Eine Rezeptur pro Tag und Apotheke APOTHEKE ADHOC, 17.08.2012 13:44 Uhr
Berlin - Eine Rezeptur hat jede Apotheke. Doch nur einmal am Tag wird die Fläche genutzt: Wie die Berliner Apothekerkammer mitteilt, wurden in den 868 Apotheken der Hauptstadt im vergangenen Jahr 323.000 individuelle Zubereitungen für Kassenpatienten hergestellt. Nicht mitgerechnet wurden Methadon-Zubereitungen (55.000) sowie Rezepturen für Privatpatienten und Sterillösungen, für die dem Deutschen Arzneiprüfungsinstitut (DAPI) keine Zahlen vorliegen.
Für Kammerpräsident Dr. Christian Belgardt ist die Rezeptur trotzdem unverzichtbar: „Apotheken stellen Rezepturen her, weil die Patienten sie brauchen. Das ist kein Luxus, sondern schlicht eine Notwendigkeit – zum Beispiel wenn ein herzkrankes Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industrielles Arzneimittel gibt.“
Das eigentlich Problem sei also die Vergütung: „Das Honorar für die Rezepturherstellung deckt seit Jahren nicht annähernd die Kosten, die in der Apotheke entstehen. Zudem sind die Anforderungen an die Rezepturherstellung durch die neue Apothekenbetriebsordnung weiter gestiegen. Es ist deshalb überfällig, dass diese apothekerliche Leistung gerecht vergütet wird.“
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#7
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#6Zytostatika/Antibiose-Rezepturen uswusf
Wenn der Politiker, der sich lästigerweise mit der Materie beschäftigen muß, im Sondso§5 was von 90% Aufschlag liest, und daran nicht Rütteln darf, weil die Apothekerschaft dann rummeckert, dann kann ich den Politiker, der sich lästigerweise mit der Materie beschäftigen muß und sich über rummeckernde Apotheker wundert, verstehen, wenn er denkt, wir würden zuviel verdienen. Das hier ist Pillepalle und macht nichtmal 0,1% der Median-Apotheken aus. Ja, pfff, tschuldigung - ich will ja auch keine Kollegen Kannibalisieren...
#5Findet da ein Umdenken statt?
"Freut" uns natürlich, dass jetzt auch der Berliner Kammerpräsident zu erkennen scheint, dass die Rezepturherstellung mehr als defizitär ist und die Dokumentationspflichten der ApBetrO alles andere als Spaß machen, wenn man dafür auch noch Geld mitrbingen muss. Vielleicht bekommen wir dann bei unseren Anträgen auch mal wieder die eine oder andere Unterstützung in der Delegiertenversammlung: Aufwandsentschädigung für Arbeitsschutz, Vergütung für QMS, offene und rechtzeitige Diskussion über Inhalte der ApBetrO. Beste Grüße aus Berlin, AAA - Allianz Aller Apotheker
#4liebe adhoc-redaktion.....
....es reicht nicht, wenn sie ihre jung-dynamischen mitarbeiter auf jedes thema loslassen. in 5 jahren hätte ich mehr erwartet, als diesen wenig nützlichen artikel. das labor leistet durchaus mehr - so, wie sie es schreiben, steht der nutzen aber in frage. ich gehe mal davon aus, dass der verfasser eine apotheke auch nur von außen kennt. hier passt leider der vergleich mit dem blinden, der von der farbe spricht.
#3So ist das eben mit dem Durchschnitt.
Das ist wie bei den 160.000 €/Apotheke. Einige Apotheken machen offensichtlich gar keine Rezepturen und andere mit Nähe zu Hautärzten machen am Tag 100 Stück. Privatrezepte, Methadon und selbst gekaufte Rezepturen, ja ja das gibt es auch, sind auch nicht dabei. Übrigens, für das Prüfen der Ausgangsstoffe gibt es gar kein Geld, das ist da irgendwo mit drin.
#2Ohje....
welcher Vollpfosten hat denn diese Meldung rausgegben.......Wieso wird die Fläche nur für Rezepturen benutzt...wo werden denn die Prüfungen für Rohstoffe und Substanzen durchgführt??? Wo wird die Defektur hergestellt...also bitte Hirn einschalten bevor solche Meldungen hinaus gehen!!!!!!!!!!
#1@hr. belgardt:
das mit den pressemitteilungen sollten sie nochmal üben - am besten im stillen kämmerlein, wo es niemand hört und sieht.