Verblisterung

Holdermann: „Blisterautomat alleine reicht nicht“ Janina Rauers, 05.04.2012 15:22 Uhr

Berlin - Weil sich im a.novum BlisterCentrum Berlin-Brandenburg Fehler häuften, ließ die Behörde das Blisterzentrum vorübergehend schließen. Wiederholt hatten sich zuvor Apotheken über falsch abgepackte Tabletten beschwert. Für den Bundesverband Patientenindividueller Arzneimittelverblisterer (BPAV) kommt der Zwischenfall äußerst ungelegen: Denn der Verband kämpft für die Anerkennung und eine Honorierung des Verblisterns. Gegenüber APOTHEKE ADHOC erklärt BPAV-Chef Hans-Werner Holdermann mögliche Fehlerursachen und notwendige Maßnahmen – und warum die Verblisterung aus seiner Sicht trotzdem sicher ist.

ADHOC: Rund 40 Apotheken und 3000 Patienten können nicht mehr vom a.novum BlisterCentrum versorgt werden. Wie konnte es zu den Fehlern im Blisterzentrum kommen?
HOLDERMANN: Ich weiß nicht, was genau dort schief gelaufen ist. Grundsätzlich ist aber wichtig, dass ausreichend Personal zur Verfügung steht. Denn ein Blisterautomat alleine reicht nicht, um GMP-konform zu arbeiten. Die Blister müssen kontrolliert werden, um mögliche Fehler aufzudecken und anschließend korrigieren zu können.

ADHOC: Wie viele Fehler passieren in Blisterzentren?
HOLDERMANN: Die Fehlerquote ist viel geringer als etwa beim händischen Verblistern: Während dort eine von hundert Tabletten falsch verblistert wird, kommen bei Automaten nur ein oder zwei Fehler auf 1000 Tabletten. Mit dem Visionssystem wird die Fehlerquote weiter gesenkt: Bei einer guten Endkontrolle liegt das Verhältnis bei 1:500.000 oder gar 1:1 Million.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 1 Kommentar
  • 6.April 2012, 15:40Uhr
    Community Mitglied

    #1In Deutschland wird sauberer (nach GMP) gearbeitet .....

    .... so ein Unding. Um Gottes Willen, die armen Verblisterer . Heul, Schluchz, Haare rauf ... . Natürlich müssen wir uns auf allen Ebenen anpassen und schlechtere Sicherheitsstandards akzeptieren. Manche Sachen bleiben Mist, egal in welcher Tüte.

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