halte auch diese Idee zur Verbesserung der Einkommenslage für absurd: - weitere Querfinanzierung der KK durch Patienten - der Apotheker um die Ecke macht es für 0,0 - das spielt den Versandapotheken die noch die Zuzahlung erlassen, aber nun so etwas von in die Hände - ich will meine Patienten behalten und gewinnen nicht vergraulen - noch mehr Bürokratie (Überprüfung der Erstattungsfähigkeit) - da wäre ja die Idee, das jeder Kalender in der Apotheke 0,99€ kostet eher umzusetzen (da kommen aber bestimmt die Wettbewerbshüter --> verschenken geht aber zu billig verkaufen ist nicht möglich) --> konstruktive Vorschläge ja - aber das ist auch keiner.