Sterilrezepturen

BRH: Zyto-Apotheker wollen nur aus der Schusslinie APOTHEKE ADHOC, 27.04.2012 12:26 Uhr

Berlin - Im Zusammenhang mit dem „Spiegel“-Bericht über Ermittlungen gegen Zyto-Apotheken war der Verband der Zytostatika herstellenden Apotheker (VZA) um Schadensbegrenzung bemüht: Nicht Zytoapotheken, sondern Herstellbetriebe seien besonders anfällig für „juristisch fragwürdige Geschäftsmodelle“. Diese Anschuldigung wollen die Unternehmen nicht auf sich sitzen lassen.

In einem offenen Brief weist der Bundesverband der Rezepturhersteller (BRH) die Kritik des VZA weit von sich: Es sei nicht nachvollziehbar, wie ein Verband mit dem Anspruch, seriös und glaubhaft wahrgenommen zu werden, sich „in derart populistischer und unseriöser Art“ äußere, so der BRH.

 

Grundsätzlich distanziert sich der BRH von den „vermeintlich vorhandenen, rechtswidrigen Praktiken“ in der ambulanten Versorgung mit Zytostatika. Aus den Angaben Ermittler lasse sich aber keine Anfälligkeit der Herstellbetriebe für juristisch bedenkliche Vorgehensweisen herleiten, so der BRH.

 

Im Rahmen der sogenannten Holmsland-Affäre sei gegen zwei Pharmahändler und etwa 100 Apotheker ermittelt worden, im Zuge der Ermittlungen gegen Lapharm seien neben dem Pharmaunternehmen eine Beratungsfirma, 49 Onkologen und 18 Apotheker in die Kritik geraten.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 1 Kommentar
  • 27.April 2012, 13:56Uhr
    Community Mitglied

    #1Warum...

    müssen wir Apotheker uns erst wieder wochenlang der pauschalisierten und tendenziösen Medienberichtererstattung aussetzen und uns letztlich der nächsten Murksgesetzgebung a la "Änderungsantrag zum XYten Gesetz/Verordnung zur Begrenzung von bla bla bla" der Gesundheitspolitiker beugen. Warum sind 95% der Apothekerschaft (bzw. deren Vertreter) nicht in der Lage, der Politik JETZT Vorschläge zu machen, wie - ich nenne es mal - eine der letzten Bastionen der SELBSTBEDIENUNG - endlich aus der Apothekenlandschaft verschwindet. Die Zahlen der Treuhand und der ABDA sprechen doch für sich. Es lässt sich doch ebenso einfach darlegen, wie Zyto-Zubereitungen vergütet werden müssen, damit Apotheker diese Versorgung übernehmen können? Warum ist es nicht möglich, dass WIR der Politik und den Krankenkassen entsprechende Konzepte vorlegen und SELBER dafür sorgen, dass solche Machenschaften aufhören. Ein verschwindend kleine Minderheit unserer Kollegen zieht nahezu ungehindert den gesamten Berufsstand in den Dreck. Wieso schmeißen wir die nicht hochkantig raus?

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