Krankenkassen

GKV-Finanzen entzweien Union dpa/APOTHEKE ADHOC, 20.06.2012 15:03 Uhr

Berlin - Die Krankenkassen sollen nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) ihre Rekordreserve von rund 11,5 Milliarden Euro den Versicherten teils zurückgeben. Doch der GKV-Spitzenverband wehrt sich mit Händen und Füßen gegen eine Pflicht zur Prämienausschüttung. Unterstützung erhalten die Kassen von Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer (CSU).

„Die Politik muss die Kraft aufbringen, die kurzfristigen Rücklagen als nachhaltige Vorsorge zurücklegen zu können“, so Singhammer. Jeder wisse, dass in der Krankenversicherung auch wieder schwierige Zeiten kämen. „Es ist ein Gebot der Klugheit und Generationengerechtigkeit, die Überschüsse nicht zu verteilen.“

Die Union ist in dieser Frage uneins. Ihr gesundheitspolitische Sprecher, Jens Spahn (CDU), sagte: „Solide Finanzen sind die beste Sozialpolitik. Aber wir erwarten auch, dass die reichen Kassen endlich ihre Versicherten in Form von Prämienausschüttungen beteiligen.“

Dr. Doris Pfeiffer, Chefin des GKV-Spitzenverbands, hält dagegen: „Wir wollen, dass diese Reserven gesichert und für die künftige Versorgung von Patientinnen und Patienten genutzt werden.“ Anders als in der privaten Krankenversicherung flössen Überschüsse nicht zu Aktionären. Jeder Euro bleibe für die Versorgung der Versicherten. Positiv sei es, dass dank der Reserven neue Zusatzbeiträge absehbar wohl kein Thema seien.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 2 Kommentare
  • 20.Juni 2012, 15:49Uhr
    Community Mitglied

    #2Verdammt noch mal!

    Jetzt hört schon auf mit dem Kaspertheater!! Ihr habt gespart und beschnitten wo ihr nur konntet (bei uns), ihr habt gefeilscht und retaxiert, ihr habt outgesourced und nach Holland verlagert, jetzt ist es aber genug! Gebt das Geld denen zurück, die ihr enteignet habt, damit die weiter eure Drecksarbeit machen können und dazu noch freundlich lächeln. Nur durch UNS stehen eure dicken Hauptsitze noch, sitzen eure vollgefressenen, privatversichterten Vorstände in ihren Ledersesseln. Nur durch UNS ist noch nicht aufgefallen, wie schlecht es um die ärztliche Versorgung im Ländlichen WIRKLICH steht. Dem Patienten bring eine Einmalzahlung von 10€ GARNICHTS! Was ihm allerding etwas bringt ist, dass seine kleine Dorfapotheke in Zukunft auch mit Rezepten finanzierbar ist, und er so jederzeit schnell versorgt werden kann. Ist denn ein bisschen Weitsicht zu viel verlangt? Das schlimmste ist, dass sie es genau wissen, und wider besserem Wissen trotzdem nur auf ihren Profit bedacht sind. Schämt euch! Kassen, Politik und die, die dahinter tatsächlich den Ton angeben.

  • 20.Juni 2012, 15:35Uhr
    Community Mitglied

    #1Wetten dass...?

    “Anders als in der privaten Krankenversicherung flössen Überschüsse nicht zu Aktionären....“ wohl aber in die Boni der Manager...