Pharmakritiker

Glaeske: Darum bin ich Apotheker geworden APOTHEKE ADHOC, 18.03.2017 07:39 Uhr

Berlin - Gerd Glaeske ist Pharmakritiker, TV-Star – und Apotheker. Dass er seine Kollegen mit zugespitzten Aussagen und provokanten Forderungen regelmäßig auf die Palme bringt, hält er aus. Denn seiner Meinung nach braucht es qualifizierte Querköpfe wie ihn im Arzneimittelmarkt, der allzu oft nur der Logik des Geldes folgt. 

1945 in Stecklenberg am Nordrand des Harzes geboren, begann Glaeske nach dem Vorexamen in Aachen 1969 mit dem Pharmaziestudium in Hamburg. „Mich hat die Kombination von naturwissenschaftlichem Studium und medizinischen Fragestellungen ebenso interessiert wie das Thema Arzneimittelmarkt und Pharmaindustrie. Insofern wusste ich schon sehr früh, dass das Pharmaziestudium für mich eine wichtige Option darstellen würde.“ Das Phamaziepraktikum, das er zwei Jahre vor dem Studium absolvieren musste, habe ihm auch gut gefallen – wegen der Kommunikation mit den Kunden und den Patientinnen und Patienten, wie er sagt.

Sein Traumberuf? „Ich wollte nie Lokführer werden, sondern am liebsten Pilot, nachdem ich die Romane von Antoine de Saint-Exupéry gelesen habe. Von diesem Traum in den Lüften habe ich mich dann doch verabschiedet und bin als ‚Stier‘ gerne auch mit beiden Füßen Apotheker auf der Erde geblieben.“

Sechs Jahre lang hat er in der Apotheke gearbeitet, Praktikum und Arbeit als Vorexaminierter inbegriffen. „Letztlich habe ich aber gemerkt, dass mich wissenschaftliche Analysen doch mehr interessiert haben – so kam es dann auch zur Promotion in Hamburg und meinen weiteren Schwerpunkten in meiner Berufsausübung.“

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