APOTHEKE ADHOC UMFRAGE

Apotheker wollen selber beraten APOTHEKE ADHOC, 17.04.2012 17:54 Uhr

Berlin - Die AOK Rheinland/Hamburg zahlt Hausärzten bis zu 160 Euro für Medikationschecks. Die Apotheker fühlen sich ungerecht behandelt. Bei einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC gaben mehr als zwei Drittel der Befragten an: „Das Geld steht den Apothekern zu, denn die machen diese Arbeit täglich.“

Seit 2010 kooperiert die AOK bereits in Hamburg mit der dortigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV): Die Kasse stellt den Ärzten regelmäßig Medikationsanalysen von multimorbiden, älteren Patienten bereit. Nach der Einwilligung beraten die Ärzte ihre Patienten, stellen gegebenenfalls die Therapie um und schreiben einen Behandlungsplan. Je nach Länge der Beratung kassieren die Ärzte 80 oder 160 Euro pro Patient.

Einige Apotheker erinnert die Zusammenarbeit der AOK mit den Ärzten auch an das ABDA/KBV-Modell: 34 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass Ärzte und Apotheker solche Medikationsberatungen gemeinsam durchführen sollten. Zuvor hatte auch Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes Nordrhein, in diesem Zusammenhang schnelle Ergebnisse beim ABDA/KBV-Modell gefordert.

Lediglich 4 Prozent sprachen sich bei der Umfrage für die neue Zusammenarbeit zwischen der Kasse und den Medizinern aus. Ihrer Ansicht nach sind die Ärzte der richtige Ansprechpartner für die Checks. An der Umfrage beteiligten sich zwischen dem 16. und 17. April 444 Nutzerinnen und Nutzer.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Ältere Kommentare lesen 1 Kommentar
  • 18.April 2012, 10:31Uhr
    Community Mitglied

    #1Medikationschecks durch Apotheker

    Ich kann den Ärger der Kolleginnen und Kollegen verstehen, allerdings sollten wir uns hier nichts vormachen. Die Art von Medikationschecks, die jeden Tag in jeder öffentliche Apotheke gemacht werden, sind hier nicht gemeint. Es geht vielmehr um eine Analyse anhand von Diagnosen und Laborwerten durch die Ärzte. So etwas können wir in der Apotheke NOCH nicht machen, das heisst aber nicht, dass wir so etwas nicht auch machen sollten. Das ABDA KBV Modell wäre der erste Schritt hierhin, wir sollten aber auch noch weiterdenken.

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