Apothekenhonorar

BMWi erklärt 8,35 Euro APOTHEKE ADHOC, 24.07.2012 15:02 Uhr

Berlin - Die Ausgabensteigerung der Apotheken in den vergangenen acht Jahren lag laut dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bei 38.184 Euro pro Apotheke. Zur Berechnung der Anpassung des Honorars hat das Ressort von Dr. Philipp Rösler (FDP) allerdings den Anstieg beim Rohertrag abgezogen. Dieser schlägt mit 26.684 Euro zu Buche, so dass die Belastung unter dem Strich 11.500 Euro pro Apotheke beträgt.

Den Rx-Anteil hat das Ministerium mit 75 Prozent veranschlagt. Daraus ergibt sich eine Belastung von 28.915 Euro pro Apotheke. Entsprechend sinkt der Anpassungsbedarf aus Sicht des BMWi von 11.500 auf 8625 Euro. Geteilt durch die durchschnittlich 35.000 abgegebenen Packungen pro Apotheke kommt das Ministerium auf eine Erhöhung des Fixzuschlags von 25 Cent je Packung.

Bei seiner Berechnung hat das Ministerium auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen. Dieses habe die vorliegenden Daten für das Jahr 2011 „fortgeschrieben“. Zudem seien Zahlen der ABDA zu steuerlichen Betriebsergebnissen von Apotheken herangezogen worden.

Neben der Kostenentwicklung der Apotheken „bei wirtschaftlicher Betriebsführung“ sind bei der Anpassung laut BMWi die „berechtigten Interessen der Arzneimittelverbraucher“ zu berücksichtigen. „Dementsprechend vermindert sich der Anpassungsbedarf aufgrund von Kostensteigerungen um die tatsächlich erzielten Zuwächse des Rohertrags“, heißt es in der Begründung. OTC und Freiwahl wurden bei dieser Berechnung berücksichtigt. Im Ministerium geht man davon aus, dass die Anpassung insgesamt rund 190 Millionen Euro kosten wird.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 22 Kommentare
  • 27.Juli 2012, 00:36Uhr
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    #22

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  • 25.Juli 2012, 19:12Uhr
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    #21Quod licet Jovi non licet bovi

    Würde in der "freien" Wirtschaft ein Unternehmen solche Zahlenspielchen und Rechentricks anwenden, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen, würden mit Sicherheit ein paar Leute wegen Manipulation in den Bau einfahren. Hier ist es politischer Wille und man dünkt sich vor rechtlicher Verfolgung sicher. Die ABDA sollte diese Machenschaften vor ein Gericht bringen. Es gab definitiv keine Steigerung des Rohgewinns! Weder in absoluten noch in relativen Zahlen!!!! Das Wenige an Umsatz- und Absatzsteigerung wurde durch beständig wegfallende Einkaufsvorteile nicht nur gefressen, sondern hat uns eine ca. 3%-ige Steigerung des Wareneinsatzes eingebracht(von 73 auf 76%) und damit eine Verringerung des Rohgewinns um die gleiche Prozentzahl. Um eine solche Schmälerung mit Zugewinnen ausgleichen zu können, wären bei einem Nettoumsatz von 1,5 Mio € (27%=405 T€) eine Steigerung von 187 T€ Mehrumsatz, vor allem aber eine Absatzsteigerung notwendig geworden, sonst hätte sich der Wareneinsatz weiter verschlechtert. Ein Mehrabsatz ist aber mit erhöhtem Beratungsbedarf gekoppelt und treibt die Kosten noch stärker in die Höhe, was das BMWi ganz sicher vernachlässigt hat. Fazit: Das BMWi hat hier die Bilanz "geschönt" also manipuliert. Verschlechterte Einkaufskonditionen sind nicht berücksichtigt worden, sind aber das A und O der Rohgewinnberechnung. Das Wort Dilettanten trifft es wohl am ehesten. Komisch nur, dass sich immer nur zu unseren Ungunsten verrechnet wird.

  • 25.Juli 2012, 11:38Uhr
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    #20zu 19#

    "Gemeinwohlengagements" können keine "Krankenschwester" für wirtschaftliche Notfälle sein, aber man muss sie erstens verstehen und zweitens mittelfristig erheblich stärker medial verwenden. Ein berufsspezifischer Ethos bedarf der Pflege und muss gelebt und kommuniziert und fortgeschrieben werden. Gerade da mangelt es ABDA und Co an Einsicht und an Tat. Und das halte ich für ein katastrophales Defizit. Wirkung seit gestern bekannt.

  • 25.Juli 2012, 07:59Uhr
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    #19Mathegenies

    Würden wir Autos bauen, wäre uns Hilfe sicher. So aber "kümmern" wir uns nur um Menschen und ihre ordentliche Versorgung mit Medikamenten, also eher eine "Gemeinwohlsache". Und da gilt eher : helft euch doch selber ! Liebe Rechenkünstler : mir graut vor Eurer Kompetenz. Möge Deutschland nicht in eine tiefe Finanzkrise geraten , sonst gute Nacht ! In tiefer Verachtung vor Euren politischen Winkelzügen.

  • 24.Juli 2012, 23:51Uhr
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    #18Unverschämtheit

    @16 Vollkommen korrekt. Was geht das Gesundheitsministerium an, was man im Selbstmedikationsbereich und in der Freiwahl verdient. Das ist KONSUM - und nicht Kassenarbeit. Dass dieser Konsum nicht ausreicht, um eine Apotheke zu betreiben, wissen die Damen und Herren nicht. Ohne Rezepte funktioniert nichts. Denn das OTC-Geschöft ist mittlerweile durch Versand und Preiswettkampf nicht mehr immer kostendeckend. Wer so argumentiert, sollte lieber drüber nachdenken, staatliche Apotheken einzuführen. Oder wir enden wie unsere Kollegen in Weissrussland: Vor fünf Jahren war das ein gutes Geschäft, man konnte Geld verdienen. In Minsk gab es immer mehr moderne Apotheken - keine staatlichen. Vor zwei Jahren meinte Lukaschenko, dass Arzneien zu teuer sind und schwups darf man nun noch mit 10-15% Aufschlag verkaufen. Die armen Kollegen sind die, die wie bei uns auf anderer Basis investiert haben. Wie man sehen kann, sind BRD und Weissrussland nahe beieinander. Kommunistische Gedanken aber - auch wenn der Kommunismus in der BRD gelebt wird - in D verpönt. Warum geht das Ministerium nicht an die Mwst. für Rx dran? Ach nein, 4,2-4,8Mrd muss man ja bei sich selbst einsparen. Frechheit. Unverschämtheit. Inkompetenz, Unehrlichkeit und Ignoranz hoch drei!

  • 24.Juli 2012, 18:49Uhr
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    #17

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  • 24.Juli 2012, 17:27Uhr
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    #16OTC und Freiwahl

    gehen die Ministerien nicht das Geringste an. Die Erträge aus OTCs und Kosmetika gegen die Rohertragsverluste im GKV Bereich aufzurechnen ist nichts anderes als Diebstahl.

  • 24.Juli 2012, 16:45Uhr
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    #15zu 10

    Der Herr Martius erhohlt sich sicher von seiner Arbeit. Muß man ihm auch gönnen. Soviel wie der bis jetzt gemacht hat. Kann er ja auch nicht ahnen, dass sowas passiert

  • 24.Juli 2012, 16:44Uhr
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    #14Weg damit

    Das kommt dabei raus, wenn man als Minister einen Parallelimport aus Asien hat. Taugt eben nix!!! Go home!!!

  • 24.Juli 2012, 16:34Uhr
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    #13

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  • 24.Juli 2012, 16:13Uhr
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    #12nicht so viel.....

    irgendwann in der zeit wurde in hannover der notdienst auf abend und nachtdienst umgestellt - d.h. weniger nachtdienst....ist das schon abgezogen? wenn nicht, sind 25 cent reichlich großzügig.

  • 24.Juli 2012, 16:12Uhr
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    #11nicht so viel.....

    irgendwann in der zeit wurde in hannover der notdienst auf abend und nachtdienst umgestellt - d.h. weniger nachtdienst....ist das schon abgezogen? wenn nicht, sind 25 cent reichlich großzügig.

  • 24.Juli 2012, 16:09Uhr
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    #10Da haben die Rechenkünstler aus dem Ministerium,

    wie nicht anders zu erwarten war, mit ihren Zahlen gewürfelt und dabei eine Rohertragssteigerung der Apotheken in den letzten Jahren errechnet. Und weil selbst die eigenen Rechenkünste, trotz sträflicher falscher Vermengung von OTC- und RX-Rohertrag und nicht zulässiger Fortschreibung der besseren Vergangenheitszahlen nach 2011 (dort hatte man also keine aktuellen Zahlen des Bundesamt parat bzw. wollte sie nicht benutzen), immer noch zu hohe Honorar-Steigerungen für die Apotheke bedeutet hätten, führte man kurzerhand noch mit den "berechtigen Interessen der ...Verbraucher" einen beliebig minderenden Faktor X in die Berechnungsformel ein. Bravo, die (alten) Griechen hätten es nicht besser gekonnt. Eines ist für mich klar: eine Honorarerhöhung nach 8 bzw. 9 Jahren, die der Inflationshöhe eines Jahres entspricht und noch nicht mal unserer Sonderopfer 2011/2012 berücksichtigt, ist unverschämt und glatte ENTEIGNUNG. Dafür würde so ein Beamter nicht mal seinen ... lupfen und vor Gericht jede Klage gegen seinen Dienstherren gewinnen. Hallo ABDA, selbst meine bescheidene Ausführung liefert genügend Munition dem "Vorschlag" zu widersprechen. Wann höre ich wohl etwas in der Art, Herr Martius ??

  • 24.Juli 2012, 16:26Uhr
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    #9Politsches Ergebnis

    Man braucht nicht viel Mühe aufwenden. Es ist doch klar. Erst stand das politische Ziel (25 Cent) fest und dann würde das Ministerium beauftragt, dass entsprechen zu "errechnen" Wolf und Becker wurden von vor bis hinten veräppelt. Macht aber denen nichts aus, sind scheinbar alle im (nach eigener Meinung) wohl verdienten Urlaub. (Edit: Wolf ist da, möchte gen intern diskutieren) Sind ja gerade ganz unwichtige Zeiten für uns. Alles frei nach dem Sprichwort: "Wenn zm Unglück (Politik) auch noch Pech ("Standesvertretung") kommt"

  • 24.Juli 2012, 16:03Uhr
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    #8.

    Die Begründung mit dem Rohertrag kann man doch nun wirklich widerlegen. Da haben wir doch alle Fakten schwarz auf weiss.

  • 24.Juli 2012, 15:48Uhr
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    #7@ #3 ich bin begeistert

    bis gerührt.

  • 24.Juli 2012, 15:37Uhr
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    #6

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  • 24.Juli 2012, 15:37Uhr
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    #5Rohertragssteigerung..

    ..Aha.. Meinen die den RX- Rohertrag? Der ist gestiegen? Ds ist ja interessant..

  • 24.Juli 2012, 15:34Uhr
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    #4

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  • 24.Juli 2012, 15:29Uhr
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    #3@ 1

    Gehe direkt mal mit Ihnen konform. Echte Rechenkünstler. Woher die Mär mit den gestiegenen Roherträgen stammt ist mir allerdings ein Rätsel. Quersubventionierung durch OTC und Freiwahl zur Finanzierung der GKV heranzuziehen grenzt schon an Freibeuterei. Note: Mangelhaft und einfach nicht in Ordnung.

  • 24.Juli 2012, 15:18Uhr
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    #2Wow!!

    3% Mehr Lohn in acht Jahren. Entspricht auch exakt den Zahlen der Inflation. Ist die eigentlich auch eingerechnet, oder kannte das statistische Bundesamt die Zahlen nicht. Wir koppeln das jetzt einfach an die Diäten!

  • 24.Juli 2012, 15:13Uhr
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    #1so ungefähr rechne ich demnächst mal

    die zukünftigen Diäten unserer Volksvertreter und die Ministergehälter aus. Insbesondere die berechtigten Interessen des Volkes sind zu berücksichtigen. D.h. da wird wohl eine negative Erhöhung errechnet werden können.