„Eine Zertifizierung bekommt man nicht geschenkt“ Alexander Müller, 21.06.2012 11:06 Uhr
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Unnütz und teuer: ADAS-Chef Dr. Mathias Schindl hält nichts von einer verpflichtenden Zertifizierung der Apotheken-EDV.Pharmatechnik
Berlin - Mit ihrem Vorschlag zu einer verpflichtenden Zertifizierung der Apotheken-Software hat die ABDA die EDV-Anbieter kalt erwischt. Der Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS)* hat für den Vorstoß wenig Verständnis. APOTHEKE ADHOC sprach mit ADAS-Chef Dr. Mathias Schindl über den Sinn einer Zertifizierung, die zu erwartenden Kosten und die Folgen für die Apotheken.
ADHOC: Wie bewerten Sie den Vorstoß der ABDA?
SCHINDL: Der ADAS hat keine Kenntnis darüber, warum die ABDA dies genau fordert. Das Argument einer Verbesserung der Arzneimittelsicherheit erscheint uns nicht logisch, weil die Softwarehäuser sich bereits seit vielen Jahren und mit großer Eigeninitiative genau dafür einsetzen. Wir müssen vermuten, dass sich die ABDA über die Konsequenzen einer Umsetzung ihrer Forderung nicht wirklich im Klaren ist.
ADHOC: Was würde eine Zertifizierung für die Softwarehäuser bedeuten?
SCHINDL: Das hängt davon ab, welche Funktionsbereiche man zertifizieren möchte. Zunächst müsste konkret formuliert werden, welche Vorgaben eingehalten werden müssten. Doch vor der genauen Darstellung von Ablaufregeln für die Software drückt sich die ABDA schon seit Jahren, zum Beispiel bei der korrekten Berücksichtigung von Rabattverträgen. Das hat zur Folge, dass Softwarehäuser und Apotheker ihre eigene Interpretation der Vorschriften finden müssen und dabei nicht unerhebliche Risiken übernehmen. Hier würden wir uns über eindeutige Definitionen und eine bessere Datenlage sogar freuen. Die Softwarehäuser haben in der Vergangenheit bei der ABDA mehrfach genauere Vorgaben eingefordert und ihre Expertise schon im Vorfeld von anstehenden Änderungen angeboten.
ADHOC: Können Sie abschätzen, welche Kosten auf die Softwareanbieter – und damit letztlich auf deren Kunden – zukommen würden?
SCHINDL: Eine Zertifizierung bekommt man nicht geschenkt. Die Folge wären zusätzliche Überprüfungs- und Korrekturschleifen bei der Entwicklung, Zeitverlust, also Verlangsamung der Auslieferung von Änderungen, und vermutlich noch zusätzliche Gebühren für die eigentliche Durchführung der Zertifizierung. Je nach konkreter Ausprägung könnte dies zu deutlichen Auswirkungen auf den Preis für die Softwarepflege führen. Einen konkreten Betrag zu nennen, wäre allerdings im Moment reine Spekulation.
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#7Wer hier wohl zertifiziert werden muß...
Warum müssen eigentlich immer und immer wieder Apotheken Opfer der Zertifizierung werden? Meine Damen und Herren, haben Sie schon jemals gesehen, dass Amtsstuben zertifiziert wurden? Warum gibt es keinen Beamten-TÜV? Na ganz klar, weil dann die Sesselbreitsitzer disen nicht bestehen würden . Und genau das trifft auf die ABDA zu! Wolff und Co. merken doch nicht mehr, wie weit sie sich vom Volk entfernt haben. Da kommt nur nur Blödsinn aus der Jägerstrasse. Die Berichterstattung der PZ, Redaktion Berlin, ist kaum zu spüren, weil PERSONALNOT! ICH FORDERE DEN RÜCKTRITT DES PRÄSIDENTEN! DER PACKT ES EINFACH NICHT. FREI DIREKTE PRÄSIDENTENWAHLEN MÜSSEN HER UND NICHT DIESER BETRUG! Wolff, go home!!!!!!!!!
#6Schuster, bleib bei deinem Leisten
Gewagter Vorstoß ins IT-Terrain. Klingt mir nach Qualität um jeden Preis. Liebe Herren von der ABDA, verrennen Sie sich nicht in anderen Branchen, kümmern Sie sich lieber darum, daß die gebotene Qualität auch entsprechend entlohnt wird. MfG
#5An die eigene Nase fassen
Wie wäre es, die ABDA bzw. ABDATA schafft es selbst, richtige Daten zu liefern. Mehr als drei Monate nach Inkraftsetzen der neuen Anlage 3 der Hilfstaxe liefert ABDATA im Artikelstamm plus H3 falsche, und zwar zu niedrige, Preise für die in parenteralen Rezepturen abzurechnenden Trägerlösungen. Qualität kann man auch ohne Zertifizierung erreichen, schließlich herscht doch zwischen den Softwarehäusern ein erheblicher Wettbewerb.
#4So in etwa..
..hatte ich mir das nach den ersten Meldungen vorgestellt: "Je nach konkreter Ausprägung könnte dies zu deutlichen Auswirkungen auf den Preis für die Softwarepflege führen." Danke verbindlichst..
#3Oh ABDA.....
wenn man das so liest, fragt man sich schon, ob die ABDA wirklich pro apotheke handelt. wenn experten schon den sinn hinterfragen und datenlieferungen bemängeln.....na dann. abgesehen davon frage ich mich, warum wir uns eigentlich immer selber ins knie schießen. tut doch weh...oder? das apothekerleben ist doch ungemütlich genug, warum dieser neue anlauf zum "wohl" der apotheken? die neue ApoBetr.O und der wunsch nach barrierefreiheit war doch schon ein großer wurf.
#2Wem dient die ABDA ?
wohl nur noch dem TÜV und den Ketten-Kraken.... Als ob DIE DA in Berlin nichts besseres zu tun hätten haben sollen...
#1Sofern man die Finanzierung gesichert hat - No Problem!
Sofern die ABDA die Finanzierung dieses Vorschlages mit auf dem Radar hat, ist das doch unproblematisch. Qualität hat seinen Preis. Dies läßt sich gegenfinanzieren durch einen Senkung der Kammer- u. LAV- Beiträge oder durch eine höhere Vergütung pro Rx/OTX- Artikel auf dem Rezept zu Lasten der GKV oder PKV, also durch Abwälzung der Kosten. Da die Lieferkette ausgereizt ist, steht ja eine Kostenübernahme zu Lasten der Apotheken überhaupt nicht zur Debatte. - Das weiß die ABDA ja und schließlich sind die in der Jägerstr. ja auch für uns und nicht gegen uns, oder?