Baden-Württemberg

Apotheker informieren Hautärzte über ApBetrO APOTHEKE ADHOC, 20.07.2012 12:55 Uhr

Berlin - Die Apothekerkammer Baden-Württemberg* hat einen Brief an alle Hautärzte des Landes verschickt. In dem Schreiben weisen die Apotheker die Mediziner darauf hin, dass es aufgrund der neuen Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) zu Verzögerungen bei Rezepturen und Defekturen kommen könne. Insbesondere die neue Plausibilitätsprüfung führe in den Apotheken zu Mehrarbeit.

Seit dem 12. Juni müssen Apotheker vor der Herstellung jeder individuellen Rezeptur eine Plausibilitätsprüfung durchführen und eine Herstellungsanweisung erstellen. Dosierung, Applikationsart sowie Art, Menge und Kompatibilität der Ausgangsstoffe untereinander müssen ebenso aus pharmazeutischer Sicht beurteilt werden wie die gleichbleibende Qualität im fertig hergestellten Rezepturarzneimittel. Die Apotheker müssen die Ergebnisse schriftlich dokumentieren.

Weil im Ländle mehr als die Hälfte der Rezepturen durch Dermatologen verschrieben werden, bittet die Kammer bei den Ärzten um Verständnis: „Aufgrund dieses zusätzlichen Aufwandes kann es zu Verzögerungen  bei der Belieferung der verordneten Rezepturen kommen“, heißt es in dem Brief.

Im Einzelfall könne es auch zu Rückfragen kommen, beispielsweise wenn die Plausibilitätsprüfung ergebe, dass der Apotheker die Rezeptur nicht wie verordnet herstellen dürfe.

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Ältere Kommentare lesen 3 Kommentare
  • 20.Juli 2012, 19:22Uhr
    Community Mitglied

    #3NRF

    "Hat eigentlich schon mal einer versucht, dem Dokter die Funktion eines Citratpuffers zu erklären?" "Was ist das: NRF?"

  • 20.Juli 2012, 16:02Uhr
    Community Mitglied

    #2Kammer

    Apothekerkammer Baden-Württemberg: solch eine kammer kann man sich nur wünschen. gut gemacht. nur: mir tut der apotheker leid, der "krach" mit seinem dermatologen bekommt. manchem hautarzt soll es spaß machen, damit den apotheker zu ärgern!!

  • 20.Juli 2012, 15:22Uhr
    Community Mitglied

    #1Sehr geehrter Dermatologe..

    ..leider können wir unseren bisherigen Service, Individualrezepturen für Ihre Patienten zügig anzufertigen, nicht mehr aufrechterhalten, weil wir jetzt für das, was wir seit vielen Jahren zuverlässig und in hervorragender Qualität tun, kiloweise Papier ausfüllen und archivieren müssen.. Aber das ist eine löbliche Aktion der Kammer, so muss ich mir wenigstens EINMAL den Ärger nicht selber einfangen. Und der Arzt denkt vielleicht doch noch mal nach, bevor die dreifache Überdosierung dann mit der ärztlichen Aussage "ich will das so" im Protokoll der Plausibilitätsprüfung steht. BTW: Hat eigentlich schon mal einer versucht, dem Dokter die Funktion eines Citratpuffers zu erklären?

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