Apothekenhonorar

BKKen: Apotheker profitieren vom Kassenabschlag APOTHEKE ADHOC, 10.08.2012 13:51 Uhr

Berlin - Der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) sieht eine Erhöhung des Fixhonorars der Apotheken kritisch: Zwar sei es legitim, die Vergütung zu überprüfen und bei entsprechenender Datenlage auch anzupassen. Allerdings hätten die Apotheker durch die 3-Prozent-Marge und die gesteigerten Abgabemengen finanziell profitiert, heißt es in der Stellungnahme des Kassenverbandes. Hinsichtlich der Verhandlungen zum Kassenabschlag fordern die BKKen, dass es keinen doppelten Ausgleich der Kostensteigerungen der Apotheken geben dürfe.

Neben der prozentualen Marge und der gesteigerten Packungszahl hätten die Apotheker auch von einem niedrigeren Kassenabschlag profitiert: Schließlich habe die Schiedsstelle den Zwangsrabatt von ursprünglich 2,30 Euro auf 1,75 Euro gesenkt. Auch die im Rahmen des AMNOG festgelegten 2,05 Euro lägen noch unter dem Niveau von 2008.

„Damit hat sich die Vergütung der Apotheken erhöht, auch wenn formal seit acht Jahren keine Anpassung der Apothekenvergütung je verschreibungspflichtiger Packung stattgefunden hat“, heißt es in der Stellungnahme.

Der BKK Bundesverband weist zudem auf die Verhandlungen zum Kassenabschlag aus den vergangenen Jahren hin: „In der Vergangenheit, insbesondere im Rahmen der Verhandlungen um den Apothekenabschlag für die Jahre 2009 und 2010, konnten die Apotheken keine belastbaren Zahlen vorlegen, die eine Erhöhung der Vergütung zu Lasten der Beitragszahler gerechtfertigt hätte.“

Im Verordnungsentwurf hatte das BMWi zudem klar gestellt, dass die Kostensteigerungen der Apotheken in den Verhandlungen des Zwangsrabattes für das kommende Jahr keine Rolle mehr spielen dürften. Der BKK Bundesverband stimmt dem zu: „Die Betriebskassen erwarten, dass ein doppelter Ausgleich der Kostenentwicklung der Apotheken beim Apothekenabschlag ausgeschlossen ist.“

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 4 Kommentare
  • 11.August 2012, 12:51Uhr
    Community Mitglied

    #4Apotheker profitieren vom Kassenabschlag?

    Da muss ich wohl irgendwas nicht mitbekommen haben. Klagen die kranken Kassen nicht gegen den Abschlag von 1,75€ ? Nach dieser Aussage haben die BKKen demnach den Abschlag auf 1,75€ akzeptiert. Danke dafür!!!

  • 10.August 2012, 20:06Uhr
    Community Mitglied

    #3IRRSINN!!!!! Kassenabschlag ist 27 prozent

    Kann mann endlich die unfaehigen in den hoechsten stellen klar machen das wir 27 prozent kassenabschlag bezahlen.Wir bekommen 3 prozent vom ek und fast keine grosshandels rabatte mehr,unsere personalkosten steigen,unsere inflationsrate steigt,unsere kosten steigen,alles steigt und es soll uns gut gehen.Haben diese menschen noch graue zellen??? Es ist fraglich ob die politiker,uberhaupt verstehen um was es hier geht.......Das ist alles so krank wenn ich juenger waere wuerde ich meine buden schliessen und in ein englisch sprachiges land auswandern.Dieses land hat viele probleme die nicht mehr zu loessen sind PFUI!!!!

  • 10.August 2012, 17:19Uhr
    Community Mitglied

    #2Kein Rabatt mehr..

    für die Kassen, sie verdienen ihn nicht, wir haben keine Möglichkeit mehr wie früher Rabatte beim Einkauf zu ziehen, die Arbeit für die Rabattverträge, und das kostenlose Inkasso für die Kassen ist wohl Ausgleich genug. Der Rabatt ist nicht mehr verhandelbar, wir geben keinen mehr, Punkt aus. Sollen sich die Kassen doch beliefern lassen von wem sie wollen. Mit jeder Packung (im Schnitt) machen wir Minus, 19% Ertrag bei 23% Kosten.

  • 10.August 2012, 16:10Uhr
    Community Mitglied

    #1Weg mit dem Abschlag !!!

    Hallo, warum spricht keiner über die Rabattkürzung bei Rx auf maximal 3% ? Vor AMNOG waren es noch gut 6%, das macht bei 1 Mio € Rx Einkauf einen Verlust von mindestens 30.000 €. Damit ist jeder Abschlag an die Kassen, der höher ist, doch schon vom Ansatz her gestorben. Ab 2013 muß der Abschlag kategorisch verweigert werden, sollen die Kassen den doch einklagen !!

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