Klinikärzte

Henke: Oft unzureichende Deutschkenntnisse dpa, 22.05.2012 09:16 Uhr

Berlin - Im Vorfeld des Deutschen Ärztetages bringen die Ärztefunktionäre sich und ihre Themen in Stellung. der Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, kritisierte, dass ausländische Ärzte in deutschen Kliniken oft unzureichende Deutschkenntnisse haben. In vielen Fällen besäßen die Mediziner zwar Grundkenntnisse; diese reichten aber meist für eine angemessene Kommunikation mit Patienten und Kollegen nicht aus, so Henke in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

„Es reicht nicht, wenn ein Arzt im Nachtdienst eine Pizza bestellen kann“, sagte Henke vor Beginn des Ärztetages in Nürnberg. Zum Wohl des Patienten müssten ausländische Ärzte in der Lage sein, „im Gespräch mit Kollegen ihre Befunde fehlerfrei vorzutragen“, forderte der Chef des Marburger Bundes, in dem die Klinikärzte zusammengeschlossen sind. Auch Arztbriefe müssten so klar und eindeutig formuliert sein, dass Missverständnis über den Zustand eines Patienten ausgeschlossen seien.

Henke betonte, angesichts des Ärztemangels in vielen Kliniken begrüße er grundsätzlich den Einsatz von Kollegen aus Bulgarien, Rumänien, Griechenland und Spanien. Allerdings sollten die zuständigen Behörden bei der Überprüfung der im Ausland erworbenen ärztlichen Approbationen strenger als bisher die Deutschkenntnisse überprüfen. Häufig gäben sich die Behörden mit dem Nachweis eines sprachlichen Mindeststandards zufrieden. Dieser reiche aber meist für den Einsatz in deutschen Kliniken nicht aus.

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