Apothekenhonorar

Flach pfeift Lindemann zurück Benjamin Rohrer, 18.06.2012 15:27 Uhr

Berlin - Wenn es um die Zukunft des Apothekenmarktes geht, gibt es nicht nur innerhalb der SPD verschiedene Meinungen, sondern auch in der FDP: Wegen seiner Forderung, die Apothekenzahl zu verringern, kassierte der liberale Gesundheitsexperte Lars Lindemann am Wochenende eine Schelte aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG). In ihrem Grußwort beim BVpta-Kongress in Leipzig stellte die parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Ulrike Flach, klar, dass die FDP nicht in den Markt der inhabergeführten Präsenzapotheke eingreifen wolle.

Lindemann hatte sich zwar für eine baldige Erhöhung des Apothekenhonorars ausgesprochen. Gleichzeitig sprach der FDP-Gesundheitsexperte aber auch von einer „Strukturbereinigung“, die notwendig sei, um zu mehr Wirtschaftlichkeit zu kommen. „Es gibt mehr Apotheken als Tankstellen in Deutschland und mir ist kein Deutscher bekannt der nicht wüsste, wie er rasch zu Benzin käme“, so Lindemann gegenüber der  „Welt“.

Beim BVpta-Kongress sprach die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im sächsischen Landtag, Kristin Schütz, das Thema an: Nach dem Interview seien diverse Beschwerden von Apothekern eingegangen. In ihrer Rede zeigte Flach Verständnis für die Verärgerung über die Äußerungen ihres Parteikollegen: Das Statement habe zu Irritationen geführt. Es sei allerdings weder mit ihr noch innerhalb der Partei abgestimmt gewesen, so die Staatssekretärin.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 8 Kommentare
  • 19.Juni 2012, 16:51Uhr
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    #8Ein politischer Maulkorb ................

    ................ kein inhaltlicher ! Der Mann spricht aus, was die FDP denkt. Schade. Früher hatte die FDP andere Ziele, als die Präsenz-Apotheken kaputtzumachen. Noch 15 Monate bis zur Bundestagswahl............. ! Mehr bei: www.apothekerprotest.de

  • 19.Juni 2012, 10:27Uhr
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    #7Kurzer Lacher *

    Vielleicht liegt das mit dem schnell an Benzin kommen ja auch daran, dass diejenigen, die Benzin brauchen - im Gegensatz zu vielen Apothekenkunden - ein Auto haben, Herr Lindemann?

  • 19.Juni 2012, 09:28Uhr
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    #6Lindemann sagt, was die FDP denkt

    die wahren Gedanken auszusprechen, ist in der Politik nicht erwünscht. Einige von unseren Wählerstimmen hätten die FDP'ler schon noch gerne, dann haben sie wieder einige Jahre Zeit, um uns gänzlich auszuschalten...

  • 19.Juni 2012, 09:23Uhr
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    #5Guter Cop / Böser Cop

    Was soll auf den BVpta Kongress auch anderes gesagt werden als ein kräftiges Zurückrudern ! Frau Flach selbst braucht doch immer noch "belastbare Zahlen" über die "Belastung" der Apotheken. Oder hat sie die inzwischen ? Blödes Gewäsch!!

  • 19.Juni 2012, 00:53Uhr
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    #4War es nicht Fr. Flach selber,

    die von der “Konsolidierung der Apotheken“ sprach? Fragt man Personen aus der Wirtschaft, dann bedeutet dies immer, dass die (großen) rentablen Gewerbe auf Kosten der (kleinen) unrentablen wachsen = Strukturbereinigung. Fr. Flach sagt somit nichts anderes als ihr Kollege.

  • 18.Juni 2012, 19:29Uhr
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    #3Das kann doch nur abgestimmt sein!

    Man lässt Lindemann gezielt auf den Busch klopfen und schaut mal wer und was so rausfällt. Bei den paar F.D.P.-Leuten muss alles abgesprochen sein.

  • 18.Juni 2012, 19:10Uhr
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    #2Politische Strategie

    Das scheint die FDP-Strategie zu sein: Verringerung der Anzahl öffentlicher Apotheken. Davon profitieren ganz klar die "Überlebenden", die man dann wiederum abzocken kann!

  • 18.Juni 2012, 15:33Uhr
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    #1Flach-Witze

    Soll das nun lustig sein oder will man mehr Humor als Vorraussetzung, wenn in Zukunft Apothekenwitze gemacht werden ? Frau Flach sollte den Lindemann vielleicht mal in die Zange nehmen *achtung Kalauer* und dann mal zickzack was für mehr Geld tun. Das ich nicht lache ..