Der Absturz der FDP APOTHEKE ADHOC, 05.10.2011 09:44 Uhr
Berlin - Dass die FDP derzeit in Umfragen keine Spitzenwerte einfahren würde, war zu erwarten. Doch wie sehr die Liberalen in der Gunst der Apotheker in den vergangenen zwei Jahren abgestürzt sind, ist schon beeindruckend. Ebenso erstaunlich ist, dass die Union für das AMNOG nicht abgestraft wird.
Vor der Bundestagswahl 2009 stellte APOTHEKE ADHOC erstmals die Sonntagsfrage. Damals fuhr die FDP unter den Teilnehmern astronomische 44,5 Prozent der Stimmen ein. Ein Jahr darauf stimmten nur noch 14,2 Prozent für die Liberalen. Und wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde es die FDP nicht einmal ins Parlament schaffen: Nur noch 4,1 Prozent der Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC würden den Freidemokraten ihre Stimme geben.
Ganz anders die Union: Vor der Bundestagswahl landeten CDU und CSU bei enttäuschenden 28,5 Prozent. 2010 verbesserten sich die Christdemokraten auf 31,3 Prozent. Seitdem legte die Union in der Gunst der Apotheker sogar noch kräftiger zu und wäre mit 36,3 Prozent derzeit klar stärkste Fraktion im Deutschen Bundestag.
Die SPD wäre mit 6,3 Prozent im Jahr 2009 nur knapp ins Parlament eingezogen. Nach 11,4 Prozent im Jahr 2010 fallen die Sozialdemokraten aktuell auf 9,4 Prozent zurück. Die Grünen hatten sich zwischenzeitlich von 6,6 auf 16,9 Prozent gesteigert, liegen aber derzeit mit 8,9 Prozent deutlich unter ihrem Schnitt in allgemeinen Umfragen. Die Linke musste unter den Apothekern seit 2009 (11,3 Prozent) kontinuierlich Verluste hinnehmen: Nach 8,6 Prozent bei der Umfrage im Jahr 2010 liegen sie aktuell bei nur noch 6,2 Prozent.
An der Wahlumfrage nahmen vom 30. September bis zum 2. Oktober insgesamt 1218 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.
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#1Sehr interessant wäre...
...eine, leider nicht mögliche, Wahlquote der CSU außerhalb Bayerns. Die Wirtschaftsfakten im südlichen Bundesland sind herausragend und bekannt, die gesundheitspolitische Ausrichtung der CSU dürfte der Apothekerschaft ebenfalls bekannt sein. Außerhalb Bayerns ist die konservative Seite des Parteienspektrums nicht mehr wirklich vertreten und viele Wähler könnten CDU nur wegen fehlender Alternative gewählt haben.