Versandhandel

BMI ist überzeugt von Pick-up APOTHEKE ADHOC, 19.04.2012 12:56 Uhr

Berlin - Nicht nur das Bundesjustiz-, sondern auch das -innenministerium (BMI) mauert in Sachen Pick-up. Neben verfassungsrechtlichen Bedenken führt das Ressort von Hans-Peter Friedrich (CSU) in einem Kurzgutachten vor allem Pro-Argumente ins Feld: Pick-up steht demnach in Sachen Verbraucherschutz, Arzneimittelsicherheit, Beratung und bei den Preisen den Präsenzapotheken in Nichts nach. Im Gegenteil.

Zunächst einmal gibt es laut BMI keinen Anlass, Pick-up aus Gründen der Arzneimittelsicherheit zu regeln: Im Gegensatz zum bereits zugelassenen klassischen Versandhandel seien Pick-up-Stellen nämlich deutlich sicherer, da in den Drogerien „speziell durch die Apotheke beauftragte und dieser gegenüber persönlich verpflichtete“ und „speziell geschulte“ Angestellte arbeiteten.

Da die Arzneimittel getrennt von den sonstigen Waren in einem gesicherten Lager aufbewahrt und nur gegen Abholschein und Personalausweis ausgegeben würden, sei die Gefahr, dass „die Ware verwechselt oder an Unbefugte ausgegeben wird“, nicht größer als beim Transport und der Auslieferung durch die Post.

Im Vergleich zum Online-Handel habe der Verbraucher zudem Gewissheit über die Bezugsquelle und deren Legalität: „Dies gilt in gesteigertem Maße für Kunden, die bei der Nutzung des Internets unerfahren sind und daher legale und illegale Angebote nur schwer unterscheiden können.“

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