BDA-Stellungnahme

Arbeitgeber gönnen Apothekern nichts APOTHEKE ADHOC, 08.08.2012 13:10 Uhr

Berlin - Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist gegen eine Erhöhung des Apothekenhonorars. Statt den Festzuschlag der Apotheken zu erhöhen, solle die Regierung lieber den Arzneimittelvertrieb liberalisieren, zitiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) aus einer Stellungnahme des BDA an das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Laut BDA handelt es sich dabei allerdings nur um eine „erste Sprachregelung“. Die offizielle Stellungnahme soll am Freitag erfolgen, sagte ein BDA-Sprecher.

Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler (FDP) will das Fixhonorar der Apotheken um 25 Cent auf 8,35 Euro anheben. Während die Apotheker dies als ungenügenden Ausgleich für die gestiegenen Kosten ablehnen, ist selbst diese Erhöhung dem BDA schon zu viel: „Die geplante Anhebung ist nicht nachvollziehbar begründet, schließlich sind die Erlöse der Apotheken aus den tatsächlichen Mengen- und Preisentwicklungen bei verschreibungspflichtigen Fertigarzneimitteln in den vergangenen Jahren deutlich stärker als die Inflationsrate gestiegen“, heißt es in dem Papier.

Die Politik dürfe sich vor dem Hintergrund der aktuell positiven Finanzsituation der Krankenkassen nicht zu neuen Ausgaben verleiten lassen, so der BDA. Eingentlich war der Verband von Rösler gar nicht zu einer Stellungnahme aufgefordert worden. Doch die Arbeitgeber fühlen sich als Beitragszahler von der geplanten Honorarerhöhung ebenfalls betroffen. „Wenn es um Themen wie die Kassenfinanzen geht, äußern wir uns auch schonmal ungefragt“, sagte der Sprecher auf Nachfrage.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Arbeitgeberverband sich gegen die Interessen der Apotheker stellt: Der BDA hatte im Rahmen der AMG-Novelle auch gegen ein Verbot der Rx-Boni ausländischer Versandapotheken gewettert und sich in der Vergangenheit für Pick-up-Stellen eingesetzt. Außerdem fordert der Verband eine Aufhebung der Preisbindung sowie des Frem- und Mehrbesitzverbots für Apotheken.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 12 Kommentare
  • 10.August 2012, 09:05Uhr
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    #12Ungefragt!

    Also Herr Professor Dr Hundt , Sie vertreten doch die Interessen der Arbeitgeber, wenn ich nicht irre. Ist Ihen eigentlich entgangen, dass Apotheken Arbeitgeber sind? Somit wäre es doch logischer Weise Ihr Job hier die Interessen der Apotheken zu vertreten. Somit ist Ihre Äußerung doch nur peinlich und disqualifizierend für Sie!

  • 9.August 2012, 11:34Uhr
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    #11Das könnte die Handschrift von...

    ...Dr. Reinhard Göhner sein, mit dem ich vor Jahren schon diesbezügliche persönliche Diskussionen hatte. Sich mit diesem Verband auszutauschen, ist vergeudete Zeit. M.W. berät Dr. Göhner immer noch die Bundesregierung, besonders unsere Bundeskanzlerin. Insofern kann man sich vorstellen, was wir von der reGIERung zu erwarten haben. Beachten Sie bitte unsere Pressemitteilung, die im Laufe des Tages sicherlich von Apotheke-Adhoc publiziert wird. Reinhard Rokitta http://www.freie-apothekerschaft.de

  • 9.August 2012, 09:04Uhr
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    #10Ärzte?

    Hat Herr Hundt auch seinen Senf zu der Honorarerhöhungsforderung der KBV dazugegeben oder sind die ihm 'ne Nummer zu groß?

  • 8.August 2012, 23:47Uhr
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    #9Es geht um Arbeitsplätze Herr Hundt !

    Herr Hundt ist gegen eine Honorarerhöhung. Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Herr Hundt, Vorsitzender der Deutschen Großindustrie, äußert sich zu Apothekenangelegenheiten. Gut, Joschka Fischer hatte sich glaube ich auch mal aus dem Ausland zu einer Apothekensache geäußert. Es ist kaum zu glauben :-) Lieber Herr Hundt auch bei uns geht es um zig Tausende Arbeitsplätze, wenn Sie nicht sofort lieb sind, streichen wir Ihnen nachträglich die Abwrackkprämie, ihr schönes Geschenk von Angela Merkel.

  • 8.August 2012, 20:26Uhr
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    #8Deutschland-das Land der Dichter und Denker!?

    Lang ist's offensichtlich her. Es ist schon erstaunlich wer sich alles um die Belange der Apotheker kümmert oder meint sich kümmern zu müssen. Jetzt fehlt nur noch der Papst mit der Forderung , mit den sagenhaften 25Cent gehörte doch eher die Kirchensteuer angehoben als die raffgierigen Apotheker noch reicher zu machen. Das ist eine Posse sondergleichen.

  • 8.August 2012, 18:13Uhr
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    #7Noch einen drauf

    "Eingentlich war der Verband von Rösler gar nicht zu einer Stellungnahme aufgefordert worden." Natürlich ist das Ministerium für Wirtschaft zur Stellungnahme aufgefordert worden, nur wer NICHT zu einer unqualifitierten Stellungnahme aufgefordert war, können sie sich selbst denken. Und noch was; Provozieren sie nur so weiter, dann kommen sie auch ins Schaufenster! So, jetzt muß ich mich selbst zensieren, sonst kommt wieder das Spiegelmachtspielchen.

  • 8.August 2012, 16:43Uhr
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    #6Nun ja..

    ..wir leben in einem freien Land, wo nun mal jeder jeden Schwachsinn absondern darf, der will. Herr Hundt ist offenbar ein Mensch, der wenig nachdenkt, bevor er seinen Mund aufmacht. Aber da befindet er sich ja in bester (und auch noch viiiiel hübscherer Gesellschaft) mit Frau Schwesig.. Nur während ich bei Frau Schwesig wenigstens den perfiden Hintergedanken erkennen kann, gelingt mir bei Herrn Hundt nicht mal das.. Muss ich mir merken, um zukünftige Äußerungen dieses Herrn besser einordnen zu können.

  • 8.August 2012, 16:33Uhr
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    #5Kurzsichtig und blöd

    Na dann freuen sie sich mal, wenn die Mitarbeiter zukünftig doppelt solange krank sind, weil der Veresand nicht so schnell liefern konnte. Keine Ahnung, 6 setzen.

  • 8.August 2012, 14:30Uhr
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    #4Bodenlose Frechheit

    Da meldet sich der Richtige zu Wort. Überall Subventionen absahnen, bis die Staatskassen knirschen. Dann aber zu einer Branche sich äußern, von der er wirklich nichts versteht.

  • 8.August 2012, 14:14Uhr
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    #3Pharisäer

    Man muss nur mal kurz auf die Homepage des bda-online schauen, um die groteske Verlogenheit dieses Oberbonzen zu durchschauen: Gefordert werden "eine Willkommenskultur wegen Fachkräftemangel" und "Flexible Beschäftigungsformen". WIR Apotheken haben beides schon seit Jahrzehnten - wir bilden aus wie die Weltmeister und wir haben zigtausende familienfreundlicher Arbeitsplätze. Und dennoch zieht uns dieser Hund(t) in den Dreck. Genauso ein Pharisäer wie ein früherer DIHK-Chef, der einen Grosskonzern der Gesundheitsbranche leitete und die kleinzelligen Apotheken ebenfalls bekämpft hat. PFUI TEUFEL - aber das ist unser Problem ... gegen solche Kreaturen, die in unserem korrupten Staat entscheidenden Einfluss haben, kommen wir mit keiner Vertretung irgendwie an.

  • 8.August 2012, 14:12Uhr
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    #2Sehr geehrter Herr Hundt

    sind SIe nur dagegen, weil Sie diese letzten Cent benötigen, um diese den Großindustriellen zuzustecken. Für den Mittelstand haben Sie sich meines Wissens noch nie richtig eingesetzt. Zitat: "Die geplante Anhebung ist nicht nachvollziehbar begründet, schließlich sind die Erlöse der Apotheken aus den tatsächlichen Mengen- und Preisentwicklungen bei verschreibungspflichtigen Fertigarzneimitteln in den vergangenen Jahren deutlich stärker als die Inflationsrate gestiegen“, Diese scheinbare Erkenntnis haben Sie bestimmt auch nur bei den Vorrechnern des BMWi abgeschrieben. Sie recherchieren doch nicht und befassen sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ( so spricht immer mein Anwalt) auch nicht mit den notwendigen Details. Für wenn und was Sie kämpfen oder Partei beziehen ist doch hinlänglich bekannt.

  • 8.August 2012, 13:57Uhr
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    #1Erlöse.......uns von dem Lupus

    "...schließlich sind die Erlöse der Apotheken aus den tatsächlichen Mengen- und Preisentwicklungen bei verschreibungspflichtigen Fertigarzneimitteln in den vergangenen Jahren deutlich stärker als die Inflationsrate gestiegen“ Ist mir schlecht, wieder einer mit diesem enormen Überblick. Genau wie diese Frau Schwesig. Und kennt sich genauestens mit unserer "Schubladenzieher"-Tätigkeit aus. Sehr geehrter Herr Hundt, unser Erlös stammt NICHT aus der Entwicklung und der Höhe der Arzneimittelpreise. Sie Frauenquotenablehner,.....ach das gehört ja nicht hierher, genausowenig wie Ihre Meinung.